Die Nominierten des New Music Award 2021 (Foto: MDR Sputnik/NMA)
Rote Mütze Raphi gewinnt New Music Award 2021

Die jungen Radiosender der ARD und Deutschlandfunk Nova haben die Newcomerin 2021 gekürt: Rote Mütze Raphi räumt den Preis ab und gewinnt den NMA 2021!

Rote Mütze Raphi ist "Newcomer:in des Jahres"!

Frech, sympathisch und authentisch: Rote Mützi Raphi marschiert nicht nur in der Female-Rap-Riege Deutschlands ganz vorn mit, sondern konnte auch das Juryvoting für den New Music Award in der Kategorie „Newcomer:in des Jahres“ für sich entscheiden.

Rote Mütze Raphi (Foto: Dario Suppan)

Angefangen hat vor einigen Jahren tatsächlich mal alles mit einer roten Mütze. Die setzte sie auf, weil das andersfarbige Vorgängermodell kaputtging. Und fortan war Raphaella Henn aus Koblenz Rote Mütze Raphi und die Kopfbedeckung ihr Markenzeichen. Zumindest äußerlich. Musikalisch entwickelte die 19-Jährige mit ihrem Produzententeam Achtabahn anschließend ihren ganz eigenen Mix aus Rap, Popmelodien und Elektroeinflüssen.


Das waren die nominierten Acts:


Nominiert von UNSERDING

Bloodhype

Bloodhype (Foto: C. Busch)

Ihre Mission: make indie great again – und zwar mit Stil und einem Masterplan. Die perfekte Band zum 90ies Retro Hype.

Bloodhype wissen auf jeden Fall schon mal, wie das Business so läuft. Denn alle vier Bandmitglieder haben ihre Erfahrungen hinter den Kulissen der Musikszene gemacht: als Bandmanager, als Roadie, als Tourmusiker, als Werbemusikproducer oder als Fashion Designer. In ihrer Band Bloodhype vereinen Elmar, Erik, Matt und Christopher ihre reichhaltige Pop-Expertise jetzt. Was soll da eigentlich schiefgehen?


Nominiert von 1LIVE

Chris James

Chris James  (Foto: Markus Haaner)

Der Deutsch-Amerikaner fand nach einem Karriere-Restart endlich seinen eigenen, wahnsinnig catchy-melodiösen Sound

Immer wenn Chris James Brenner Zweifel kommen, ob irgendwer da draußen sich für seine Musik interessiert, dann klickt er einfach HIER – und erfreut sich an den hohen neunstelligen Klickzahlen des Tracks „Life Goes On“ der K-Pop-Megastars von BTS, an dem Chris James als Songwriter maßgeblich beteiligt war. Überhaupt scheinen fernöstliche Ohren Chris‘ Sound sehr zugetan: sein eigener Track „Not Angry“ entwickelte sich in China zu einem viralen Hit.


Nominiert von BREMEN NEXT

Florida Juicy

Florida Juicy (Foto: PK ANA)

Der Mastermind der Crew Erotik Toy Records wandelt auf sehr stilsicheren Solopfaden.

 Vor ein paar Jahren schickte sich eine Bremer Rap-Crew an, den in einer Dauerwiederholungsschleife aus Straßenklischees festgefahrenen Deutschrap ein Stück weit zu revolutionieren. Die Erotik Toy Records brachten eine neue Sensibilität ins Rap-Game. Beeinflusst von innovativen Trap-Acts made in USA brachten Bremer Rapper wie Tightill oder Skinnyblackboy Themen wie toxische Maskulinität in ihren Tracks unter. Und den Sound dazu prägte im Hintergrund Luka Bodzin aka Florida Juicy.


Nominiert von DAS DING

Rote Mütze Raphi

Rote Mütze Raphi (Foto: Dario Suppan)

Frech, sympathisch und authentisch – Rote Mützi Raphi marschiert ganz vorn mit in der Female-Rap-Riege.

Gleich vorneweg: die Herkunft des Spleens der roten Mütze, die Raphi wirklich auf jedem Bild und in jedem Video trägt, soll weiterhin das bestgehütete Geheimnis von Raphaela Henn, wie Rote Mütze Raphi eigentlich heißt, bleiben. Naja, vor allem steht sie der 19-jährigen Rapperin aus der Nähe von Koblenz auch einfach echt gut. Und es gibt deutlich miesere visuelle Alleinstellungsmerkmale.


Nominiert von DEUTSCHLANDRADIO NOVA

Jupiter Flynn

Jupiter Flynn (Foto: Pressefoto)

Manchmal braucht es nicht mehr als einen Song, um Leute seinem Talent zu überzeugen. Die Abiturientin Jupiter Flynn trifft mehr als nur einen Nerv.

„How do I meet people, when I’m not allowed outside?“ – die Mutter aller Fragen, die sich Menschen unter 30 in den letzten, viel zu vielen weirden Monaten gestellt haben. Überhaupt bringt dieser wunderbar einfache und doch so schwere Song „Difficult Times“ die absurde Verzweiflung unseres Way Of Life in Zeiten von Corona wie kaum ein anderer auf den Punkt.


Nominiert von FRITZ

Leepa

Leepa (Foto: Pressefoto)

Mit 21 Jahren hat LEEPA schon etliche Highs & Lows hinter sich. Musikalisch hingegen ging es für sie bisher immer nur bergauf.

 Wenn man im Alter von elf Jahren von der ländlich-bayerischen Idylle in der Nähe des Starnberger Sees in den Moloch Berlin hineingeworfen wird, dann kann das für einen frühen Teenager eigentlich nur destruktive Folgen haben. Auch Paulina Lösch, wie die 21-jährige LEEPA eigentlich heißt, litt spätestens mit Eintreten der Pubertät an den Spätfolgen dieses Kulturschocks. „So schön und spannend es in Berlin ist, so einfach ist es auch hier vom Weg abzukommen“, sagt LEEPA und man ahnt, in welche Abgründe sie in ihrer schweren Zeit geblickt hat.


Nominiert von MDR SPUTNIK

01099

01099 (Foto: Arida Flack)

Die Jungs aus Dresden sind nicht nur aufgrund ihres Bandnamens mittlerweile eine ziemlich große Nummer.

 Wenn es einen Track gibt, der zum Ausdruck bringt, wie sich Late-Teens und Early-Twens die Langeweile in den vom Lockdown geprägten Frühjahrsmonaten des Jahres 2021 vertrieben haben, dann ja wohl „Frisch“ – der Hit, mit dem irgendwie keiner gerechnet hat. Am wenigsten Gustav, Paul und Zachi. „Einfach passiert“ sei die Sache, sagen sie – natürlich via TikTok und einer krassen Eigendynamik. Aber der Track ist halt auch ein Brett: die Beats eher Synthie-Pop als Hip-Hop – dazu die schlau-verstrahlten Lyrics und eine Melodie, die einen Tage und Nächte überallhin verfolgt.


Nominiert von NJOY

Chuala

Chuala (Foto: hyesoochung)

Vollblutmusikerin auf einem wilden musikalischen Ritt durch alle Stilrichtungen moderner Popmusik

Gute Musik sei für sie, wenn man dazu „tanzen, weinen und Sex haben kann“, sagt Chuala. Und innerlich setzt man die Häkchen, denn tatsächlich würden die Songs ihrer aktuellen EP „Me & Chu“ einen wunderbaren Soundtrack zu allen drei Aktivitäten abliefern. Zum fiebrig-wilden „Wake Up!“ möchte man im Strobogeflacker eines Dancefloors zappeln - zu „Good Morning World“ vor Weltschmerz zerfließen – und zu „FMR“ (kurz für „Fuck Me Right“): nunja, erklärt sich von selbst.


Nominiert von PULS

Lienne

Lienne (Foto: Tibor Schrag)

Mit Power, Talent und einer klaren Message macht Lienne Mittelfinger-Pop mit absolut internationalem Format.

Vielleicht erweist es sich für die 21-jährige Augsburgerin Lienne ja im Nachhinein sogar als Segen, dass sie mit ihrem Song „Fuck You Very Much“ in diesem Jahr nicht im Finale des Eurovision Song Contest in Rotterdam angetreten ist. Denn der ESC erwies sich für die meisten deutschen Teilnehmer in den letzten Jahren als Sargnagel für die große Pop-Karriere. Ihr Song war in der Vorauswahl, erst in Deutschland – später dann sogar noch in Litauen. Auch da scheiterte Lienne mit ihrem Songwriter-Team knapp.


Nominiert von YOUFM

Jamin

Jamin (Foto: Pressefoto)

Was er macht, macht Jamin richtig. Nach erfolgreicher Basketballkarriere soll jetzt die Musikwelt erobert werden.

 Bis 2016 spielte Jamin Knothe Basketball – aber eben nicht nur auf dem Hinterhof, sondern quasiprofessionell. Als große Nachwuchshoffnung des Frankfurter Teams der Fraport Skyliners war er einige Zeit sogar in der Bundesliga aktiv. Einige Verletzungen aber werfen Jamin soweit zurück, dass er sich nach einem längeren Aufenthalt in San Diego entscheidet, die Profi-Karriere zu beenden.


Die Nominierten des New Music Award 2021 (Foto: MDR Sputnik/NMA)
Newcomer*in und Durchstarter*in des Jahres gesucht!
Um junge musikalische Talente zu unterstützen, wird bereits zum 14. Mal der New Music Award verliehen - und zum vierten Mal gibt es gleich zwei Preise zu gewinnen! Einmal den Preis für den besten Newcomer bzw. die beste Newcomerin und zweitens den Durchstarter bzw. der Durchstarterin des Jahres.