Ein Smartphone (Foto: picture alliance/dpa | Britta Pedersen)
Die häufigsten Abzocken im Netz

Die Anonymität des Internets machen sich immer häufiger auch Betrüger zu nutze. Durch Fake-Shops, falsche Lottogewinne und Abzocken über Ebay verlieren immer wieder Nutzer ihr Geld oder persönliche Daten. Wir haben uns die häufigsten Internet-Abzocken angeschaut und geben euch Tipps zum Erkennen.


Ebay-Betrug

Dabei spielt auch der Bezahldienst PayPal eine Rolle. Nach dem Kauf eines Produkts über Ebay erhaltet ihr eine gefälschte Email - angeblich von PayPal. Darin steht häufig, dass Dritte versucht hätten auf euer Konto zuzugreifen. Zur Bestätigung werdet ihr aufgefordert euren Namen, eurer Geburtsdatum und das PayPal-Passwort zu schicken. Damit gelangen die Betrüger an euer PayPal-Konto und können Geldbeträge überweisen.

Betrug erkennen:

PayPal wird euch nie dazu auffordern, dass ihr eure persönlichen Daten per Mail sendet. Erhaltet ihr eine solche Aufforderung, dann kontaktiert PayPal selbst und bittet sie um Hilfe.


Fake-Shops

Fake-Shops bedienen sich häufig bekannter Markenhersteller und imitieren deren Website. Die Produkte sind dabei alle günstiger und sollen zum Kaufen auffordern. Die gefälschten Seiten sind teilweise so gut nachgemacht, dass ihr sehr genau hinschauen müsst. Manchmal sind es nur Sonderzeichen oder die Endung z.B. „.info“ statt „.de“ die den Unterschied ausmachen.

Betrug erkennen:

  • Die Ware wird ungewöhnlich günstig angeboten. 
  • Das Impressum ist unvollständig, fehlt oder die Inhalte sind nicht korrekt. Ähnlich sieht es bei den AGBs aus.
  • Die Ware ist in der Regel nur gegen Vorkasse erhältlich.
  • Prüft die Firmenadresse und angeblichen Geschäftsinhaber.

Im schlimmsten Fall erhaltet ihr keine Ware, außerdem euer Geld nicht zurück und eure Daten werden geklaut. Damit euch das nicht passiert, hat das LKA Niedersachsen eine Übersicht erstellt mit allen wichtigen Infos.


Spendenwerbung

Verstärkt wird der Betrug über Spendenseiten vor Weihnachten betrieben. Das Prinzip ist dabei ähnlich wie bei den Fake-Shops. Auch die falschen Spendenorganisationen haben professionell wirkende Websites und sind auf Social Media unterwegs. Mit emotionalen Geschichten und rührseligen Bildern soll zum Spenden aufgerufen werden. Ziel ist es aber an eure Bankverbindungen zu gelangen.

Betrug erkennen:

Bei falschen Spendenorganisationen springen die jeweiligen Bankverbindungen für eine Überweisung direkt in Auge und werden zentral auf der Homepage plaziert. Häufig wird euch auch gleich noch geraten ein festes Mitglied zu werden und eine Dauerspende einzurichten.

Der Bundesverband der Verbraucherzentrale hat eine Übersicht erstellt, woran man echte Spendenorganisationen erkennt.


Betrugsmaschen mit Corona

Auch eine Pandemie nutzen Betrüger, um Geld zu verdienen. Gerade im Bereich Masken und Desinfektionsmittel gibt es viele, die zu überhöhten Preisen Produkte anbieten. Meistens wird noch mit Verknappung geworben, damit der Käufer animiert wird.

Phishing Mails nutzen Internet-Abzocker, um an Passwörter oder Kreditkarteninformationen zu gelangen. In den Mails wird erklärt, dass die Bankfiliale zum Schutz der Mitarbeiter geschlossen wurde. Über einen Link in der Mail, wird man aufgefordert seine persönlichen Daten anzugeben, damit der Service der Bank weiter genutzt werden kann. Die eingegeben Daten werden dann ausgelesen und missbraucht.


Über dieses Thema wurde auch in der UNSERDING-Show mit Thurie und Jonas am 28. Januar 2021 berichtet.