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Smart Home (Foto: pixabay.com)
Smart Living: Stadtteile verknüpfen

„Alexa, mach das Licht im Bad an!“ Für viele ist das mittlerweile schon Standard, vielleicht ist auch euer Haus oder die Wohnung schon smart. In Zukunft soll noch mehr gehen: Nicht nur Geräte, sondern ganze Gebäude könnten miteinander verknüpft sein. Wir haben das Konzept „Smart Living“ gecheckt.

„Wenn in der Wohnung über meiner ein Wasserschaden auftritt, werde ich darüber informiert.“

Das ist für Simon Hagen ein Beispiel von „Smart Living“. Simon ist am Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz, das auch in Saarbrücken einen Standort hat. Er beschäftigt sich dort mit dem Konzept vom Smart Living.

Wenn er das Thema erklären will, beginnt er beim Smart Home: „Das kennen sicher viele. Man hat viele Geräte, die man in der Wohnung verbauen kann: Glühbirnen, Heizkörper, Thermostate. Die kann man über das Smartphone ansteuern. Und zum Teil erkennen sie sogar schon selbst wenn das Fenster geöffnet wird, und die Heizung schaltet sich automatisch ab.“

Brennende Glühbirne (Foto: pixabay)

Das Problem damit sei aber, dass die Geräte aber noch nicht „miteinander sprechen“. Smart Living geht einen Schritt weiter. Gemeint ist damit, dass versucht wird, „die Geräte und die damit zusammenhängenden Dienste zu verbinden.“ Und das nicht nur innerhalb einer einzelnen Wohnung, sondern über ganze Gebäude hinweg. So soll es auch funktionieren, dass jeder vom Wasserschaden weiß.

Ganze Stadtteile verknüpfen

In Berlin läuft gerade ein Projekt, in dem der Gedanke vom Smart Living verfolgt wird. Dort wird ein ganzer Stadtteil nach diesem Prinzip gebaut. Aber auch in anderen Orten Deutschlands ist das bereits Thema, so Simon.

Ein großer Vorteil ist seiner Meinung nach die Entlastung im Alltag. „An viele Dinge müssen wir nicht mehr unbedingt selbst denken. Die Wohnung reagiert ohne uns auf gewisse Umstände.“ Außerdem spricht Simon von einer erhöhten Sicherheit. Ein Beispiel: „Wenn jemand stürzt und das erkannt wird, wird automatisch Hilfe gerufen.“ Und auch im Thema Entertainment sieht er Vorteile, Smartspeaker, die mit dem Streamindienst verbunden sind, seien erst der Anfang.

Außerdem sieht Simon Smart Living als Chance im Kampf gegen den Klimawandel. „Der betrifft uns alle und wird das auch in Zukunft stark tun. Durch Entwicklungen wie Smart Living können wir ihm aktiver entgegenwirken.“ Denn der Energieverbrauch könne besser reguliert und so auch reduziert werden.

Ist das sicher?

Smart Home (Foto: pixabay.com)

Das Thema Sicherheit ist natürlich auch in anderem Kontext ein wichtiges in Bezug auf Smart Living. Simon erklärt, dass die Entwicklung auf technischer Seite immer weiter fortschreitet, wenn es um den Schutz vor Hackerangriffen geht. „Mit Ansätzen wie der 2-Faktor-Authentizifierung kann man Angriffen schon zu einem gewissen Grad entgegenwirken.“ Bei der Angst vor Datenmissbrauch geht es für ihn vor allem darum, die Leute aufzuklären: „Man muss dem Nutzer erklären, wie alles zusammenhängt. Wer nutzt meine Informationen, wie kann ich Zugriffsmöglichkeiten verteilen und auch wieder zurückziehen?“

Wie geht es weiter mit Smart Living?

„Es kann nicht von heute auf morgen fliegenden Auto geben, da sind viele Entwicklungsschritte notwendig. Das gilt auch für Smart Living.“ Wann es soweit sei, sagt Simon, ließe sich schwer vorhersagen. Seiner Meinung nach ist die aktuell spannendste Entwicklung, bei der man auch schon Ergebnisse sieht, dass die Dinge immer unsichtbarer für uns werden. „Früher hatten wir einen ganzen Schrank voll mit CDs, mittlerweile nur noch das Smartphone zum Streamen.“


Jonas: Leben im Smart Home

Jonas über sein Smart Home
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Jonas über sein Smart Home
Im Zuhause von UNSERDING-Moderator Jonas ist auch schon einiges smart. Wenn er zum Arbeiten im UNSERDING-Studio ist, kann er einige Dinge in seinem Zuhause von dort aus steuern. Was genau hört ihr hier.


Über dieses Thema wurde auch in der UNSERDING-Morningshow mit Thurie und Jonas am 20. November 2020 berichtet.