Luftaufnahme von Wittlich in Rheinland-Pfalz (Foto: Michael Bach)
So heftig ist das Hochwasser in Deutschland

Nach dem schlimmen Unwetter in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist die Lage extrem: Überflutete Straßen, Häuser stürzten ein und Anwohner müssen aus ihrem Zuhause fliehen. Auch in Bayern und Sachsen gab es heftige Unwetter und schwere Überschwemmungen am Wochenende. Laut Polizei starben bisher mehr als 170 Menschen in Deutschland. Weiterhin werden noch Personen vermisst. Wie ihr helfen könnt und viele weitere Infos rund um das Hochwasser findet ihr hier.

Update von den Aufräumarbeiten in Ahrweiler

Aaron vom saarländischen THW ist momentan in Ahrweiler im Einsatz. Er erzählt im Interview, dass viele Anwohner immer noch kein Trinkwasser und keinen Strom haben. Notfall-Arztpraxen werden nach und nach eingerichtet.

Weiterhin sucht das THW nach Vermissten und versucht Wege und Zugänge zu den Orten zu schaffen. Auch die Bundeswehr ist vor Ort im Einsatz.

Update vom 21. Juli: Aaron vom THW ist vor Ort in Ahrweiler und erzählt, was sie dort gerade tun und wie schlimm die Verwüstung aussieht.
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Update vom 21. Juli: Aaron vom THW ist vor Ort in Ahrweiler und erzählt, was sie dort gerade tun und wie schlimm die Verwüstung aussieht.

Mit Aaron zusammen sind THW-Kollegen im Einsatz, die teilweise schon seit 40 Jahren bei der THW sind und einige Hochwasser-Einsätze hatten. Auch sie sagen, dass sie noch nie so einen heftigen Einsatz hatten wie gerade. Aaron erklärt außerdem, wie heftig es vor Ort aussieht:

Häuser wurden teilweise inklusive Bodenplatte weggespült. Es gibt hier Ortschaften, die gibt es nicht mehr. Die sind einfach weg. Da gibt es nur noch Schlamm und Geröll

So könnt ihr helfen

Geldspenden:

Wenn ihr den Menschen helfen wollt, dann könnt ihr das beispielsweise über die Aktion Herzenssache tun und dort spenden. Außerdem findet ihr beispielsweise beim SWR und auch beim WDR Spendenkonten von verschiedenen Organisationen.

Innenminister Klaus Bouillon hat die Saarländer dazu aufgerufen zu helfen und vor allem Geldspenden zu senden. Das saarländische Innenministerium nennt dazu beispielsweise diese Spendenkonten:

Spendenkonto für Feuerwehrangehörige, Landesfeuerwehrverband RLP gemeinsam mit THW-Stiftung:
IBAN: DE86 5765 0010 0020 0135 95 - Kreissparkasse Mayen

Spendenkonto 'Hochwasser' bei der Kreissparkasse Ahrweiler:
IBAN: DE86 5775 1310 0000 3394 57, BIC: MALADE51AHR

„Aktion Deutschland Hilft e.V.“, ein Bündnis deutscher Hilfsorganisationen bei der Bank für Sozialwirtschaft:
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC BFSWDE33XXX


Sachspenden:

Da die Hilfbereitschaft für die Opfer der Hochwasserkatastrophe so hoch war, werden an vielen Sammelstellen keine Sachspenden mehr angenommen. Die Lager der Anlaufstellen sind voll.


Selbst vor Ort helfen:

Wenn ihr selbst vor Ort helfen wollt, dann könnt ihr euch bei dem DRK Trier-Saarburg melden:

  • Telefon: (06501) 9292-0 
  • Mail: info@kv-trier-saarburg.drk.de

Die koordinieren dann, wo ihr hingeschickt werdet und was ihr vor Ort machen könnt. Ihr dürft auch am Telefon angeben, wenn ihr in einem bestimmten Gebiet helfen wollt.


Saarländer vor Ort im Einsatz

76 Helfer der DLRG aus den Kreisen Saarlouis, Saarbrücken und St. Wendel sind in Rheinland-Pfalz im Einsatz. Zwischen 60-80 Personen haben sie aus Wohnungen, Häusern und von Dächern gerettet. Wir haben mit Einsatzleiter Tobias Wagner über die Arbeit vor Ort geredet:

Interview mit dem DLRG-Einsatzleiter Tobias Wagner (16. Juli 2021)
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Interview mit dem DLRG-Einsatzleiter Tobias Wagner (16. Juli 2021)


THW hilft bei Aufräumarbeiten

Carsten vom THW St. Ingbert ist in Ahrweiler im Einsatz. Er schätzt, dass sie noch einige Wochen vor Ort helfen werden. Vor Ort ist es immer mal wieder stressig, aber die Einsatzkräfte arbeiten gut zusammen, denn die "meisten sind sehr umgänglich und verständnisvoll" so Carsten.

Es sind ja teilweise ganze Ortschaften niedergemacht worden und die Leute stehen einfach vor Nichts. Dass denen dann wenigstens geholfen wird, finde ich einen riesen Schritt.

Die betroffenen Orte sind dankbar, dass aus großen Teilen Deutschlands Unterstützung kommt. Viele freuen sich und winken, wenn sie die Einsatzkräfte sehen. Der größte Erfolg für Carsten ist, dass eine Struktur bei den Aufräumarbeiten geschaffen wurde. Dadurch können sich die Leute gezielt melden, wenn sie helfen möchten oder auch Bescheid geben, wenn sie Hilfe brauchen.


Unwetterkatastrophe in Westdeutschland und den Nachbarländern

Personen waten durch das Hochwasser. Sie stehen bis zur Brust im Wasser. (Foto: picture alliance/dpa/BELGA | Bruno Fahy)
So sah es in den betroffenen Regionen aus
Die Hochwasserkatastrophe hat für Zerstörungen in Westdeutschland und den Nachbarländern gesorgt.


EU bietet Hilfe an

Auch die Europäische Union hat auf die Unwetterkatastrophe reagiert:

Tweet von ursula von der Leyen zu den Unwettern in Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg (Foto: Twitter/@vonderleyen)

"Die EU ist bereit zu helfen", twittert EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Über den Europäischen Zivil- und Katastrophenschutz könnten die Länder Hilfsmaßnahmen anfordern.

Weitere Infos zu dem Hochwasser


Update vom 19. Juli 2021