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Ein E-Scooter und Fußgänger im Straßenverkehr. (Foto: picture alliance/Jens Kalaene/zb/dpa)
E-Scooter: FAQ

E-Scooter sind flott unterwegs und Spaß macht das Fahren mit ihnen auch! Aber wo dürft ihr eigentlich damit fahren? Und was müsst ihr sonst beachten? Hier gibt’s Antworten.

Wo darf ich mit meinem E-Scooter fahren?

Erlaubt sind die E-Scooter laut ADAC auf Radwegen, Radfahrstreifen und in Fahrradstraßen. Also: Wenn’s einen Fahrradweg gibt, nehmt ihr den. Wenn nicht, müsst ihr auf die Straße ausweichen – auf dem Gehweg sind die Roller verboten! Da müsst ihr sogar bis zu 30 Euro Strafe zahlen. Auch in die Fußgängerzone dürft ihr nicht. Es sei denn, es gibt extra ein Schild „E-Scooter frei“.

Muss ich einen Helm tragen?

Nein. Wie beim Fahrradfahren gibt es keine Helmpflicht – es schadet aber auf jeden Fall nicht, einen aufzusetzen. Sicher ist sicher!

Darf ich auf meinem E-Scooter jemanden mitnehmen?

Theoretisch passt man zwar auch zu zweit auf einen E-Scooter – aber sie sind nur für eine Person zugelassen. Auch, wenn ihr das zulässige Gesamtgewicht zu zweit nicht überschreitet.

Brauche ich für meinen E-Scooter eine Versicherung?

Ja! Ihr braucht auf jeden Fall eine Haftpflichtversicherung. Die muss auch nachgewiesen werden, mit einer aufgeklebten Versicherungsplakette am Roller. Diese Versicherung kommt auch dafür auf, wenn anderen Personen Schäden durch den Scooter zugefügt werden. Beim Fahren ohne Versicherungskennzeichen kann es sein, dass ihr bis zu 40 Euro Strafe zahlen müsst.

Gibt es eine Alkohol-Promillegrenze?

Ja, die gibt es. Für E-Scooter-Fahrer gelten dieselben Grenzwerte wie für Autofahrer. Also: Wer mit 0,5 bis 1,09 Promille fährt und keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Dann muss ein Bußgeld bezahlt werden: meistens sind das 500 Euro. Außerdem gibt‘s einen Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. 

Eine Straftat liegt vor, wenn der Fahrer bei 1,1 Promille mit dem E-Scooter unterwegs ist. Von einer Straftat kann aber auch schon ab 0,3 Promille die Rede sein, wenn der Fahrer alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zeigt.

Wichtig: Für Fahrer unter 21 Jahren und Fahrer in der Probezeit gelten 0,0 Promille – sie dürfen also unter Alkoholeinfluss gar nicht hinter den Roller-Lenker.

Darf mein E-Scooter mit in Bus und Bahn?

Die Deutsche Bahn erlaubt die kostenlose Mitnahme von zusammengeklappten Scootern als Handgepäck in Fernzügen. Nicht zusammenklappbare E-Scooter können auch mitgenommen werden, für die muss ein Fahrradticket gelöst wird. Auch beim SaarVV gilt: Zusammenklappbare Scooter unter 15 kg und 115 cm sind okay. Größere E-Scooter werden auch hier wie Fahrräder behandelt, dafür muss ein Kinderfahrschein gekauft werden.


Über dieses Thema wurde auch in der UNSERDING-Morningshow mit Thurie und Jonas am 22.10.2019 berichtet.