Jemand überreicht ein Geschenk an jemand anderes (Foto: pixabay / Bob_Dmyt)
Lieferengpässe bei Weihnachtsgeschenken

Alle die ihre Weihnachtsgeschenke immer erst am 24. Dezember kaufen, müssen jetzt stark sein, denn in diesem Jahr kann es zu Lieferengpässen kommen. Warum das so ist und ob ihr jetzt schon in die Geschäfte stürmen müsst, verraten wir euch hier.


Keine Geschenke durch Lieferengpässe?

Es sind nicht mehr zwei Monate bis Weihnachten und bereits jetzt werden manche Artikel knapp. Der Grund sind Lieferengpässe und stockende Lieferungen aus Asien. Besonders betroffen sind in diesem Jahr Fahrräder. Fahrradhändler klagen über zu wenig Nachschub bei Einzelteilen für die Endmontage in Deutschland. Ein weiterer Nachteil der Lieferengpässe: das Angebot an günstigen Fahrrädern ist kleiner geworden, dadurch steigen die Preise.

Viele weitere Branchen betroffen

Nicht nur Fahrradhändler klagen über Nachschubprobleme, sondern eine ganze Reihe weiterer Branchen unter anderem Baumärkte, Elektronik- und Möbelhändler. Alle die Elektronik-Artikel - egal in welcher Form - verschenken möchte, sollten jetzt bereits ihre Geschenke kaufen. Denn Computer-Chips sind seit Monaten knapp und sorgen immer wieder für stillstehende Produktionen.

Ein Smartphone (Foto: picture alliance/dpa | Britta Pedersen)
Auch Smartphones könnten in diesem Jahr in den Geschäften knapp werden.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät besonders bei Wunsch-Geschenken, die es jetzt noch gibt, zuzugreifen. Panikkäufe sind allerdings nicht angebracht. Vergleicht lieber vorher sowohl online als auch beim Händler vor Ort die Preise. Denn besonders im Internet wird schon kräftig an der Preisschraube gedreht.

Knappe und teure Adventskalender

Auch Adventskalender sind von den Lieferengpässen betroffen. Hier kommt es aktuell zu Verzögerungen von zwei bis drei Wochen. Gerade bei Adventskalendern, die am 1. Dezember da sein sollten, sind diese Verzögerungen für die Händler ein großes Problem.

Jutesäckchen mit Nummern - ein Adventskalender (Foto: pixabay/congerdesign)
Mit selbstgemachten Adventskalendern seid ihr auf der sicheren Seite.

Da viele Adventskalender selbst oder zumindest deren Inhalt in Asien gefertigt werden und per Schiff transportiert werden, können die Preise für manche Adventskalender in diesem Jahr steigen. Denn sowohl die Preise für Schiffscontainer als auch die Rohstoffpreise sind gestiegen.

Buchpreise in Zukunft teurer

Wer an Weihnachten gerne Bücher verschenkt, kann in diesem Jahr nochmal Aufatmen, denn in Zukunft werden Bücher sehr wahrscheinlich teurer werden. Papier ist knapp geworden und die Preise von Altpapier für die Bücherherstellung um 75 Prozent gestiegen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gibt für dieses Jahr Entwarnung. 2023 kann es dann jedoch zu Preissteigerungen kommen.


Artikel vom 03.11.2021.