Italien (Cinque Terre) (Foto: pixabay)
Was gilt in den Urlaubsländern?

Der Sommer kommt und damit auch der Wunsch, nach über einem Jahr Pandemie, seine Koffer zu packen und in den Urlaub zu fahren. Deshalb checken wir, was es in den Urlaubsländern aktuell zu beachten gibt.


Frankreich:

Einreise nach Frankreich:

EU-Bürger brauchen keinen PCR-Test mehr für die Einreise nach Frankreich, sondern nur einen aktuellen negativen Antigen-Schnelltest.

Der negative Schnelltest für die Einreise nach Frankreich darf nicht älter als 72 Stunden sein. Vollständig geimpfte Personen können mit einem entsprechenden Impf-Nachweis einreisen. Das gilt auch für Genesene mit einem Nachweis.

Beschränkungen im Land:

Restaurants, Bars und Cafés dürfen auch drinnen wieder öffnen. Die nächtliche Ausgangssperre wurde von 21 Uhr auf 23 Uhr nach hinten verschoben.

Großveranstaltungen wie Messen und Open-Air-Festivals mit mehr als 1000 Menschen dürfen stattfinden - allerdings nur unter strengen Auflagen in Form von Distanzregeln und Masken. Auch Museen haben unter Auflagen wieder geöffnet.

Reise-Informationen auf einen Blick:

Auf der Website der EU-Kommission könnt ihr euer Reiseland eingeben und erhaltet die aktuellen Regeln und Bestimmungen.

Auch das Auswärtige Amt informiert auf seiner Website über die aktuell geltenden Bestimmungen.


Spanien:

Einreise nach Spanien:

Reisende, die nach Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einreisen müssen ein Formular im Spain Travel Health-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Der erzeugte QR-Code muss bei der Einreise vorgelegt werden. Das geht auch über die kostenfreie SpTH-App. In Ausnahmefällen kann auch ein Formular in Papierform ausgefüllt werden.
Die Fluggesellschaften sind verpflichtet, sich vor Abflug das elektronische Einreiseformular (QR-Code), alternativ das Einreiseformular in Papierform vorlegen zu lassen.

Alle Reisenden ab zwölf Jahren aus Deutschland müssen folgende Nachweise erbringen:

  • entweder ein negatives Testergebnis (PCR- oder Anitgen-Test) und nicht älter als 48 Stunden
  • oder einen Nachweis, dass die vollständige Impfung mindestens 14 Tage vor Reiseantritt erfolgt ist
  • oder einen Nachweis, dass die Genesung von einer COVID-19-Infektion nicht länger als 180 Tage zurückliegt

Allerdings: Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen in viele Regionen Spaniens ab.

Beschränkungen im Land:

Jede spanische Region legt ihre eigenen Maßnahmen fest. Aber: im ganzen Land gelten die Abstandsregeln (mindestens 1,5 Meter zu Menschen, die aus einem anderen Haushalt stammen) und Maskenpflicht (auch im öffentlichen Raum).

Sonderregeln für die Inseln:

Kanaren:

  • kein Risikogebiet mehr
  • Einreiseregeln identisch wie für ganz Spanien
  • für Übernachtungen ist ein negatives PCR- oder Antigentestergebnis erforderlich, das nicht älter als 48 Stunden sein darf
  • Alle Einreisenden die ein Smartphone besitzen, müssen die spanische Corona-App „Radar Covid“ installieren. Die App darf frühstens 15 Tage nach Rückkehr deaktiviert werden.
  • keine nächtliche Ausgangssperre

Balearen:

  • kein Risikogebiet mehr
  • Einreiseregeln identisch wie für ganz Spanien
  • Testpflicht für Einreisen aus einem Risikogebiet 
  • keine nächtliche Ausgangssperre

Reise-Informationen auf einen Blick:

Auf der Website der EU-Kommission könnt ihr euer Reiseland eingeben und erhaltet die aktuellen Regeln und Bestimmungen.

Auch das Auswärtige Amt informiert auf seiner Website über die aktuell geltenden Bestimmungen.


Italien:

Einreise nach Italien:

Urlauber aus Deutschland, die vor der Abreise einen negativen COVID-19-Test durchführen, werden nicht unter Quarantäne gestellt. Verschiedene Fluggesellschaften verlangen außerdem verpflichtend einen negativen Test beim Boarding. Allerdings: Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach Italien ab.

Ohne Nachweis eines negativen PCR-Tests oder Antigen-Tests darf auch nach Italien eingereist werden. Dann muss folgendes beachtet werden:

  • Informieren der örtliche Gesundheitsbehörde, direkt nach der Einreise nach Italien
  • Selbstisolat für 10 Tage
  • nach der 10-tägigen Quarantäne: Durchführung eines PCR- oder Antigen-Tests.

Obligatorische Reisedokumentation

Alle Personen, die von einem ausländischen Standort aus nach Italien reisen, müssen das EU-Formular „Digital Passenger Locator“ ausfüllen.

Beschränkungen im Land:

In Italien gilt der gesundheitliche Notstand. Es bestehen Einschränkungen der Reise- und Bewegungsfreiheit. Landesweit gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 24 bis 5 Uhr. Alle Regionen in Italien sind in vier Kategorien eingeteilt (weiß, gelb, orange und rot). Je nach Farbe gelten unterschiedlich strenge Corona-Regeln. Informationen zu den einzelnen Maßnahmen stellt das italienische Gesundheitsministerium (Achtung: nur in englischer Sprache!).

Reise-Informationen auf einen Blick:

Auf der Website der EU-Kommission könnt ihr euer Reiseland eingeben und erhaltet die aktuellen Regeln und Bestimmungen.

Auch das Auswärtige Amt informiert auf seiner Website über die aktuell geltenden Bestimmungen.


Rückkehr nach Deutschland:

Digitale Einreiseanmeldung

Reisende, die sich in den letzten 10 Tagen in einem Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen sich vor ihrer Ankunft in Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de registrieren und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen. Von dieser Anmeldepflicht sind insbesondere Personen ausgenommen, die

  • lediglich durch ein Risikogebiet durchgereist sind und dort kein Zwischenaufenthalt hatten,
  • nur durch Deutschland durchreisen und das Land auf schnellstem Weg wieder verlassen, oder
  • im Rahmen des Grenzverkehrs: Personen, die weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet waren oder nur für bis zu 24 Stunden nach Deutschland einreisen.

Bei der Einreise nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet (nicht aber Virusvariantengebiet) besteht außerdem eine Ausnahme bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden für den Besuch von nahen Verwandten und der eigenen Familie oder Personen aus dem gleichen Haushalt.

Anforderungen an Tests und Nachweis über Impfung und Genesung:

Grundsätzlich gilt als Nachweis

  • Für negativ Getestete:

Ein negatives Testergebnis mit einem PCR-Test in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache. Der Test darf höchstens 72 Stunden vor der Einreise erfolgen (Zeitpunkt der Abstrichnahme). 

Alternativ ein negatives Ergebnis eines Antigen-Schnelltests in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache. Der Test bei einem Voraufenthalt in einem Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise erfolgen. Bei einem Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet darf der Test höchstens 24 Stunden vor der Einreise erfolgen

  • Für Geimpfte:

Nachweis über Covid-19-Schutzimpfungen in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in digitaler oder in Papierform (zum Beispiel gelber WHO-Impfpass). Die Impfung muss mit einer auf der Webseite des Paul-Ehrlich-Instituts genannten Impfstoffen  erfolgt sein. Die letzte notwendige Impfdosis muss mindestens 14 Tage zurückliegen.

  • Für Genesene:

Positives PCR-Testergebnis, das mindestens 28 Tage aber höchstens 6 Monate zurückliegt.

Rückkehr aus Ländern, die nicht mehr auf der Liste der Risikoländer stehen:

Für die Länder, die keine Risikogebiete mehr sind, gilt: Nur wer mit dem Flugzeug aus diesen Ländern wieder einreist, benötigt noch ein negatives Corona-Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis. Ansonsten entfallen Testpflicht und Registrierung bei der Rückkehr.


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Artikel vom 11. Juni.