Montez (Foto: Florence Bakic)
Montez

Der Bielefelder Rapper erntet nach einem Überraschungshit die süßen Früchte des späten Erfolgs. Nach vielen Ups und noch mehr Downs könnte Montez 2022 so richtig durchstarten.

Mit so einem krassen Erfolg hatte Luca Manuel Montesinos Gargallo, wie Montez eigentlich heißt, wohl selbst nicht mehr gerechnet. Der Bielefelder Rapper mit spanischen Wurzeln wird bereits 2011 – da ist der Schüler gerade mal 16 Jahre alt - von hiphop.de und dem Juice Magazin zum „Newcomer des Jahres“ gekürt. Auch in den Folgejahren liefert Montez eigentlich immer konstant ab – zu mehr als einem ewigen Geheimtipp in der sich stetig wandelnden Deutschrap-Szene reicht aber irgendwie nie.

Bis er 2020 dann doch noch einen Vertrag bei Universal Music unterschreibt. Und damit beginnt die späte Erfolgsstory von Montez. Zunächst knackt „Immer wenn ich gehen will“, sein Feature mit Elif schnell die Millionenen Views-Marke bei YouTube. Und dann veröffentlicht er „Auf & Ab“ und trifft mit dem Heartbreak-Track genau den Nerv der Generation TikTok. Nach gerade mal zwei Wochen wurde der Track auf TikTok in mehr als 50.000 Clips benutzt. Anfang September geht „Auf & Ab“ dann sogar auf Platz 1 in den deutschen Single-Charts. „Ich bin so überwältigt davon, wie viel Liebe ich bekomme. Nach all den Jahren und all den Rückschlägen“, sagt Montez zu dem plötzlichen Mega-Fame.

Montez‘ musikalische Glückssträhne wird sicherlich im Jahr 2022 nicht abreißen. Auch sein Feature mit der Ex-Hotlist-Rapperin badmómzjay auf „Mond“ Ende 2021 deutet daraufhin, dass Montez noch einiges auf Lager hat. Und authentisch ist sein Stil allemal. „Ich kann keine Musik machen, die albern oder besonders lustig ist - was ich schreibe, ist mein Leben.“