Eine weihnachtlich geschmückte Stadt bei Dunkelheit (Foto: pixabay.com/Mariamichelle)
Bundesländer einig über Feiertagsregeln

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich vor den Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über neue Corona-Regeln geeinigt. Dabei haben sich die Länderchefs auf verschärfte Kontaktbeschränkungen geeinigt, dafür soll es aber Lockerungen für Weihnachten und Silvester geben. UNSERDING hat für euch alle wichtigen Infos zusammengefasst.

Sonderregelungen während Weihnachten und Silvester

Über die Feiertage soll es bundesweit einheitliche Regel geben. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar können so Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden. Das heißt ihr dürftet an Weihnachten zu euren Eltern fahren und gleichzeitig könnten noch eure Großeltern und Geschwister kommen, sofern ihr unter zehn Personen seid. Außerdem sind Kinder unter 14 Jahren im Beschlussentwurf von dieser Regelung ausgenommen.

Einordnung der geplanten Corona-Regeln
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Einordnung der geplanten Corona-Regeln

Der Teil-Lockdown soll bis zum 20. Dezember verlängert werden. Gastronomie und Freizeit- und Kultureinrichtungen sollen weiterhin geschlossen bleiben. Die aktuellen Kontaktbeschränkungen sollen noch einmal verschärft werden. "Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken." Derzeit sind es zehn Personen oder zwei Haushalte. Nicht alle Bundesländer gehen mit der Verschärfung auf fünf Personen mit. Schleswig-Holstein möchte weiterhin zehn Personen aus zwei Haushalten erlauben, da die Fallzahlen im Norden niedriger sind.

Freiwillige Isolation vor Weihnachten

Die Länderchefs rufen in ihrem Entwurf zu einer freiwilligen Selbstquarantäne vor Weihnachten auf. "Dies kann durch ggf. vorzuziehende Weihnachtsschulferien ab dem 19.12.2020 unterstützt werden" heißt es in dem Papier. Auf Nachfrage des SR teilte Regierungssprecher Zeyer mit, dass eine Verlängerung der Ferien im Saarland nicht vorgesehen ist. Durch die Selbstquarantäne soll die Gefahr von Infektionen durch die Familienfeiern verringert werden. Berlins Bürgermeister Michael Müller betonte, dass ein Weihnachtsfest mit der ganzen Familie möglich sein muss. Dazu gehören auch Oma und Opa.

"Natürlich muss es ein Weihnachtsfest sein, das man auch mit den Großeltern, mit den Enkeln feiern kann"

Silvester auch dieses Jahr mit Feuerwerk

Es soll kein grundsätzliches Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern geben. Darauf einigten sich die Ministerpräsidenten. Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen soll aber untersagt werden, damit sich keine größeren Gruppen bilden. Es wird jedoch empfohlen auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten.

Gastronomie soll geschlossen bleiben

Die Schließung der Gastronomie soll dem Länderbeschluss zufolge bis zum 20. Dezember verlängert werden. Es soll aber regionale Unterschiede geben: Wenn die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz auf einen Wert unter 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner fällt, dürften Länder demnach Einrichtungen auch früher öffnen. Umgekehrt sollen in Corona-Hotspots auch weitere Verschärfungen möglich sein.

Die Maskenpflicht soll außerdem erweitert werden und sowohl vor Einzelhandelsgeschäften als auch auf Parkplätzen gelten.

Entscheidung über Regeln fällt am Mittwoch

Über das Beschlusspapier der Ministerpräsidenten der Länder wird am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel beraten. Es wird erwartet, dass der Bund schärfere Maßnahmen fordert. Daher sind die Pläne der Länderchefs noch nicht bindend, sondern ein Entwurf, dem der Bund noch zustimmen muss.