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Gebetstuch (Foto: pixabay)
Jüdische Feste und Feiertage

Es gibt im Judentum jede Menge Feste und Feiertage die über das ganze Jahr gefeiert werden. Einige kommen uns vielleicht bekannt vor, da sie Festen ähneln die auch in Deutschland gefeiert werden. Das Besondere ist aber, dass jüdische Feste und Feiertage immer bereits am Vorabend anfangen. UNSERDING hat für euch eine Übersicht zu den wichtigsten Festen im Judentum.

Der Sabbat

Der ruhigste Feiertag im Judentum findet auch am häufigsten statt. Von Freitagabend bis Samstagabend findet jede Woche der Sabbat statt. Es ist ein allgemeiner Ruhetag, an dem keine Arbeit verrichtet werden soll. Juden und Jüdinnen besuchen die Synagoge zum Gebet. Zum Abschluss des Gottesdienstes wird der sogenannte "Kiddusch gemacht", das ist ein Segensspruch über einen Becher Wein.

Feiert man den Sabbat zuhause, dann wird ein Teller mit zwei Broten auf den Tisch gestellt und die Sabbatlichter angezündet. Das alles muss vor dem eigentlichen Feiertag passieren, denn das Anzünden von Licht ist eine verbotene Tätigkeit am Sabbat.


Chanukka

Chanukka-Leuchter (Foto: pixabay)

Das Judentum feiert zwischen November und Dezember das Chanukka-Fest. Gefeiert wird die Befreiung des Jerusalemer Tempel durch die Makkabäer, im Jahr 164 v. Ch.. Nach einer Überlieferung fanden die Makkabäer nur einen unversehrten Ölkrug mit geweihtem Öl im ganzen Tempel. Das Öl reichte eigentlich immer nur für einen Tag, um den siebenarmigen Leuchter anzuzünden. Wie durch ein Wunder reichte es aber acht Tage, so dass in der Zeit wieder neues Öl hergestellt werden konnte. Daher zünden Juden heute noch jeden Tag ein Licht an.


Jom Kippur

Jom Kippur - der Versöhnungstag - ist der wichtigste Feiertag im jüdischen Kalender. Er bildet den Abschluss der zehn Bußtage und ist ein Tag der Reue, Buße und Umkehr.

Am Feiertag sind weder Essen noch Trinken erlaubt. Auch die Körperpflege, mit Ausnahme des Waschens von Händen und Augen, ist verboten. Streng gläubige Juden verrichten überhaupt keine Arbeit und verzichten auf Sex, Parfüm und Schmuck.

Nach dem Besuch des Gottesdienstes am Abend darf wieder gegessen werden. Die Mahlzeit wird als "Anbeißen" bezeichnet und hat einen festlichen Charakter.


Simchat Tora

Torarolle (Foto: pixabay)

Simchat Tora ist der Feiertag zu Ehren der Tora, der Heiligen Schrift der Juden. Am Feiertag werden die Torarollen durch die Synagoge getragen. Im Laufe eines Jahres lesen Juden die Tora im Gottesdienst einmal komplett durch. An Simchat Tora werden das Ende und auch gleich wieder der Anfang der Heiligen Schrift gelesen. Auf diese Weise kommt die Lesung nie zu einem Ende.


Sukkot

Sukkot, das Laubhüttenfest, erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die anschließende Wanderung durch die Wüste. Während dieser Zeit lebten die Israeliten in Laubhütten. Noch heute bauen Juden und Jüdinnen riesige Hütten und richten sie ein und schmücken sie. Wohnen muss man aber nicht mehr darin. Es reicht wenn man nur das Essen in der Hütte isst.


Purim

Karnevalsmaske (Foto: pixabay)

Purim ist ein Freudenfest im Judentum und ähnelt unserem Karneval. An diesem Feiertag ist e sogar erlaubt sich zu betrinken. Es gibt eine Menge Bräuche die jedoch regional unterschiedlich sind. Verbreitet sind Verkleidungen und Umzüge. An Purim gibt es sogar bestimmtes Essen, zum Beispiel 'Hamantaschen'. Das sind dreieckige, gefüllte Teigtaschen aus Kuchenteig.


Über dieses Thema hat auch in der UNSERDING-Morningshow mit Thurie und Jonas am 09.10.2020 berichtet.