Menschen feiern vor einer Bühne (Foto: pixabay.com)
Sektor Heimat e.V.: Im Team durch Corona

Am 31. Dezember 2019 fand die letzte Party im Sektor Heimat. Seitdem ist es ruhig geworden am Osthafen. Wie die Mitglieder des Vereins mit der aktuellen Situation umgehen, darüber hat Franz von UNSERDING mit Sebastian vom Sektor Heimat e.V. gesprochen.

Seit 16 Monaten gab es keine Party mehr im Sektor Heimat. Vorher gab es alle 8 bis 12 Wochen Partys. Immer mit einem anderen Schwerpunkt und immer in „neuen Räumlichkeiten", da der Verein die Location jedes Mal neu umbaute. Der Verein aus 15 Mitgliedern arbeitet hauptsächlich ehrenamtlich und ist eng verbunden mit dem Silo, dem Thonet-Biergarten dem Tattoo Studio Dauphin Obscur.

Die Partys und der Club „Sektor Heimat“ ist dabei nur ein Teil des Ganzen und dient als Präsentationsfläche. Es gibt viele Kooperationen mit Kultureinrichtungen wie dem Theaterfestival Perspectives, dem Resonanzen Festival und vielen kleinen, einmaligen und unabhängigen Kulturangeboten. Immer stärker arbeitet der Verein mit der Stadt und dem Land zusammen, um Projekte zu verwirklichen. In Zukunft möchte sich der Verein als Stadt- und Kulturentwickler sehen, der Nachwuchs fördert.

Mehr Zusammenhalt durch Corona

Hätten die Mitglieder nicht bereits im Vorfeld eng zusammengearbeitet, dann ist Sebastian davon überzeugt, würde es den Sektor Heimat nicht mehr geben. Corona hat zwar Möglichkeiten aufgezeigt, die der Verein genutzt hat, aber auf der anderen Seite waren die Opfer - besonders finanziell- enorm. Nur mit der finanzielle Unterstützung durch die Corona-Hilfen, hätte es das Projekt Sektor Heimat nicht geschafft.

Hätten wir nicht davor viel privat gestemmt und viel ehrenamtliche Arbeit geleistet, dann wär das Projekt jetzt untergegangen

Wann es wieder weitergehen soll, weiß Sebastian nicht. Das Team möchte aber keine Partys veranstalten, die unter "Not-Konzepten" stattfinden.


Den Talk zum Nachhören:


Artikel vom 26. April.2021