Flugreise (Foto: dpa)
Reiserückkehrer: Was sind Hochrisikogebiete und Co.?

Aktuell unterscheidet die Bundesregierung und das RKI bei Risikogebieten in zwei Kategorien: Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete. Wir erklären euch die einzelnen Begriffe und was ihr bei der Rückreise nach Deutschland beachten müsst.


Wegen steigender Corona-Zahlen wurden viele Länder als Hochrisikogebiete eingestuft. Für Virusvarianten-Gebiete wurden die Einreiseregeln verschärft.

Viele Länder - viele Regeln

Jedes Land hat seine eigenen Regeln für die Einreise, die sich teilweise stark voneinander unterscheiden. Deshalb ist es wichtig, dass ihr euch vorher genau informiert, welche Regeln für die Rückkehr nach Deutschland aus eurem Urlaubsziel gelten. Dafür empfiehlt sich unter anderem die Seite des Robert Koch-Instituts. Dort werden alle Länder und deren Einstufung aufgeführt und aktualisiert. Aber auch das Auswärtige Amt informiert für jedes Land über die aktuelle Corona-Situation.

Menschen am Flughafen (Foto: pixabay.com/Free-Photos)

Zwei Kategorien für Rückkehr nach Deutschland

Für die Einreise nach Deutschland hat die Bundesregierung zwei Kategorien festgelegt, die die die Regeln für die Rückkehr bestimmen: Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete.

Hochrisikogebiete

Hochrisikogebiete sind Länder oder Regionen die hohe Fallzahlen haben. Hat ein Land regelmäßig eine 7-Tageinzidenz von über 100, dann wird es als Hochrisikogebiet eingestuft. Aber auch Faktoren wie eine schnelle Ausbreitungsgeschwindigkeit, einer hohen Hospitalisierungsrate oder eine geringe Testrate können zu der Einstufung als Hochrisikogebiet führen.  

Virusvariantengebiete

In Virusvariantengebieten treten bestimmte Varianten des Coronavirus auf, die in Deutschland noch nicht verbreitet sind. Tritt die Variante mit besorgniserregenden Eigenschaften auf, für die eine Impfung oder eine vorherige Infektion nur einen eingeschränkten Schutz bietet, dann wird das Land oder die Region als Virusvariantengebiete eingestuft.

Eine Familie steht mit ihrem Gepäck am Flughafen in der Warteschlange für einen Corona-Test, während auf dem Koffer eine britische Flagge mit dem Schriftzug „London“ zu sehen ist. (Foto: dpa/Jonas Güttler)

Reiserückkehrer aus Hochrisiko- und Virusvarianten-Gebieten

Seit dem 1. August gilt eine generelle Nachweispflicht bei der Rückkehr nach Deutschland. Die bedeutet, dass Personen ab 12 Jahren grundsätzlich bei Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen müssen. Die Nachweispflicht gilt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels und unabhängig davon, ob ihr euch vorher in einem Hochrisiko- bzw. Virusvariantengebiet aufgehalten habt.

Bei der Einreise nach Deutschland nach einem Aufenthalt in einem ausländischen Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet müsst ihr die spezielle Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht beachten.

Bei Einreise aus Virusvariantengebieten gilt - mit sehr wenigen Ausnahmen - ein Beförderungsverbot für den Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug direkt aus diesen Ländern.

Vor eurer Ankunft in Deutschland aus einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet müsst ihr euch online anmelden. Die Anmeldung erfolgt über https://www.einreiseanmeldung.de. Den Nachweis über eure Anmeldung müsst ihr mit euch führen und gegebenenfalls vorzeigen. Durch die Eingabe eures Urlaubsziels auf der Webseite der Einreiseanmeldung erfahrt ihr auch direkt, ob ihr ohne Anmeldung einreisen könnt oder nicht. Ist ein Land oder eine Region nämlich nicht als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet eingestuft, dann entfällt die Anmeldung.

Quarantäneregeln

Wenn ihr euch in einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet aufgehalten habt, dann müsst ihr direkt nach der Ankunft zu Hause in Quarantäne. Bei Hochrisikogebieten sind es zehn Tage und bei Virusvariantengebiet vierzehn Tage.

Vorzeitig aus Quarantäne könnt ihr, wenn ihr einen Genesenennachweis, ein Impfnachweis oder einen negativen Test übermitteln könnt. Die Quarantäne kann jeweils ab dem Zeitpunkt der Übermittlung beendet werden.

Nach Voraufenthalt in Hochrisikogebieten kann eine Testung frühestens fünf Tage nach Einreise vorgenommen werden. Geimpfte und Genesene müssen nicht in Quarantäne.

Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne 14 Tage und eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nicht möglich. Auch nicht für Geimpfte oder Genesene.


Artikel vom 22. Juli 2021.Aktualisiert am 9. August 2021.