UnserDing Scratch Logo
Strohhälme (Foto: dpa / Patrick Pleul)
Auf Plastik verzichten

Auf Plastik verzichten - wie einfach oder schwer ist das eigentlich? Wir haben mit jemand gesprochen, der testweise probiert hat, komplett auf Plastik zu verzichten. Außerdem haben wir Tipps für euch, wie ihr euren Plastikmüll im Alltag verringern könnt.

Plastik gibt es fast überall: Tetra Paks, Shampoos oder Gemüse im Supermarkt. Was der sorglose Konsum von Plastik anrichtet zeigt sich an den Meeren dieser Welt: Mehr als 100 Millionen Tonnen Plastikreste schwimmen im Meer herum und zerstören die Umwelt. Die EU versucht auf dieses Problem zu reagieren und will Einmalprodukte aus Plastik verbieten. Dazu sollen unter anderen diese Produkte gehören:

Plastikgeschirr (Foto: dpa / Patrick Pleul)

  • Einweg-Plastikgeschirr und -besteck
  • Strohhalme
  • Plastikhalterungen für Luftballons
  • Wattestäbchen aus Plastik

Ein paar einfache Tipps, wie auch ihr im Alltag Plastik sparen könnt, haben wir hier für euch.


Einweg-Kaffebecher (Foto: dpa / Gregor Fischer)

Auf dem Weg zur Schule, Uni oder Arbeit

  • Den Coffee-to-go statt im Pappbecher im eigenen wiederverwendbaren Thermobecher mitnehmen! Tipp: Wer es nicht ganz so eilig hat: Den Kaffee einfach mal ganz in Ruhe trinken, sich gemütlich hinsetzen und den morgendlichen Wachmacher aus der Tasse genießen - schmeckt sowieso besser ;)

  • Im Saarland gibts dazu die Aktion Becherheld, mit der ihr Geld spart, weil ihr euch euren eigenen Becher auffüllen lasst - übrigens auch in allen Cafés der Uni.

  • Das Pausenbrot nicht in Frischhaltefolie, Alufolie oder Plastiktüten verpacken. Stattdessen einfach eine Brotdose aus Edelstahl oder Glas mitnehmen - Das spart außerdem nicht nur Plastik sondern auf Dauer auch noch Geld.


Gemüse (Foto: dpa / Daniel Karmann)

Beim Einkaufen

  • Einfach einen Stoffbeutel oder Rucksack zum Einkauf mitnehmen und schon kann man sich den Griff zur Plastiktüte an der Kasse sparen.

  • Zum Gemüse und Obst ohne Plastik und ohne unnötige Verpackungen greifen.

  • Fertiggerichte meiden: Diese sind meistens doppelt und dreifach verpackt und produzieren dadurch jede Menge Verpackungsmüll.

  • Auch bei Milch, Joghurt und co lässt sich Plastik sparen, indem man Produkte in Mehrweggläsern und Flaschen kauft.

Eine Schaufensterscheibe mit dem 'Refill'-Aufkleber (Foto: Simin Sadeghi)
sr.de
Trinkwasser-Tankstationen
2015 hatte die Initiative „City to Sea“ aus Großbritannien eine Idee: Um die riesigen Mengen an Einweg-Trinkverpackungen einzudämmen, animierten sie Geschäfte und Einzelhändler, leere Plastikflaschen auf Nachfrage kostenlos aufzufüllen. Ein Jahr später war die Idee bereits in Hamburg angekommen, nun gibt es auch in Saarbrücken die ersten „Trinkwasser-Tankstationen“.


Plastikflaschen (Foto: dpa / Daniel Bockwoldt)

Zuhause

  • Wer schon morgens im Bad Plastik sparen will, kann einfach zur Holzzahnbürste greifen und Naturseifen für Körper, Haare und Hände benutzen, die nicht in Plastikverpackungen abgefüllt sind. Für alle, die nicht ganz auf Plastik im Bad verzichten können, eignen sich auch Nachfüllpackungen: Die bestehen zwar aus Plastik, reduzieren den Verpackungsmüll aber zumindest.

  • Für Mädels: Statt Wegwerf-Abschminkpads könnt ihr wiederverwertbare, waschbare Abschminktücher nutzen. Die gibt es mittlerweile von diversen Anbietern. Und nicht nur da könnt ihr Müll sparen - mit Menstruationstassen könnt ihr Tampon- und Slipeinlagenmüll vermeiden. Die Tassen kosten rund zwölf Euro, klingt ersmtal teuer, dafür könnt ihr sie zehn bis zwölf Jahre lang benutzen.

  • In der Küche helfen einfach Schraubgläser zur Aufbewahrung Plastikmüll zu reduzieren. Und statt Plastikgeschirr beim Kochen zu verwenden, einfach den guten alten Holzlöffel von Oma benutzen.

  • Statt Papiertaschentücher zu benutzen, wären Stofftaschentücher eine Alternative. Wer das aber nicht besonder hygienisch findet, der kann sich zuhause eine Spenderbox aufstellen. Am besten natürlich aus Recycling-Papier. Das gilt auch für Toilettenpapier. Denn das spart im Vergleich zu neuproduziertem Papier bis zu 70 Prozent Wasser, 60 Prozent Energie und 2,4 Kilo Holz pro Kilo Papier.


Ein Karton mit Einkäufen ohne Plastikverpackung (Foto: SR/Mark-André Kruppa)
Leben ohne Plastik – Ein Selbstversuch
Ist es möglich, seinen Alltag ohne Plastik zu gestalten oder zumindest keinen Plastikmüll zu produzieren? Wo wir doch vom eingepackten Brot bis hin zum Online-Shopping in fast jedem Lebensbereich Kunststoffabfälle produzieren. Mark-André Kruppa hat im Selbstversuch getestet, wie und ob es möglich ist, plastikfrei zu leben.

Plastiktüte im Ozean (Foto: dpa)
Kampf dem Plastikmüll
Millionen Tonnen von Plastikmüll verschmutzen bereits unsere Ozeane. Die erste UN-Ozeankonferenz befasst sich derzeit mit den Schutz der Weltmeere. Doch jeder kann jetzt schon seinen Beitrag leisten, zum Beispiel 'unverpackt' einkaufen oder ganz ohne Plastik leben...