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Eine junge Frau in einer Großstadt (Foto: pixabay.com/Free-Photos)
Fettnäpfchenpotenzial auf Reisen

Reisen: Super. Mal was Neues sehen, andere Kulturen und Menschen kennenlernen: Mega. Dabei kann man aber auch ganz schön ins Fettnäpfchen treten – nämlich dann, wenn Sitten und Bräuche von und ganz anders verstanden werden, oder wenn Dinge, die in Deutschland völlig normal sind, im Reiseland gar nicht gehen. Einige Beispiele findet ihr hier.

Verwirrende Verbeugung

Annika aus dem UNSERDING-Team sagt selbst, dass ihr zweiter Vorname „Peinlich“ lauten sollte – zumindest bei ihrer Ankunft auf Bali in Indonesien hat sie sich so gefühlt. Am Flughafen wurde sie dort von jemand begrüßt, der sich vor ihr verbeugen wollte. „Also dieses: zusammengefaltete Hände und kurzes Verneigen“.  Annika dachte aber, dass er ihr die Hand geben wollte. „Ich war dann so: ‚Hi, nice to meet you!‘ Und hab halt seine Hand genommen und geschüttelt. Er war völlig verwirrt.“

Reiseterrassen auf Bali, Indonesien  (Foto: pixabay.com/DaFranzos)
Reiseterrassen auf Bali, Indonesien

Das Händeschütteln, wie wir es in Europa kennen, ist in Indonesien weitgehend unbekannt. Funfact: Ein freundschaftliches Klopfen auf die Schulter kann dort als herablassend oder sogar beleidigend empfunden werden!

Wie man sich in Portugal ganz schnell unbeliebt macht...

…hat uns Portugiese Carlos erzählt! „Überall in Portugal gibt es eine Regel: Sprich niemals schlecht über Christiano Ronaldo.“ Es geht aber noch mehr als sich nur unbeliebt zu machen: „Wenn du dann noch sagst, Messi ist besser als Christiano Ronaldo, dann bist du richtig am A*sch.“

Fußballer Christiano Ronaldo (Foto: picture alliance/Fabio Ferrari/Lapresse/Lapresse via ZUMA Press/dpa)
Gegen Christiano Ronaldo sagt man in Portugal besser nichts

Also merken: Fußball ist vielleicht oft ein guter Eisbrecher um ins Gespräch zu kommen – in Portugal solltet ihr ganz vorsichtig sein, was ihr sagt!

Naseputzen – daran scheiden sich die Geister

Was hier vielleicht nicht als besonders schön, aber als total normal gilt, ist in anderen Ländern ein totales No-Go: sich die Nase zu putzen. In der Türkei sollte man sie sich niemals in der Öffentlichkeit putzen, das gilt als extrem unhöflich! Besonders im Restaurant sind die anderen Gäste dann richtig angewidert- fast so, als würde man in Deutschland einfach mal laut pupsen.

In Japan bittet man wegen einer laufenden Nase, die geputzt werden muss, um Entschuldigung. Und dann putzt man sie sich auch nur im Privaten auf der Toilette. Auch in Vietnam ist es nicht gern gesehen – aber ständiges (und lautes) Nase hochziehen in der Öffentlichkeit geht dort voll klar.

Eine Frau putzt sich die Nase (Foto: pixabay.com/nastya_gepp)
Nase putzen: In manchen Ländern extrem unhöflich

Den König mit Füßen treten

Was macht ihr, wenn ihr eine Euromünze fallen lasst und sie euch wegrollt? Logisch, Fuß drauf, Münze stoppen, wieder aufheben. In Thailand riskiert ihr damit eine Geldstrafe oder sogar schlimmeres! Denn auf Geldmünzen und –scheinen ist da ein Foto des Königs abgedruckt. Für viele Menschen dort ist er der wichtigste und sogar beliebteste Mensch des Landes. Die Füße gelten als schmutziges Körperteil. Deswegen: Hechtet eurem Geld lieber anders hinterher!


Über dieses Thema wurde auch in der UNSERDING-Morningshow mit Thurie am 21. Februar 2020 berichtet.