Jan P. sitzt in Untersuchungshaft und schweigt. Einen eindeutigen Beweis, dass er Ayleen ermordet hat, gibt es zunächst nicht. Wer ist dieser Mann, der unter Verdacht steht, ein 14-jähriges Mädchen getötet zu haben?
Die Ermittler werten Handydaten aus, analysieren Chatverläufe und rekonstruieren das Leben des Verdächtigen. Schon mit 14 Jahren griff Jan P. ein elfjähriges Mädchen an und wurde später in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Nach seiner Entlassung sucht er erneut Kontakt zu Hunderten Minderjährigen - auch zu Ayleen. Warum schafft sie es nicht, sich von ihm zu lösen?
Am 21. Juli 2022 verschwindet die 14-jährige Ayleen aus Gottenheim bei Freiburg spurlos. Eine Woche später entdeckt die Polizei ihre Leiche im Teufelsee im hessischen Wetteraukreis, über 300 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt. Schnell hat die Polizei einen Tatverdächtigen, den 30-jährigen Jan P., einen vorbestraften Sexualstraftäter. Ayleen und Jan P. lernen sich drei Monate zuvor über Snapchat kennen. Wochenlang schreibt der Täter ihr tausende Nachrichten, an einem Tag sind es mehr als 800. Die Chats sind sexualisiert, fordernd und manipulierend. Immer wieder verlangt Jan P. Nacktfotos und Videos, setzt Ayleen psychisch unter Druck und droht, ihre Eltern zu informieren oder sich und ihrer Familie etwas anzutun, falls sie den Kontakt abbricht. Völlig verängstigt steigt Ayleen am 21. Juli in sein Auto. Ayleen ist nicht sein einziges Opfer. Jan P. hat über Jahre gezielt nach Minderjährigen gesucht und mit mehr als 600 Mädchen und jungen Frauen Kontakt aufgenommen, in über 30.000 Chats. Am 29. September 2023 verurteilt das Landgericht Gießen Jan P. wegen Mordes und versuchter Vergewaltigung zu lebenslanger Haft. Die Richterin erkennt die besondere Schwere der Schuld und ordnet anschließende Sicherungsverwahrung an.
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