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Ein Mädchen schuat auf ihr Handy (Foto: pixabay.com/sweetlouise)
Süchtig nach Likes?

Das Handy vibriert, wir checken die Nachricht und können es dann nur schwer wieder aus der Hand legen. Dann ist ganz schnell mal eine halbe Stunde vorbei, in der wir nur durch unseren Instagram-Feed gescrollt haben. Warum zieht uns Instagram so sehr in seinen Bann?

Stories, Fotos, Videos – bei Instagram gibt es super viel zu entdecken. Und immer, wenn wir die App öffnen, ist etwas Neues dazu gekommen. Deswegen haben wir, wenn wir längere Zeit nicht online sind, oft FOMO: „Fear of Missing Out“. Diese Angst, etwas zu verpassen ist ganz normal. Denn wir wollen dazu gehören und deswegen wollen wir alles mitbekommen, was bei den Menschen um uns rum so abgeht. Und bei Instagram kann man das ja ziemlich easy checken.

Instagram ist schuld

Bei Instagram sind wir sogar besonders anfällig für FOMO. Denn die App selber ist so aufgebaut, dass sie uns richtig in ihren Bann zieht. Instagram hat quasi kein Ende. Selbst wenn die Accounts, denen wir folgen nichts Neues gepostet haben: Im „Entdecken“-Feed geht’s immer weiter. Und Stories laufen bei Instagram automatisch ab – wenn wir die erste anklicken, sehen wir direkt danach die zweite. Und so geht es immer weiter. Dass die Stories nur für 24 Stunden verfügbar sind, verstärkt nochmal unser Gefühl, vielleicht etwas zu verpassen.

Mehrere Apps auf einem Handy (Foto: pixabay.com/TeroVesalainen)

Belohnung für’s Gehirn

Bei jeder Benachrichtigung sofort zum Handy greifen – dabei erwischt man sich immer wieder. Kein Wunder, denn für unser Gehirn bedeutet ein Like = Glück. Wir fühlen uns dadurch bestätigt und unser Hirn sendet Glückshormone aus und wir fühlen uns gut.

Ab wann geht es zu weit?

„Nicht allein die Zeit am Handy bestimmt, ob jemand süchtig ist.“ sagt Dr. Bert te Wildt, Chefarzt von der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen. „Man muss auf bestimmte Symptome achten.“ Süchtig nach Social Media ist jemand dann, wenn sein Leben davon beeinträchtigt wird. Wenn zum Beispiel die Beziehungen zu Menschen im „real life“ leiden, wenn man Probleme in der Schule, der Uni oder dem Job hat, oder wenn man sich selbst vernachlässigt.