Glockenbach (Foto: Annika Yanura)
Glockenbach

Ob das Münchener Producer Team seine selbstgewählte Anonymität auch 2022 aufrechterhalten kann, muss angesichts der jetzt schon beeindruckenden Radiohitdichte ernsthalt bezweifelt werden.

Nicht jeder, der gern Songs schreibt, stellt sich mit seiner Musik genauso gern auf irgendwelche Bühnen, um sie dort vor Fans zu performen. „Uns war von Anfang an klar, dass wir im Hintergrund bleiben wollen. Deswegen sieht man von uns auch kein Gesicht, sondern nur diese Glasmaske“, begründet das Glockenbach-Mastermind die Inkognito-Strategie des Münchener Duos – wobei er auch im Interview konsequenterweise anonym bleiben möchte.

Der kreative Flow des Dance-Pop-Acts hat bisher auf gar keinen Fall darunter gelitten. Im krassen Gegenteil: seit „Dancing In The Dirt“, ihrem ersten Volltreffer Ende 2020, beweisen Glockenbach ein sehr sicheres Hitgespür. Besonders ihre beiden Features mit der Mannheimer Band ClockClock „Redlight“ und „Brooklyn“ haben nicht nur in der deutschen EDM-Pop-Szene mächtig Eindruck hinterlassen.

Benannt nach dem Münchener Szeneviertel arbeiten Glockenbach pendelnd zwischen Berlin und ihrer bayerischen Heimatmetropole. In Berlin schreiben sie mit wechselnder Unterstützung diverser Songwriter. Produziert wird dann dahoam. Wo man dank des selbstdesigntem „Maske in Hoodie“-Outfits noch lange ungestört weil unerkannt die Früchte des Erfolgs in den Bars und Kneipen Glockenbachs verjubeln kann.