UnserDing Scratch Logo
Ein Bild von Moderator Jonas auf einem Foto vom Wald (Foto: SR)
Orientierung lernen - Tipps vom Experten

UNSERDING Morningshow-Moderator Jonas will was für’s Leben lernen: Orientierung. Deswegen hat er sich im Wald aussetzen lassen. Dort hat er es aber gut rausgeschafft. Und ist erstmal in Wittersheim agekommen. Von dort aus hat er sich auf dem Weg gemacht, eine Buslinie zu finden, die ihn zurück auf den Halberg bringt. Wie lange er dafür braucht? Wir halten euch auf dem Laufenden.

Für Peter bedeutet „Survival“ weniger die wörtliche Übersetzung „Überleben“ sondern eher „Leben mit der Natur“. Es ist für ihn ein Hobby aus Leidenschaft. Die längste Zeit, die er draußen gelebt hat, waren einmal 14 Tage: In dieser Zeit war er allein draußen allein in der Wildnis und hat sich von der Natur ernährt. Währenddessen wollte er auch so wenig Kontakt zu anderen Menschen haben, wie möglich. Im Winter packt er sich für solche Aktionen eine Ausrüstung zusammen, im Sommer bestand die aus Wasserflasche und Messer.

Survial-Tipps für Jonas
Audio
Survial-Tipps für Jonas
Für seinen Trip in die Wildnis hat Survival-Experte Peter für Jonas ein paar Tipps, um ohne Kompass und GPS seinen Weg zurück ins Studio finden. Unter anderem soll er versuchen bergab zu laufen und Wasser zu finden.

Für Jonas hat er verschiedene Tipps parat. Als erstes sollte Jonas sich ins Gedächtnis rufen, dass Survival nicht bedeutet, Risiken einzugehen, sondern sie zu vermeiden und zu minimieren. Dafür empfiehlt Peter das AZB-Pack: Das Allzeit-bereit-Pack.

AZB-Pack:

Ins AZB-Pack gehören nur zwei Dinge:

  • Rettungsdecke
  • Wasserflasche mit Trinkwasser (im Saarland gibt es viele Brunnen – wenn „Trinkwasser“ dransteht, kann Jonas sie dort auffüllen)

Erste Schritte

Damit Jonas im Wald dann nicht einfach blind losläuft, empfiehlt Peter ihm, erstmal bergab zu laufen. Denn in einem Tal könnte Jonas irgendwann auf Wasser stoßen, einen Back oder Fluss. Dem sollte er dann folgen, am besten weiter bergab. Denn am Wasser wird es vermutlich irgendwann Zivilisation geben. Im Zweifelsfall würde Jonas irgendwann auf’s Meer stoßen – dafür müsste er aber ziemlich lange laufen. Falls er nicht auf Wasser stößt, wird er stattdessen vermutlich Wege oder andere Zeichen der Zivilisation finden. Denen sollte er dann ebenfalls folgen.

"Mit der Natur statt dagegen"
Audio
"Mit der Natur statt dagegen"
Statt gegen die Natur lebt Peter mit der Natur. Wieso er Bear Grylls nicht wirklich als Überlebenskünstler sieht und wie er es geschafft hat, 14 Tage nur mit einem Messer und einer Wasserflasche im freien zu Überleben, hat er Thurie und Jonas im Interview erzählt.

Dass die Himmelsrichtung bestimmt werden kann, indem man checkt an welcher Seite eines Baumes Moos wächst, ist laut Peter übrigens ein Gerücht. Ohne Hilfsmittel sei das fast unmöglich. Also eher keine Chance für Jonas.

3er-Regel

Dann spricht Peter noch die 3er-Regel an: Das ist eine Faustformel für den durchschnittlichen Mitteleuropäer, so wie Jonas einer ist. Dabei geht’s darum, wie viel der Körper aushalten kann, bis es problematisch wird. Problematisch heißt in dem Fall: Wir sind nicht mehr in der Lage, uns selbst zu retten. Dabei gelten folgende Werte:

3 Minuten: So lange haben wir Sauerstoff. Deswegen die erste Survivalregel: Weiteratmen. In Momenten der Panik heißt das auch, mit der Panik umzugehen und die Atmung in den Griff zu bekommen. Laut Peter kann es, wenn Jonas im Wald ausgesetzt wird, bei ihm irgendwann einen Moment der Panik geben, an dem er nicht mehr weiterweiß. Dann gilt es, die innere Ruhe zu bewahren.

3 Stunden: Ab dann können wir erfrieren.

3 Tage: Bei drei Tagen ohne Wasser wird es schwierig für unseren Körper.

3 Wochen: Bis zu drei Wochen können wir ohne Essen klarkommen. Dann fährt der Körper auf Sparflamme runter. Wir funktionieren zwar immer noch, werden aber körperlich und geistig langsamer.

Brombeeren (Foto: dpa)
Brombeeren: können Jonas gegen Hunger helfen.

So lange wird Jonas nicht im Wald sein, vorher würde das UNSERDING-Team ihn retten. Sollte er aber Hunger bekommen, könnte er nach Brombeeren und Äpfel Ausschau halten. Die sollte er auch auf jeden Fall mitnehmen, denn Zucker treibt das Hirn an. Außerdem empfiehlt Peter die essbare Wilde Möhre – die darf man aber nur essen, wenn man ganz sicher ist, denn sie sieht dem giftigen Schierling zum Verwechseln ähnlich.

Über Jonas‘ Orientierungsversuch halten wir euch hier, im Radio und auf unseren Social Media-Kanälen auf dem Laufenden.