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Leere Ränge im Berliner Olympiastadion (Foto: pixabay)
Bundesliga: Mit oder ohne Fans?

Am 18. September startet die 1. und 2. Bundesliga in die wohl "schwierigste Spielzeit" für den deutschen Fußball. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) wurde auch über die Rückkehr der Fans in die Stadien diskutiert.

Update vom 16. September: Die Bundesländer sind sich einig über die Fan-Rückkehr in Stadien. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa. Bei allen Bundesliga-Spielen sollen Zuschauer erlaubt sein: Pro Stadion dürfen 20 Prozent der Kapazität belegt werden. Das Ganze soll testweise erst mal sechs Wochen so gehen. Die Regelung gilt auch für Hallensportarten.

In München dürfen so zum Beispiel 7500 in die Allianz-Arena. Das würden die Zahlen eigentlich nicht zulassen, es wurde aber extra abgesprochen. Allerdings nur in der Theorie: Beim Eröffnungsspiel der Bundesliga zwischen Bayern und dem FC Schalke 04 dürfen am Freitagabend nun doch keine Zuschauer dabei sein. Das entschied die Stadt München am Donnerstag mit Verweis auf die steigenden Corona-Infektionszahlen in der Landeshauptstadt, wie die Nachrichtenagentur dpa mitteilte.

In Wolfsburg dürfen nur 500 Zuschauer ins Stadion, in Dortmund sollen es am ersten Spieltag 10.000 sein. Das sind weniger, als sie reinlassen dürfen, 20 Prozent entsprächen hier 16.000 Zuschauern.

Wer darf rein?

Jeder Verein hat hier eigene Regeln. Bei den Bayern haben die Inahber von Dauerkarten ein Vorkaufsrecht. In Leipzig dürfen nur Menschen ins Stadion, die in Sachsen wohnen und eine Dauerkarte haben. Und in Dortmund auch nur Leute, die in NRW wohnen und eine Dauerkarte haben.

Und der 1. FC Saarbrücken?

Der startet die Saison am 19. September auswärts in Lübeck. Auswärtsfans sind generell nicht erlaubt. In der Woche drauf spielen sie aber im Ludwigspark - der ist mittlerweile so weit fertig, dass Leute rein dürfen - gegen Rostock. 900 Fans dürfen da dabei sein, denn es sind auch noch nicht alle Tribünen freigegeben.


Schwierige Bundesliga Saison steht bevor

´"Man muss kein Philosoph und kein Prophet sein, um die Aussage zu treffen, dass dies die anspruchsvollste und schwierigste Spielzeit des professionellen Fußballs in Deutschland wird" sagte DFL-Chef Christian Seifert gestern auf der Mitgliederversammlung.

Eine ganz wichtige Frage für alle Fußballfans war und ist weiterhin, ob sie zur kommenden Saison ins Stadion dürfen. Dabei hat die DFL keine Entscheidungsbefugnis, sondern muss sich nach den Vorgaben und Richtlinien der Politik richten. Diese hat bisher ein Spiel mit Fans akzeptiert - nämlich RB Leipzig gegen den FSV Mainz 05.

Keine einheitliche Regelung für Fans im Stadion

Dort hatten die Behörden den Weg frei gemacht für bis zu 8.500 Fans bei Heimspielen der Leipziger. Jedoch nur unter der Voraussetzung, dass sich das Infektionsgeschehen nicht verschlechtert.

Mit dieser Regelung ist Leipzig aktuell die Ausnahme in der Bundesliga. Daher wurden auch die Rufe nach einer möglichen Wettbewerbsverzerrung laut. Denn in anderen Bundesländern sind entweder nur einige hundert oder gar keine Fans erlaubt.

Der Grund für die unterschiedlichen Regelungen ist, dass für das Infektionsschutzgesetz die einzelnen Länder und deren Gesundheitsämter verantwortlich sind. Das heißt kurz gesagt: Anderes Bundesland - andere Regeln!

Viele Faktoren beeinflussen die Anzahl der zugelassenen Fans

Um die Vereine auf Fans im Stadion vorzubereiten hat die DFL einen Leitfaden entwickelt, den die Vereine individuell für sich anpassen müssen. Davon abhängig sind zum Beispiel die Kapazität der Parkplätze und des Bahnhofs an dem die Fans ankommen, aber auch die Regelung am Einlass in die Stadien. Hinzu kommen die Wege zu den Toiletten, die geregelt sein müssen.

Da diese Faktoren von Stadion zu Stadion unterschiedlich sind, ergeben sich auch die weit auseinander gehenden Zahlen bei den Fans in den Stadien. Daher wird es in Zukunft auch sehr wahrscheinlich keine einheitliche Regelung geben und der Flickenteppich weiterhin bestehen.