Ein leeres Klassenzimmer (Foto: dpa/Sven Hoppe)
Petition gegen Präsenzunterricht

Selina Birk hat eine Petition gegen den geplanten Präsenzunterricht der Abschlussklassen ab dem 11. Januar gestartet. Sie fühlt sich von der saarländischen Regierung im Stich gelassen. Thurie aus der UNSERDING-Morningshow hat mit Selina über die Petition gesprochen.


Selina ist 24 und möchte 2021 ihr Abitur nachholen. Sie lebt gemeinsam mit ihren Eltern in einem Haus. Da ihre Eltern beide Vorerkrankungen haben und sie sie nicht gefährden möchte, hat sie die Petition gestartet.

Ich wohne derzeit noch zu Hause und wenn ich daran denke, am Montag wieder zur Schule gehen zu müssen, werde ich wütend.  
Selina aus Nalbach (Foto: Selina Birk )
Selina aus Nalbach

Ihre Petition richtet sie an Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und Ministerpräsident Tobias Hans. Für Selina ist es unverständlich, wenn auf der einen Seite die Kontaktbeschränkungen verschärft werden, aber zeitgleich der Präsenzunterricht für Abschlussklassen wieder beginnen soll.

Ich will meine Eltern nicht gefährden, ich will am Montag nicht in die Schule. Ich habe Angst und bin verzweifelt. Ich fühle mich im Stich gelassen!”

Selina fordert, dass der Präsenzunterricht erst wieder beginnen soll, wenn die Infektionszahlen niedriger sind und ein geringeres Risiko besteht. "Wir haben  keine Lust ständig in Quarantäne zu müssen, wenn Mitschüler oder Kontakte innerhalb der Schule positiv getestet werden" so Selina.

Petition gegen Präsenzunterricht
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Petition gegen Präsenzunterricht

Am Freitagmittag hatten bereits über 1.100 Personen die Petition unterschrieben - das Ziel sind 1.500 Unterschriften. Es ist nicht die erste Petition dieser Art. In Deutschland starten immer mehr Schüler und Schülervertretungen Petition gegen den Präsenzunterricht. Eine in Berlin gestartete Petition mit dem gleichen Ziel, hat bereits rund 29.000 Unterschriften (Stand: 8. Januar; 13.00 Uhr).


Über dieses Thema wurde auch in der UNSERDING-Show mit Thurie am 11. Januar 2021 berichtet.