Becks (Foto: Warner Music)
Becks

Becks hat das Zeug zum Sprachrohr der GEN-Z. Ihre selbstbewusste Musik ist der beflügelnde Soundtrack zur Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung.

Dass Becks im Refrain ihrer aktuellen Single „Avatar“ ausgerechnet „All The Things She Said“ von tATu zitiert, ist alles andere als willkürlich. Sorgte das russische Duo mit dem Track vor genau zwanzig Jahren für eine der wichtigsten LGBTQ+-Hymnen überhaupt. Im Gegensatz zu Russland, wo normabweichende Formen der Sexualität zunehmend politisch verfolgt werden, sind wir in Deutschland im Jahr 2022 schon etwas weiter. Dafür sorgen besonders viele junge Musiker:innen wie Becks, die für sexuelle Selbstbestimmung eintreten.

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte der 23-jährigen bei TikTok. Mit ihren Clips holt sie dort mittlerweile weit über 370.000 Follower:innen ab. Eigentlich kommt Rebecca Thomalla, wie Becks im real life heißt, aus der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Düren. Immer schon anders als die normalen Kids, leidet Becks unter den Erfahrungen der kalten Ablehnung. Bis sie irgendwann lernt, ihre Andersartigkeit zu ihrer schärfsten und lautesten Waffe zu machen. Ihr Motto heute: „Es ist egal, welchem Geschlecht du dich zugehörig fühlst, mach dein Ding, zieh an was dir gefällt, sei dein eigener Avatar, sei einfach du selbst und lebe dein Leben genauso, wie du es dir vorstellst.“

Der von Durchstarter BLVTH mitproduzierte Track „Avatar“ steht exemplarisch für alles, was Becks ausmacht. Energie, Catchyness und eine wunderbar ehrliche Art und Weise, den eigenen Standpunkt humorvoll und doch unmissverständlich klarzumachen. „Jeden Tag volle Macht über das, was ich tu“ – eine wie Becks kann der deutschen Popszene nur gut tun.