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Schwimmbad (Foto: pixabay.com)
Freibadsaison meets Corona

40 Grad im Schatten, der Strandurlaub gestrichen – und das Freibad geschlossen. Alles wegen Corona. So schlimm wird’s diesen Sommer aber vermutlich doch nicht ganz. Voraussichtlich in der nächsten Woche spricht die saarländische Landesregierung darüber, wie es in Sachen Freibäder in diesem Sommer aussehen wird. Aber Freibad und Social Distancing – wie soll das zusammen gehen?

Update (29. Mai):

Die saarländischen Schwimmbäder dürfen voraussichtlich ab dem 8. Juni unter Auflagen wieder öffnen. Nach SR-Informationen wird die Landesregierung diesen Termin am Freitag bekanntgeben. Nach derzeitigem Stand scheint jedoch St. Wendel das einzige Freibad zu sein, das tatsächlich auch am 8. Juni öffnen kann. Alle anderen brauchen wohl mehr Vorlaufzeit. Fest steht bereits, dass die Freibäder in St. Ingbert und Ottweiler diesen Sommer nicht öffnen werden.


Update (27. Mai): In einigen Bundesländern sind erste Freibäder schon wieder geöffnet (z.B. NRW), in anderen dürfen sie bald. In Rheinland-Pfalz dürfen sie an sich heute öffnen, haben aber erst vor zwei Tagen davon erfahren. Deswegen sind viele Hygienemaßnahmen noch nicht umgesetzt und sie bleiben erstmal noch zu. Wann es im Saarland soweit ist, ist noch nicht klar.


Ganz wichtig werden in dieser Freibadsaison wahrscheinlich die Zulassungsbeschränkungen. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (kurz DGfdB) schätzt, dass dann noch etwa maximal 10 % von den Besuchern gleichzeitig ins Freibad können, die sonst an heißen Tagen dort schwimmen und in der Sonne liegen. Für das Schwarzenbergbad in Saarbrücken wären das zum Beispiel maximal 800 Leute gleichzeitig.

Lange Schlangen vor dem Eingang sollen aber vermieden werden. Denn wenn sich die Leute zwar im Freibad gut verteilen, es sich draußen aber staut, bringt das ja auch nix. Eine mögliche Lösung dafür wäre ein Online-Buchungssystem. Oder auch ein Vorverkaufssystem, mit dem man der Kasse schon für den nächsten oder übernächsten Tag ein Ticket lösen kann.  

Schwimmbad (Foto: pixabay.com)
Bahnen im Freibad ziehen können wir hoffentlich bald wieder

Auch für Duschen, Umkleiden und die Spinde müssen Konzepte entwickelt werden. Das hängt ganz von den Gegebenheiten ab, denkbar wäre, immer nur jede zweite Umkleide zu öffnen und Duschen zum Beispiel gar nicht erst aufzumachen.

Da ist also viel Vorbereitung notwendig. Die Bäder werden wohl auch zwei bis drei Wochen brauchen, um wirklich bereite zum Öffnen zu sein, wenn klar ist, dass sie öffnen dürfen. Aber: Die DGfdB ist zumindest optimistisch, dass die Freibäder in den kommenden Wochen öffnen werden. Das hat nach ihren Einschätzungen noch einen weiteren Vorteil: Weniger Badetote. Denn wenn die Bäder nicht aufmachen und es heiß wird, ist davon auszugehen, dass viele sich woanders abkühlen: In Seen, Flüssen, Weihern – Naturgewässern. Und die sind in der Regel eben nicht bewacht und bergen mehr Gefahren.

Leeres Schwimmbecken (Foto: dpa/Ina Fassbender)
Zunächst nur Vereins- und Gesundheitssport
Konzept für Bäderöffnung vorgelegt
Der Schwimmbund im Saarland und die Vereine haben ein Konzept vorgelegt, wie der sofortige Neustart in den Bädern möglich sein könnte - zumindest für Vereins- und Gesundheitssport. Das Konzept liegt jetzt beim Innenministerium zur Prüfung.


Über dieses Thema wurde auch in der UNSERDING-Show mit Stephanie am 7. Mai 2020 berichtet.