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Das Wort "Support" auf Holybuchstaben (Foto: pixabay.com)
Probleme durch Corona: Wie können wir helfen?

Am 18. Mai dürfen Restaurants, Cafés und auch Kinos wieder öffnen. Vorher war das wegen der Coronapandemie lange Zeit nicht möglich. Das hat besonders die kleinen, regionalen Betriebe schwer getroffen, denn es kam ja kein Geld rein. Es gab aber viele Initiativen zur Rettung solcher Geschäfte.

Restaurants helfen: Essen bestellen

Restaurants sind geschlossen, am Samstagabend essen gehen ist nicht drin. Nur Abholung und Lieferservice sind erlaubt. Viele Restaurants fangen deswegen gerade an, ihr Essen auch online zu verkaufen. Und zwar nicht nur solche, die sowieso schon einen Lieferservice hatten, sondern auch Sterne-Restaurants machen mittlerweile mit.  Eine App soll das jetzt einfacher machen.

Einige Menschen stoßen miteinander an (Foto: pixabay.com)
Mit Freunden anstoßen im Restaurant: Hoffentlich bald wieder möglich

Lisa aus Kleinblittersdorf hat beim Hackathon der Bundesregierung mitgemacht. Ziel der Aktion war, Lösungen für Probleme zu finden, die die Coronakrise mit sich bringt. Also zum Beispiel auch das Pleite gehen kleiner Läden durch die  momentanen Schließungen. Es wurde in Teams gearbeitet, über 20.000 Menschen hatten sich angemeldet. Lisas Team hat die App „Lokalkauf“ entwickelt. Da können Händler ihre Produkte anbieten. Ausgeliefert werden die dann durch Taxifahrer, Logistikunternehmen oder andere Leute, die gerade eher weniger Betrieb haben als sonst. Die App soll in Kürze an den Start gehen.

Restaurants helfen: Gutscheine

Wenn euer Lieblingsitaliener nicht liefert, ihr aber trotzdem was unternehmen wollt, um ihm durch die Situation zu helfen, könnt ihr jetzt Gutscheine kaufen, die ihr dann nach den Ausgangsbeschränkungen dort ausgebt. Eine Website dafür heißt "Save your Locals". Hendrik ist einer der Gründer. Im Interview erzählt er, dass die Idee dafür aufkam, weil er und seine Partner selber unter der Coronakrise leiden.

„Wir haben eine App entwickelt, mit der man neue Restaurants in seiner Stadt entdecken kann. Und das geht natürlich gerade nicht. Wir bekommen aber mit, dass die Restaurants alle am strugglen sind. Deshalb haben wir in ein paar Tagen einen Shop und eine Seite zusammengebastelt, wo sich jeder anmelden kann, der von der Krise betroffen ist. Da können die Leute dann ihre Lieblingsläden unterstützen und dafür sorgen, dass es die auch nach Corona noch gibt.“ Die Seite richtet sich vor allem an Restaurants, die normalerweise keine Gutscheine verkaufen, die Abwicklung übernehmen dann Hendrik und sein Team.
Freunde sitzen im Café zusammen (Foto: pixabay.com)
Auch viele Cafés brauchen aktuell Hilfe

Wenn ihr euer Restaurant noch nicht auf der Seite findet, könnt ihr die Betreiber darauf aufmerksam machen. Auf der Seite können sie sich dann einfach in ein Formular eintragen, laut Hendrik dauert das nur zwei Minuten, dann können Gutscheine für sie gekauft werden. Hendrik und sein Team verdienen damit kein Geld, sie nehmen nur die Gebühren für Zahlungen über PayPal oder Kreditkarte landen bei ihnen, Provision kriegen sie nicht.

Saarländische Restaurants könnt ihr auch noch auf dieser Seite unterstützen, das Prinzip ist ähnlich. Unter saveyourlocalrestaurant.de könnt ihr nach Städten filtern und bekommt dann Restaurants angezeigt. Zum Beispiel sind das „Café Fredrik“, das „Herzenslust“ oder das „Masons“ aus Saarbrücken dabei, das „Restaurant Schießhaus“ aus Homburg oder das „Roemer“ aus Merzig. Auch hier könnt ihr online Gutscheine kaufen, dabei werdet ihr jeweils auf die Seite eures ausgewählten Cafés oder Restaurants geleitet. Auch diese Seite wurde laut Robert, dem Gründer, sehr schnell auf die Beine gestellt. Er möchte die Gastronomieszene, die das Leben im Saarland für ihn sehr prägt, am Leben erhalten.

Kinos helfen

Nicht nur Restaurants merken gerade, dass die Umsätze sinken. Auch für Kinos sind die Zeiten hart, denn der Kinobesuch ist verboten. Und ohne Gäste keine Einnahmen, klar. Dem Kino in eurer Nachbarschaft könnt ihr aber auch anders helfen. Unter www.hilfdeinemkino.de könnt ihr euch euer Lieblingskino aussuchen und Werbespots und Trailer ansehen.

Popcorn in einer Tüte (Foto: pixabay)
Popcorn in einer Tüte

Durch das Anschauen der Spots bekommt das Kino, das ihr ausgewählt habt, dann Geld. Robert vom Union Theater in Illingen bestätigt das. Sein Kino hat durch die Aktion schon Geld verdient, „Das hat uns natürlich sehr gefreut!“, sagt er im Interview.

Wer keine Lust auf Werbung gucken hat, seinem Kino aber trotzdem helfen will, kann auch direkt spenden.

Filme ausleihen

Unter https://www.kino-on-demand.com/ könnt ihr Filme digital ausleihen. Das Kino, das ihr auswöhlt, profitiert davon (zum Beipsiel ist das Kino achteinhalb aus Saarbrücken dabei) – und ihr selbst erhaltet bei jedem fünften Abruf einen Kinogutschein. D könnt ihr einlösen, sobald Kinobesuche wieder problemlos möglich sind! Ingrid vom Kino achteinhalb findet das Filmangebot dort gut: "Viele der dort verfügbaren Filme sind schon mal bei uns gelaufen."

Bei diesem Kino könnt ihr zum Beispiel auch Fördermitglied werden und mit einem monatlichenn Betrag das Kino unterstützen. Dafür gibt's Ermäßigungen beim Eintritt und Programmhefte.

Musikern und Veranstaltungsorten helfen

Um frei Musikerinnen und Musiker zu unterstützen und auch Veranstaltungsorten unter die Arme zu greifen gibt es diese Aktion:

Menschen auf einem Konzert (Foto: pixabay)
„Support your local Act“: Saarländische Künstler spielen Konzerte online
In „normalen“ Zeiten, also in solchen ohne Covd-19, gibt es am Wochenende überall Musik. Kleine und große Konzerte an ganz verschiedenen Orten – das gehört einfach dazu. Aktuell sind die natürlich alle abgesagt. Für die Musiker und Musikerinnen und für die Betreiber der Veranstaltungsorte bedeutet das auch: kein Geld. Helfen soll ihnen die Initiative „Support your local act, don´t forget your favourite location“.

Als Erntehelfer Spargel und Erdbeeren retten

Bald gibt es wieder Erdbeeren und Spargel frisch vom Feld. Ursprünglich hieß es, dass wegen der geschlossenen Grenzen auch Erntehelfer nicht einreisen dürfen. Diese Regelung wurde mittlerweile gelockert. 40.000 Saisonarbeitskräfte dürfen im April einreisen. Weitere 40.000 Im Mai. Dafür lässt Rumänien wieder Flüge zu.

Trotzdem könnt auch ihr euch melden, wenn ihe Lust habt auf dem Feld mitzuarbeiten: hier melden.

Erdbeeren in Pappschachteln (Foto: pixabay.com)
Bald ist wieder Zeit für frische Erdbeeren

Katharina aus Heusweiler ist die Chefin vom Erdbeerland. Auch sie sucht gerade Leute, die beim Spargel stechen mithelfen. Sie sagt, dass es zwar anstrengend wird und man fit sein sollte, außerdem darf man nicht gegen Wind und Wetter haben.

„Man muss also schon Bock drauf haben!“

Felder gibt’s im ganzen Saarland, wer also helfen will soll nicht quer durch’s Land fahren, sondern in der Nähe von zuhause eingesetzt werden. Dafür bekommt ihr natürlich auch Geld: Gezahlt wird der Mindestlohn, wer sich besonders gut anstellt kann einen Bonus bekommen.


Über dieses Thema wurde auch in den UNSERDING-Shows am 31. März 2020 berichtet.