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Symbolbild: Online-Shopping (Foto: pixabay)
Rechte beim Online-Shopping

Online-Shopping geht schnell, ist mit einem Klick erledigt und häufig auch noch günstig dazu. Mit der Ankunft des Pakets kommt aber auch manchmal die Enttäuschung - die Hose passt nicht, oder sie sieht ganz anders aus, als auf dem Foto im Online-Shop. Welche Rechte haben Kunden dann? UNSERDING hat für euch die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Seriöse Gütesiegel erkennen:

Es ist immer sinnvoll, sich an offiziellen Gütesiegeln zu orientieren. Es gibt allerdings kein einheitliches Siegel für Online-Shops. Sollten auf der Webseite die Siegel von Trusted Shops, internet privacy standards, EHI Geprüfter Online-Shop oder S@fer Shopping sein, dann könnt ihr den Online-Shops in der Regel trauen. Doch auch hier gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ein Gütesiegel kann sich jeder Shop auf seine Webseite einbauen. Nur gültig ist es erst, wenn ihr mit einem Klick auf das Siegel auf die  Internetseite des Gütesiegelbetreibers weitergeleitet werdet. Dort muss das gültige Prüfzertifikat zum besuchten Online-Shop erscheinen.

Felix hat das Startup Authorized.by gegründet, das sich mit Markenschutz im Internet beschäftigt. Authorized.by soll uns Käufern dabei helfen, nicht auf falsche Anbieter im Internet reinzufallen. Im UNSERDING-Interview erzählt Felix, wie das genau funktioniert.

Felix von Authorized.by
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Felix von Authorized.by
Online-Shopping geht schnell, ist mit einem Klick erledigt und häufig auch noch günstig. Mit der Ankunft des Pakets kommt aber auch manchmal die Enttäuschung. Auch viele Fakeshops gibt es im Netz. Felix hat das Startup Authorized.by gegründet, das sich mit Markenschutz im Internet beschäftigt.


Zahlungsmethoden im Internet:

Kartenzahlung Online-Shoppping (Foto: pixabay)

Grundsätzlich habt ihr als Kunde kein Recht auf die Wahl einer bestimmten Zahlungsart. Die sicherste Zahlungsmethode ist der Kauf auf Rechnung. Denn bekommt ihr dann die falsche Ware geliefert, dann müsst ihr eurem Geld danach nicht hinterher rennen. Eine Rechnung müsst ihr erst nach Erhalt der Ware zahlen. Anders ist es bei der Zahlung mit Kreditkarte, dann müsst ihr zuerst bezahlen und bekommt dann die Ware. Das heißt ihr müsst euer Geld vom Online-Shop zurückfordern, wenn beispielsweise die gelieferte Kleidung nicht passt.


Fake-Shops erkennen:

Es gibt mehrere sinnvolle Ansatzpunkte, wie ihr einen Fake-Shop erkennen könnt:

Handy mit geöffneter Website (Foto: pixabay)

1. Die URL: Wichtig ist, dass die Domain mit "https://" beginnt und ein grünes Vorhängeschloss am Anfang der Adresszeile steht.

2. Gütesiegel: Kontrolliert wie oben beschrieben die Vertrauenswürdigkeit der Gütesiegel.

3. Der Preis: Hinterfragt immer, ob der angebotene Preis wirklich realistisch ist. Ist das Produkt in anderen Shops deutlich teurer oder nicht mehr verfügbar, dann kann es sich um einen Fake-Shop handeln.

4. Der Bestellbutton: In Onlineshops muss vor dem Abschluß der Bestellung stehen "Zahlungspflichtig bestellen", "Jetzt kaufen" oder "Zahlungspflichtig buchen". Wenn dort stattdessen nur "Weiter", "Anmelden" oder "Weiter" steht, kann es sich um einen Fakeshop handeln.

5. Kundenbewertungen: Vertraut nicht nur den Kundenbewertungen auf der Seite des Online-Shops, sondern kontrolliert immer auch die Bewertungen in anderen Foren oder Bewertungsportalen.


Was tun, wenn das Paket nicht ankommt?

Geht euer Paket auf dem Postweg verloren, dann könnt ihr nicht verlangen, dass euch die Ware wieder zugesendet wird. In dem Fall müsst ihr aber auch nichts bezahlen. Der Verkäufer darf das Geld nur fordern, wenn das Paket nachweislich den Empfänger erreicht hat. Empfänger könnt ihr selbst sein, aber auch Familienangehörige oder Person die bevollmächtigt sind eure Pakete anzunehmen. Stellt der Paketdienst euer Päckchen einfach vor der Tür ab und es wird geklaut, dann müsst ihr den Kaufpreis nicht bezahlen.


Schutz und Verwendung von Kundendaten

Grundsätzlich sollten Online-Shops eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen, dadurch wird es Unbefugten oder auch Hackern erschwert Daten mitzulesen. Es ist gesetzlich nicht klar geregelt wer haftet wenn Viren übertragen werden oder Unbefugte an persönliche Daten gelangen. Informationen zur Handhabung des Online-Shops findet ihr häufig in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oder auch den Erklärungen zum Datenschutz.

Symbolbild: Kundendaten (Foto: pixabay)
Symbolbild: Kundendaten

Die Speicherung von persönlichen Daten ist im Internet bereits zum Geschäftsmodell geworden, den Käuferdaten sind begehrt. Gibt man beispielsweise bei einem Bestellvorgang in einem extra Feld seine Interessen an, dann wird man für weitere Werbesendungen einer entsprechenden Zielgruppe zugeordnet. Es gibt bereits Anbieter, die Kunden Geld anbieten, wenn sie ihre persönlichen Daten wortwörtlich "verkaufen".


Über dieses Thema wurde auch in den UNSERDING-Shosw am 7. Juli 2020 berichtet.