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Schriftzug des Online-Unternehmen Amazon (Foto: picture alliance/Georg Wendt/dpa)
25 Jahre Amazon: Fakten zum Online-Riesen

Online-Shopping gehört seit längerem zu unserem Alltagsleben dazu. Ein "Big Player" ist definitiv Amazon. Während viele den Online-Händler feiern, gibt es auch kritische Stimmen gegen Amazon. UNSERDING hat interessante Fakten und Infos zum Online-Riesen.

Ursprünge im Kleinen

Vor 25 Jahren startete Jeff Bezos den Online-Handel Amazon. Wie Microsoft und Google startete Bezos sein Unternehmen in einer Garage in Seattle. Das erste Produkt das über die virtuelle Ladentheke ging war das Buch "Fluid Concepts and Creative Analogies", denn am Anfang war Amazon eine Online-Buchhandlung.

Bereits zwei Jahre später, 1997, ging Amazon an die Börse und verdiente in den ersten fünf Jahren 2,8 Milliarden US-Dollar. Anfang der 2000er ging der Online-Riese fast Pleite. Heute ist Amazon das wertvollste Unternehmen der Welt. 2019 stieg der Umsatz auf 280 Milliarden US-Dollar an.

In Deutschland macht Amazon 8 Prozent seines Gesamtumsatzes. Das ist nichts im Vergleich zu den USA, dort sind es 69 Prozent.


5 Fakten über Amazon und Gründer Jeff Bezos

1. Amazon-Chef Jeff Bezos ist der reichste Mann der Welt (geschätztes Vermögen: 166 Milliarden US-Dollar)
2. Amazon sollte eigentlich "Cadabra Inc." heißen. In Anlehnung an den Zauberspruch „abracadabra“
3. Das Geschäftskonzept von Amazon schrieb Bezos während einer Autofahrt
4. Jeff Bezos erster Nebenjob war in einem McDonald’s
5. In Zukunft möchte Amazon zusammen mit einem Start-Up eine Flotte von Roboter-Taxis entwickeln


Corona und Amazon

Während der Hochphase des Coronavirus erlebte Amazon einen wahren Boom. Durch die geschlossenen Geschäfte in den Städten kauften viele beim Online-Riesen. Das führte dazu, dass Bezos 10 Millionen Dollar pro Stunde verdiente. Allein in den USA stellte Amazon durch Corona 175.000 neue Mitarbeiter ein.

Kritische Stimmen gegen Amazon

Das Verhältnis zu seinen eigenen Mitarbeitern ist ein großer Kritikpunkt am Unternehmen. 2014 erhielt Jeff Bezos den Titel "Schlechtester Chef der Welt". Immer wieder berichten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von schlechten Arbeitsbedingungen und geringen Löhnen. Wer nicht die gewünschte Leistung bringt, dem droht die sofortige Entlassung. Sind die großen Tech-Unternehmen seit längerem bemüht, dem Personal eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu bieten, durch kostenloses Essen, Fitness- und Entspannungsräume, sieht es bei Amazon anders aus. Kostenloses Essen? - Fehlanzeige. Lediglich Bananen und Kaffee darf man sich so nehmen.

Und natürlich steht das Unternehmen immer wieder in der Kritik das Innenstadtsterben zu fördern. Denn wer alles online vom Sofa bequem vor die Tür geliefert bekommt, muss nicht mehr zwingend den Weg in die Innenstadt machen. Durch den enormen Einfluss Amazons wird bereits von der "Amazonisierung des Handels" gesprochen.

Zukunft von Amazon

Bisher ist kein Ereignis in Sicht, dass den Online-Riesen ins Wanken bringen könnte. Das zeigte allein das Coronavirus- herrschte überall Stillstand, blühte Amazon erst richtig auf. Trotz der Vormachtstellung im Online-Handel strebt Jeff Bezos nach mehr.

Im Juni stieg Amazon bei einem kalifornischen Start-Up ein, das sich auf autonomes Fahren konzentriert hat. Ziel soll es sein eine Flotte von Roboter-Taxis zu entwickeln, die die Pakete kostengünstig an die Kunden und Kundinnen liefern.

Der Einfluss Amazons wird in Zukunft wahrscheinlich weit über den bisherigen Online-Handel hinausgehen.