Von der Polizei abgesperrte Bereiche  (Foto: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst)
Faszination True Crime

Geschichten über echte Verbrechen sind gerade wieder im Trend. Egal ob Podcast, Serien oder Bücher - echte Verbrechen faszinieren uns. Doch warum ist das so? UNSERDING begibt sich auf Spurensuche!


True Crime - das sind echt Fälle, echte Opfer und echte Täter. Gerade das Wissen, dass es echte Geschichten sind, lässt uns besonders gruseln. Dabei gibt es diese Art der Erzählung nicht erst seit es Podcasts oder Serien gibt. Fernsehsendungen wie "Aktenzeichen XY" und Zeitungen berichten seit Jahrzehnten über True Crime - das allerdings rein objektiv und sachlich. Mit dem Einstieg von Netflix und Co. wurde die Faszination immer größer.

True Crime löst eigene Gedankenspiele aus

Laut Psychologin Doro kommt unser Interesse für wahre Kriminalfälle daher, dass wir alle neugierig sind, was in den Köpfen der Täter vor sich geht. Auch die Frage, ob wir selbst solche Verbrechen begehen könnten fasziniert uns.

Gleichzeitig beruhigt uns das Sehen und Hören von True Crime Geschichten, da wir uns darin bestätigt fühlen, dass wir auf der richtigen Seite stehen und unsere moralischen Vorstellungen von richtig und falsch noch korrekt sind.

Wird ein Fall nach der Ausstrahlung eines True Crime-Formats gelöst, dann fühlen wir uns gut dabei, dass wir zur Lösung beigetragen haben.

Kann die Faszination für True Crime zu weit gehen?

Wir müssen uns keine Sorgen machen, wenn wir echte Kriminalfälle anziehend finden. "Das ist ganz normal. Das ist menschliche Neugier" sagt Psychologin Doro.

Erst wenn wir einen eigenen Mord planen oder wir Angst haben aus der Tür zu gehen, sollten wir uns Gedanken machen und weniger in der True Crime-Welt unterwegs sein.


Über dieses Thema wurde auch in der UNSERDING-Morningshow mit Thurie am 14. Januar 2021 berichtet.