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E-Scooter (Foto: picture alliance/Oliver Berg/dpa)
Nachhaltigkeit von E-Scootern

Die E-Scooter haben seit Ende Juni auch die Straßen im Saarland erobert. Überall wird gefahren oder geparkt. Viele benutzen die E-Scooter, weil sie nachhaltig sind, doch sind sie das wirklich? UNSERDING hat sich für euch informiert.


Klar ist, während einer Fahrt ist ein E-Scooter wirklich emissionsfrei. Die Frage nach der Nachhaltigkeit greift vor allem bei der Produktion und dem Aufladen.

Klimakiller Produktion

Eine Studie der University of North Carolina hat die Emissionsbilanz der E-Scooter berechnet. Untersucht wurde der CO2-Ausstoß von der Herstellung bis zur Nutzung. Dabei schnitten die Scooter mit etwa 88 – 126 Gramm CO2 pro Passagier pro Kilometer besser ab als ein Auto, aber schlechter als ein vollbesetzter Dieselbus.

Die Hälfte der Emissionen wird bei der Materialbeschaffung und der Herstellung freigesetzt. Die größten Energiefresser sind die Produktion der Aluminiumrahmen und der Akku der E-Scooter. Ein großer Teil der Scooter wird aktuell in China produziert, das heißt der Strom für die Produktion stammt hauptsächlich aus Kohlekraftwerken, was die CO2-Bilanz weiter ansteigen lässt.

Nach der Fahrt die Ladefahrt

Eure persönliche Fahrt mit einem E-Scooter ist emissionsfrei, aber nicht die Ladefahrten zu den Aufladestationen. Knapp 40 Prozent der Gesamtemissionen werden während des Transports in den Städten ausgestoßen. Hinzu kommt das Laden der E-Scooter. Diese werden noch nicht vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen.

Insgesamt also eher eine schlechte Nachhaltigkeitsbilanz. Doch die drei größten Anbieter von E-Scootern möchten daran was ändern und haben zehn Eckpunkte für mehr Nachhaltigkeit verfasst.

Die Zukunft soll grüner werden

Die drei größten Anbieter, zu denen auch der Anbieter der Saarbrücker E-Scooter gehört, haben gemeinsam zehn ökologische und soziale Verpflichtungen festgelegt. Damit möchten sie die Nachhaltigkeitsstandards in der E-Scooter Branche verbessern.

Folgende Punkte gehören dazu:

1.    Ab 2021 sollen bei der Produktion eines neuen E-Scooter mindestens 20% aus recycelten Materialen bestehen

2.    Die Zahlung von Löhnen soll ein geregeltes Auskommen garantieren

3.    Bis Ende 2021 sollen Elektrofahrzeuge zum Aufladen und zur Wartung benutzt werden

4.    Funktionstüchtige E-Scooter sollen nicht verschrottet werden. Kaputte Einzelteile sollen recycelt werden.

5.    Neue E-Scooter sollen nur mit austauschbaren Batterien angeschafft werden