UnserDing Scratch Logo
Foto: picture alliance/Ben Hoskins/Getty Images/FIFA/dpa
Erfolg mit eSports?

Den ganzen Tag zocken und dabei Geld verdienen? Das hört sich doch nach einem gemütlichen Job an. Doch eSports ist wesentlich anstrengender, als die Vorurteile behaupten. Massimo und Marco sind die Gründer des eSports Saar Teams und haben im Interview erklärt, dass zu eSports mehr gehört, als ein wenig Daddeln.

Täglich acht bis zehn Stunden Kicken, dazu noch Fitnesstraining - Klingt nach dem Alltag eines Profi-Fußballers. Doch dieses Training müssen auch eSportler täglich absolvieren. Sicherlich stellt sich dann die Frage: Warum muss man zum Zocken so viel trainieren? "Die sportliche Belastung ist vergleichbar mit Darts oder Schach. Der Stresswert ähnelt einem Profispieler bei einem Champions League Spiel", erklärt Jochen van Recum, Sportökonom und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken. "Die eSportler erreichen bis zu 400 Bewegungen pro Minute an Tastatur und Maus parallel. Selbst Tischtennis hat weniger Hand-Augen-Koordination."

Pokal des FIFA World Cups eSports (Foto: picture alliance/Ben Hoskins/Getty Images/FIFA/dpa)
Pokal des FIFA eSports World Cups

Auch im Saarland ist eSports im Kommen. Einer der bekanntesten Spieler derzeit ist Dominik Schwenk aus St. Ingbert. Er ist mittlerweile Mitglied der National Gaming League. Ebenfalls erfolgreich ist Johann Simon. Der Saarländer spielt seit kurzem für das Profiteam von Paris St. Germain. Anfangen hat er hat mit Massimo und Marco. Die beiden Saarländer gründen zusammen das eSports Saar Team. Damit wollen sie nicht nur das erste saarländische eSports gründen, sondern auch zeigen, dass das Saarland mit anderen Bundesländern mithalten kann und somit junge Talente fördern, die dann in die Fußstapfen ihrer Vorbilder von fnatic & co. treten können.

esports im Saarland
esports im Saarland

eSports bald olympisch?

Auch zahlreiche Sportvereine wie Schalke 04 oder auch der VfL Wolfsburg haben mittlerweile eSports Abteilungen. Die Organisatoren der Olympischen Spiele sind ebenfalls auf den Erfolg des eSports aufmerksam geworden. Experten rechnen damit, dass eSports bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris Demonstrationssportart sein wird. Der Sprung zur olympischen Disziplin ist dann nicht mehr weit. In Asien wurde eSports bereits 2017 zur olympischen Disziplin erklärt, damit können Teams bei den Asienspielen 2022 mit sechs verschiedenen Games antreten.

Kontakt:
E SportsUnited Saar: esportsunited-saar@gmx.de

Über dieses Thema wurde auch in der Morningshow mit Thurie und Jonas am 21.08.2018 berichtet.


Zocken als Beruf
Zocken als Beruf
Unter dem Namen "Eissfeldt" kennt man Arthur beim Zocken. Für ihn ist das schon lange nicht einfach mehr ein Hobby: Er muss jeden Tag 10 Stunden dafür trainieren und Sport machen, damit sich das Sitzen und Klicken nicht negativ auswirkt. Was sonst noch alles so dazu gehört, hat er Krissy von UNSERDING im Interview verraten.