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Mehrere Filmrollen und eine Festplatte (Foto: dpa)
Holocaust nicht in Vergessenheit geraten lassen

Ihr wollt ein Zeichen setzen für Demokratie, Toleranz und Mitmenschlichkeit, und Flagge zeigen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz? Dann macht mit beim Projekt "Erinnert Euch!" der saarländischen Arbeitskammer. Es ist eine filmische Spurensuche bei euch vor Ort.

Vor mehr als 80 Jahren sind die Nazis an die Macht gekommen, haben den zweiten Weltkrieg angezettelt und Millionen Menschen ermordet. Die Überlebenden von damals werden immer weniger. Jetzt seid ihr an der Reihe: Helft mit, die Geschichten von damals weiter zu erzählen, lasst sie nicht in Vergessenheit geraten. Dreht euren ganz eigenen Film.

Was wir suchen?

Eure Geschichten: Ihr könnt in eurer eigenen Familie schauen, ob dort noch jemand die Nazizeit selbst miterlebt hat. Fragt ihn doch mal, an was er sich noch erinnert. Vielleicht gab es eure Schule schon zur Nazizeit. Wie war das damals so, Schule unter dem Hakenkreuz?

Schaut aber auch nach vorn, dorthin wo sich Menschen heute gegen neue Nazis engagieren, vielleicht jungen Geflüchteten Nachhilfe geben, den geflüchteten Eltern bei der ganzen Bürokratie helfen. Auch sie haben eine Geschichte. Erzählt sie uns, wir sind gespannt. Setzt ein Zeichen für Demokratie!

Esther Bejarano, letzte Überlebende des Mädchenorchesters von Auschwitz, mit ihrer Band Microphone Mafia live bei einem Auftritt. (Foto: Imago/Future Image)

Esther Bejarano

Esther Bejarano ist 1924 in Saarlouis geboren und hat die Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück überlebt. Bis heute engagiert sie sich gegen menschenverachtende Tendenzen und für eine gelebte Erinnerungspolitik. Die Arbeitskammer des Saarlandes möchte die Namensgeberin Esther Bejarano für ihren Mut und ihre Courage ehren.

Der Wettbewerb

Alle Videos, die bis zum 15. Juli 2019 bei der Arbeitskammer eingereicht wurden (Wichtig: Die Anmeldung ist nur bis zum 31. März möglich!), nehmen am Wettbewerb um den Esther-Bejarano-Preis teil. Mitmachen lohnt sich: Neben Geldpreisen kommen die besten Beiträge ins Kino. Sie werden bei den Arbeitskammer-Filmtagen gezeigt und im Rahmen der Kampagne „Arbeitnehmer gegen Rechtsextremismus“ präsentiert.

Über die Gewinner entscheidet eine Jury. Vorsitzender ist der Filmemacher Tarek Ehlail. Der gebürtige Homburger lebt mittlerweile in Hamburg. Er arbeitet als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Seine Filme wurden u.a. auch beim Max-Ophüls-Festival gezeigt.

MITMACHEN

Wenn ihr Lust habt, mitzumachen, teilt das der Arbeitskammer bis zum 31.3.2019 mit - am besten über das Teilnahmeformular.

Alles Infos zur Aktion findet ihr hier.