Ein Mann im Anzug trägt eine Maske (Foto: pixabay.com)
Aktuelle Corona-Regeln

Jeweils abhängig vom Infektionsgeschehen gelten im Saarland bestimmte Regeln, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Welche Maßnahmen bei welcher Inzidenz greifen, zeigt diese Übersicht.

Diese Lockerungen gelten im Saarland

Hier findet ihr einen Überblick und alle Infos nochmal zum nachlesen:

Einige Menschen stoßen miteinander an (Foto: pixabay.com)
Weitreichende Lockerungen im Saarland
Ab dem 1. Oktober gibt es weitreichende Lockerungen im Saarland. In vielen öffentlichen Bereichen werden ab Freitag die bisherigen Beschränkungen wie begrenzte Personenzahl und Maskenpflicht durch eine 3G-Regel ersetzt.sind neue Lockerungen in Kraft getreten. So entfällt unter anderem teilweise die Maskenpflicht bei standesamtlichen Hochzeiten und auch für Jugendfreizeiten wird die Testpflicht gelockert. Alle Informationen im Detail könnt ihr hier nachlesen.

Saarland-Modell und Bundes-Notbremse

Inzidenz unter 100: Saarland-Modell

Bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 in einem Landkreis gelten die Regelungen des Saarland-Modells, das vor allem auf eine breite Testung in der Bevölkerung setzt.

Es gilt eine Kontaktbeschränkung: Insgesamt dürfen sich in der Regel maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt treffen. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Ausnahmen gibt es für Treffen im familiären Kreis. Dann dürfen auch Personen aus insgesamt drei Haushalte zusammenkommen, wenn mindestens zwei Haushalte davon miteinander verwandt sind. Ausgenommen von den Kontaktbeschränkungen sind per Bundesgesetz vollständig geimpfte oder von Corona genesene Personen.

Private Zusammenkünfte draußen sind für bis zu zehn Personen zulässig, wenn alle einen negativen Test* vorlegen können.

Eine Ausgangsbeschränkung gibt es nicht.

In Geschäften mit Artikeln des täglichen Bedarfs gilt eine begrenzte Kundenzahl, außerdem eine Maskenpflicht. Zum Einkaufen im übrigen Handel benötigen Kunden darüberhinaus einen negativen Coronatest*.

Im Freien ist kontaktfreier Sport ohne Coronatest erlaubt. Einen negativen Test* braucht man für kontaktfreien Sport drinnen und Kontaktsport außen.

Körpernahe Dienstleistungen sind mit negativem Test* erlaubt. Für rein medizinische Behandlungen wie Ergo- oder Physiotherapie gilt diese Einschränkung nicht.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen, Galerien, Theater und Kinos dürfen öffnen. Besucher benötigen einen negativen Test*.

Auch die Außengastronomie darf für Gäste mit negativem Test* öffnen.

Die Schulen bleiben - bis auf Ausnahmen etwa für Abschlussklassen - grundsätzlich im Wechselunterricht. In den Kitas gilt ein eingeschränkter Regelbetrieb.

Inzidenz über 100: Bundesnotbremse

Ab einer Inzidenz von mehr als 100 an mindestens drei Tagen in Folge greift ab dem jeweils übernächsten Tag die Bundesnotbremse.

Kontaktbeschränkung: Treffen im öffentlichen und privaten Raum sind nur noch für einen Haushalt mit maximal einer weiteren Person erlaubt.

Zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr gilt eine Ausgangsbeschränkung, alleine Spazierengehen oder Joggen bleibt bis 24.00 Uhr erlaubt. Personen, die von Corona genesen oder vollständig geimpft sind, und das entsprechend nachweisen können, sind von diesen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen ausgenommen.

Für Geschäfte mit Artikeln des täglichen Bedarfs gilt wie zuvor eine begrenzte Kundenzahl, außerdem eine Maskenpflicht. Im übrigen Handel ist nur noch Terminshopping mit negativem Test* erlaubt.

Sport ist nur noch als Individualsport mit maximal zwei Personen - oder Personen aus dem eigenen Haushalt zulässig. Ausnahmen gibt es für Kinder unter 14 Jahren. Sie dürfen zu fünft noch kontaktlosen Gruppensport betreiben.

Für körpernahe Dienstleistungen ist eine FFP2-Maske vorgeschrieben, bei Friseuren und bei der Fußpflege muss zusätzlich ein negativer Schnelltest* vorgelegt werden.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen ebenso wie die Gastronomie schließen. In der Gastronomie bleibt aber die Abholung und Lieferung von Essensbestellungen möglich.

Inzidenz über 150

Neben den bestehenden Regelungen muss der Einzelhandel schließen und auf "Click & Collect" umstellen, das heißt, Waren können bestellt und abgeholt werden. Geschäfte mit Artikeln des täglichen Bedarfs sind von dieser Verschärfung ausgenommen.

Inzidenz über 165

Bei einer länger andauernden Inzidenz über 165 müssen die Schulen grundsätzlich auf Distanzunterricht umstellen. In den Kitas gilt ab dann eine Notbetreuung.

Damit die einzelnen Stufen der Notbremse greifen, muss ein Grenzwert mindestens drei Tage in Folge überschritten sein. Jeweils ab dem übernächsten Tag tritt dann die entsprechende Verschärfung in Kraft.


RKI-Zahlen sind entscheidend

Damit Beschränkungen zurückgenommen werden, muss der jeweilige Grenzwert mindestens fünf Werktage in Folge unterschritten werden. Am übernächsten Tag kann dann die Lockerung umgesetzt werden.

Maßgeblich sind jeweils die vom RKI unter www.rki.de/inzidenzen veröffentlichten Grenzwerte. Das saarländische Gesundheitsministerium muss offiziell feststellen, ob ein Grenzwert über- oder unterschritten wurde.

Hinweis: Vollständig geimpfte oder von Corona genesene Personen sind von der Testpflicht ausgenommen.



Aktualisiert am 17. Mai 2021