Ein Screenshot eines Handys mit den Icons für Twitter, Instagram und Snapchat (Foto: dpa/Rolf Vennenbernd)
Hilfe bei Belästigungen im Netz

Blöde Anmachen oder auch Beleidigungen bekommen viele jeden Tag auf Instagram und Co zu sehen. Über 70 Prozent der jungen Frauen in Deutschland sind schon mal in sozialen Netzwerken bedroht, beleidigt oder diskriminiert worden. Bei einigen hinterlässt das auch psychische Folgen. Wie ihr auf Beleidigungen reagieren solltet und an wen ihr euch wenden könnt, erfahrt ihr hier.

Was gilt als Belästigung?

Das lässt sich pauschal nicht festlegen. "Eigentlich ist man selber der Gradmesser für eine Belästigung", sagt Stefanie Rack. Sie arbeitet bei klicksafe, einer Initiative, die sich für mehr Sicherheit im Netz einsetzt. Wer sich beleidigt oder belästigt fühlt, müsse sich das auf keinen Fall gefallen lassen.

So könnt ihr vorgehen:

Stefanie Rack rät dazu Screenshots anzufertigen, um die Belästigung zu dokumentieren und dann den Kommentar oder Inhalt im sozialen Netzwerk zu melden. "Man kann auch eine Person blockieren oder löschen", erklärt Stefanie Rack. Wird man immer wieder belästigt oder sogar bedroht, kann man bei der Polizei auch eine Anzeige machen. Inzwischen gibt es auch viele Onlinepolizeistellen.

In manchen Fällen kann es auch sinnvoll sein, auf die Beleidigungen zu antworten. Das hängt ganz davon ab, ob die Nachricht von einer bekannten oder einer fremden Person kommt. "Wir raten bei fremden Personen direkt eine Meldung zu machen. Bei bekannten Personen kann man erst mal so eine Art Warnschuss geben. Man kann zurückschreiben, dass das absolut nicht in Ordnung ist und dass man das nicht haben möchte", so Stefanie Rack.

Wo gibt es Hilfe?

Generell sollte man die Möglichkeit nutzen, Beleidigungen oder Belästigungen über das soziale Netzwerk zu melden. Weitere Anlaufstellen sind die Website Hass im Netz oder auch die Polizeidienststelle vor Ort. Wer über seine Sorgen mit Beleidigungen im Netz sprechen möchte, hat auch dazu verschiedene Möglichkeiten. Eine gute Anlaufstelle sind zum Beispiel die Nummer gegen Kummer oder auch die Beratungsplattform juuuport. Außerdem bietet klicksafe eine Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App an.

Nummer gegen Kummer
Tel.: 116 111
Web: www.nummergegenkummer.de

juuuport – Beratungsplattform von Jugendlichen für Jugendliche
Web: www.juuuport.de

Auf der Internetseite von klicksafe findet ihr außerdem weitere Beratungsstellen und Internet-Beschwerdestellen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung UNSERDING Morningshow mit Jonas am 08.04.2021 berichtet.