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Unterbauten von Volkswagen werden im VW Werk von Schweißrobotern der Marke Fanuc bearbeitet. (Foto: dpa)
Übernehmen Roboter unsere Jobs?

Die Digitalisierung betrifft uns alle im Alltag – wir können per Sprachassistenten Musik hören, Türen öffnen oder Lampen einschalten. Das ist cool, aber Digitalisierung bedeutet auch, dass verschiedene Arbeitsplätze durch Maschinen oder Roboter ersetzt werden. Welche Berufe besonders gefährdet sind und wie sich die Digitalisierung auf uns auswirkt, erklärt uns Wirtschaftsexperte Peter Sauer.

Menschen, die in der Industrie arbeiten, haben eines der höchsten Risiken, durch eine Maschine ersetzt zu werden. Denn dort, erklärt Peter, gebe es jetzt schon einen starken Einsatz von Maschinen. Unterschieden wird dabei in zwei Kategorien: zum einen gibt es autonome Systeme, die dann wirklich einen Menschen ersetzen. Zum anderen gibt es Assistenzsysteme, die die Produktion veredeln oder vereinfachen. Bei der ZF wird zum Beispiel eine Virtual Reality-Brille eingesetzt, die den Arbeitern in einer erweiterten Realität Informationen einblendet und so die Arbeit effizienter macht.

Digitalsierung: Welche Jobs sind gefährdet?
Digitalsierung: Welche Jobs sind gefährdet?

Weiterbildung zukünftig wichtig

In Berufen, in denen es um Kontakt mit Menschen geht, ist das Risiko, durch eine Maschine ersetzt zu werden, am geringsten, sagt der Wirtschaftsexperte. Dazu zählen unter anderem Berufe wie Kindergärtner/in, Krankenschwester, Pfleger oder auch Lehrer/innen. "Es gibt Experten, die davon ausgehen, dass gerade im Saarland als Industriestandort in den kommenden Jahren bis zu einem Drittel der Jobs wegfallen könnte."

Damit das nicht passiere, sei es für die Arbeitnehmer entscheidend, sich weiterzubilden. Die Arbeitskammer fordert deswegen auch ein Grundrecht auf Weiterbildung. Ein wichtiger Aspekt, sagt Peter, denn das Angebot an Weiterbildungen und auch die Inanspruchnahme werde in Zukunft wachsen.

Über dieses Thema wurde auch in der UNSERDING Morning-Show vom 14.03.2019 berichtet.