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Kim Kardashian (Foto: dpa)
Stars boykottieren Instagram

Kim Kardashian, Leonardo DiCaprio und Demi Lovato: Falls ihr heute nichts von ihnen auf Instagram seht, müsst ihr euch nicht wundern. Sie und andere Promis machen eine Pause vom sozialen Netzwerk – als Protest. Worum es ihnen geht lest ihr hier.

Kim Kardashian: Eine der größten Instagram-Stars der USA. 188 Millionen Follower zählt ihr Account. Weil sie da auch Produkte bewirbt, verdient Kim Kardashian auch Geld mit Instagram. Zusammen mit anderen Promis – darunter Leonardo DiCaprio, Jennifer Lawrence, Demi Lovato oder Orlando Bloom – will sie jetzt die Produkte von Facebook zu bestreiken. Und dazu gehört auch Instagram. Auf den Kanälen der Stars soll also erstmal nichts mehr passieren: Keine Posts, keine Storys.

Die App Instagram auf einem Handy (Foto: pixabay.com/Webster2703)

Der Hashtag dazu: #stophateforprofit. Also „Stopp den Hass für Profit“. Die Aktion gibt es schon länger. Auch Unternehmen wurde dazu aufgefordert, auf Facebook keine Werbung mehr zu schalten. Denn damit kann dem Facebook-Konzern finanziell geschadet werden. Das soll dann dafür sorgen, dass Facebook sich intensiver mit Hass und Fakenews in seinem Feed auseinandersetzt. Im Juli hatten sich daran viele große Firmen beteiligt, darunter Adidas, Starbucks und Audi.  Hinter der Kampagne „Stop Hate for Profit“ stecken Bürgerrechtsorganisationen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll durch den Werbeboykott gezwungen werden, konkrete Maßnahmen zum Schutz der Bürgerrechte der Nutzer von Facebook-Plattformen zu ergreifen.

Mark Zuckerberg (Foto: dpa)
Mark Zuckerberg

Wie ernst ist der Protest?

Der Hintergrund ist ein ernster. Und von den Promis ist er laut UNSERDING-Reporterin Katharina in Los Angeles auch ernst gemeint.

Denn vor den Präsidentschaftswahlen, die im November in den USA anstehen, geraten die sozialen Netzwerke wieder unter Beschuss. Die Kritiker sagen, dass sie zu wenig gegen Falschnachrichten im Netz tun. Falschnachrichten, die zum Beispiel die Coronapandemie betreffen, aber auch die Wahl. Konkret werden zum Beispiel Fakenews über die Briefwahl verbreitet.

US-Präsident Donald Trump (Foto: picture alliance / Ron Sachs/Consolidated/dpa)
Donald Trump steht im November wieder zur Wahl

Außerdem sagen die Promis, dass es immer noch zu viel Hass, Hetze und Mobbing im Internet gibt und dass die sozialen Netzwerke nicht genug dagegen tun. Ihr Engagement ist also ernst zu nehmen. Wie lange sich zum Beispiel Kim Kardashian jetzt von Instagram verabschiedet, hat sie nicht konkret gesagt, amerikanische Medien berichten aber  von einer Pause von 24 Stunden. Allzu lang muss also niemand auf Inhalte von ihr verzichten, Eindruck wird der aber sicher trotzdem hinterlassen. Denn bei 188 Millionen Followern schaut Instagram da sicher mal genauer hin.


Über dieses Thema wurde hier in der UNSERDING-Morningshow mit Thurie und Jonas am 16. September 2020 berichtet.