"New Music Hotlist" Logo 2021 (Foto: SR)
New Music Hotlist 2021

Wer wird die Musikwelt 2021 aufmischen? Wer wird den Durchbruch in den Mainstream schaffen? Die jungen Programme der ARD und Deutschlandfunk Nova präsentieren die wichtigsten neuen Musik-Acts mit der „New Music 2021“-Hotlist.


Leony (Foto: Ben Baumgarten)

Leony

Man nehme die vielleicht bekannteste Melodie von einem der berühmtesten Komponisten aller Zeiten und schreibe einfach einen Popsong. Das war die Idee von Leony Burger und die, ihres Produzenten und Managers Vitali Zestovskih. Also schnappten sie sich „Für Elise“ von Ludwig van Beethoven und holten den Song ins Jahr 2021. Und sofort hatte Leony mit „No More Second Chances“ ihren zweiten Hit in der Tasche.

1997 in Bayern geboren, nahm Leony 2014 mit ihrer Band Unknown Passenger an einer Casting-Show teil. Nach deren Auflösung machte sie solo weiter und unterschrieb ihren ersten Plattenvertrag in Australien! Später zog sie nach Berlin und lernte dort ihren heutigen Manager Vitali kennen. Der hatte gerade sein neues Projekt "VIZE" gestartet. Sie arbeitete an Hits wie „Far Away From Home“ und „Paradise“ und übernahm das Singen in der Hook. Weitere Hits für VIZE und Zusammenarbeit mit Acts wie Jerome, Nico Santos, Philipp Dittberner und Moguai folgten.

Anfang dieses Jahres startete Leony also eigentlich schon ihre zweite Solokarriere. Und das natürlich mit einem Hit: „Faded Love“, der inzwischen über vier Millionen Views bei YouTube hat. Aktuell findet man sie mit „No More Second Chances“ in immer mehr Streaming-Playlisten. Außerdem ist sie auch in den Charts ist vertreten und auf einer ganz persönlichen Mission: sich selbst als Popstar in Deutschland, und auch außerhalb davon zu etablieren.


Badmómzjay (Foto: Martin Eklund )
Badmómzjay

badmómzjay

Die erst 18-jährige Rapperin badmómzjay hat schon letztes Jahr mit ihren ersten Tracks die deutsche Rap-Szene aufgemischt. Mit ihrer eigenwilligen Art hat sie mit ihrer Debüt-EP "18" bereits die Charts erobert.

badmómzjay heißt mit bürgerlichem Namen Jordan (genannt Josy) Napieray und ist in der Nähe von Berlin aufgewachsen. Sie hat polnische Wurzeln und ihr Markenzeichen sind ihre langen purpur-roten Haare. Sie steht vor allem auf US-amerikanischen HipHop und rappt selbst auf Deutsch und Englisch, teilweise mit fließenden Übergängen.

Schon mit 17 hat sich badmómzjay im Netz durch diverse Freestyle- und Cover-Videos eine stabile Fanbase aufgebaut. Im Juni 2019 wird der Schweizer Rapper Monet192 auf sie aufmerksam und holt sie als Feature für seinen Track „Papi“ ins Boot. Ein halbes Jahr später folgt ihre erste eigene Single "24/7". 

Letztes Jahr kommt der Ball dann so richtig ins Rollen: badmómzjay haut einen Release nach dem nächsten raus. Einige davon – allen voran ihre Debut-EP „18“ - landen sogar in den deutschen Charts. Dabei ist es vor allem die selbstbewusste, teils provokante, aber vor allem authentische Art der Rapperin, mit der badmómzjay aus der Masse heraussticht.


WiztheMC (Foto: Mica Daniels Wiz)
WiztheMC

WiztheMC

Mit seinem freshen, genreübergreifenden Sound macht Newcomer WizTheMc nicht nur deutschlandweit von sich Reden. Zurzeit treibt der Musiker seine musikalische Karriere von Nordamerika aus an.

Newcomer WizTheMc ist schon gut rumgekommen in der Welt. Geboren ist er in Kapstadt in Südafrika und aufgewachsen im norddeutschen Lüneburg. Dort hat er auch angefangen erste Freestyles auf YouTube-Beats zu machen und hochzuladen. Zurzeit lebt Wiz in Toronto und treibt seine musikalische Karriere von Kanada aus an.

Dass der Junge Talent hat, hat er schon bewiesen. 2019 hat WizTheMc den Newcomer-Contest beim Splash-Festival gewonnen und wurde mittlerweile sogar von dem Indie-Label 10K Projects aus L.A. unter Vertag genommen. Da stehen also die Zeichen ziemlich gut für den facettenreichen Musiker, auch international Karriere zu machen.

Bisher läuft es jedenfalls: Der Track "For A Minute" hat zum Beispiel mittlerweile über 10 Millionen Streams erreicht und für 2021 hat WizTheMc schon weitere Releases angekündigt.


Jeremias (Foto: Julius Bracke)
Jeremias

Jeremias

Man könnte sie als eine Art deutsche Ausgabe der Parcels bezeichnen. Man kann aber auch einfach sagen: Mit Jeremias geht eine freshe junge Indie-Band mit funky Disco-Sounds an den Start.

Wer einigermaßen musikinteressiert ist, hat von diesen Newcomern aus Hannover bestimmt schon gehört. Jeremias haben u.a. Support für OK Kid und die Giant Rooks gespielt und auf ihrer letzten Tour im Februar 2020 zahlreiche Clubs ausverkauft.

Die Debüt-EP "Du musst an den Frühling glauben" von 2019 hat Tim Tautorat produziert, der u.a. auch schon mit AnnenMayKantereit und Faber zusammengearbeitet hat. 2020 haben die vier Jungs dann mit ihrer zweiten EP "Alma" nachgelegt und einmal mehr bewiesen, dass tanzbarer, sexy Discofunk und deutsche Texte durchaus zusammenpassen.

Mit "Alma" im Gepäck soll es im Februar und März für Jeremias eigentlich wieder auf Tour gehen. Ob die Corona-Situation das zulässt, bleibt abzuwarten. Bis wir sie wieder live erleben können, bringt uns ihr luftig-leichter Sound durch stürmische Zeiten.


 (Foto: DieserBobby)

Lune

Auch wenn ihr erster Track "Gebe auf" heißt, ist genau das für Newcomerin Lune zurzeit keine Option, denn sie fängt ja gerade erst an. Und wie! Denn mit ihrer allerersten Nummer hat es die Sinsheimerin bereits fast ganz an die Spitze der deutschen Charts geschafft. 

Lune heißt mit richtigem Namen Mailan Ghafouri und kommt aus dem baden-württembergischen Sinsheim. Erste Aufmerksamkeit erlangt die Musikerin letztes Jahr im August mit dem Song "CR1MINEL" - eine Kollaboration mit Rapper Samra. Kurz darauf haut Lune dann Anfang Oktober ihre erste eigene Single namens "Gebe auf" raus.

In dem Song geht es um Liebeskummer. Mit orientalisch angehauchten Gesangsmelodien singt sich Lune ihren Herzschmerz von der Seele. Und das ziemlich erfolgreich. Schon vor dem offiziellen Release ging der Track bei TikTok voll ab und landete dann auch nach der Veröffentlichung direkt in den deutschen Charts. Eingestiegen auf Platz 20 schaffte es der Song Anfang November sogar auf Platz 2 der Single-Charts und hat mittlerweile über 12 Millionen Aufrufe auf YouTube. Wir sind sehr gespannt, wie Lune nach diesem grandiosen Einstieg nun im neuen Jahr nachlegt.


Symba (Foto: Pressefoto)
Symba

Symba

Hiphop- und RnB-Sounds sind angesagt wie nie und die nächste Generation Deutschrapper*innen steht schon in den Startlöchern. Ganz vorne mit dabei: Symba.

Symba wird von allen Seiten gerade als einer der spannendsten Nachwuchs-Acts im Deutschrap gefeiert. Unter anderem ist er auch Teil der angesagten Crew Playboysmafia, zu der auch Pashanim gehört.

Nach ersten Releases über Soundcloud landet Symba im letzten Jahr mit "Angels sippen", "Mario Run" und "Battlefield Freestyle" direkt seine ersten Chart-Hits. Die Tracks bestechen durch reduzierten Trap-Sound und Texte, die sich selbst nicht zu ernst nehmen. Das spiegelt sich auch in seinen Videos. Statt mit dicken Autos, Waffen und halbnackten Frauen post Symba mit E-Roller, Schoßhund und Nerf Gun. Eine stabile Kombi.

Vor und mit der Kamera hat der 20-Jährige übrigens über seine Musikvideos hinaus Erfahrung: Er hat die Goldoni Theaterschule für Kinder und Jugendliche besucht und unter anderem in der Serie "Beat" mitgespielt. Zurzeit studiert er Regie in Babelsberg, wo er sogar der jüngste Studierende ist. Für das Multitalent stehen 2021 erst mal Festival-Shows an – unter anderem auf dem Splash! Festival, in der Schweiz und in Österreich. Und ein Debütalbum? „Das‘ ‘n3-Gang-Menü und nicht All-You-Can-Eat.“


Hava (Foto: Robert Maschke)
Hava

Hava

Hava hat sich mit Tracks wie "Heartbreaker", "Korb" und zuletzt "Molim" schon einen ganz guten Namen gemacht. Mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums "Weiss" startet sie jetzt endgültig durch.

Diese Nachwuchs-Musikerin aus Hamm sollte wirklich jeder für 2021 auf dem Zettel haben. Mit über 600.000 Followern auf Instagram und millionenfachen Klicks im Netz zählt die 22-jährige Hava zu den vielversprechendsten Newcomerinnen des Landes. Die Rapperin mit türkisch-bosnischen Wurzeln hat schon für ihren allerersten Song "Heartbreaker" vor anderthalb Jahren viel Aufmerksamkeit bekommen und landete Ende 2019 zusammen mit Nimo und dem Song "Kein Schlaf" sogar einen Nummer-1-Hit.

Hava selbst sieht sich zwar eher als Sängerin, wird aber von vielen in die Deutschrap-Schublade gesteckt. In ihrer vor kurzem veröffentlichten Single "Molim" singt Hava den Refrain auch in ihrer Muttersprache Bosnisch. Und nicht nur in diesem Track hat würdigt Hava musikalisch ihre Wurzeln. Auch auf ihrem Anfang Dezember erschienenen Debütalbum „Weiss“ singt sie zwischendurch auf Bosnisch oder verbindet traditionelle türkische und bosnische Sounds mit Trap, RnB und Pop. Die Platte hat sich sowohl in Deutschland, als auch in der Schweiz und Österreich in die Top 50 der Album-Charts manövriert. Beste Ausgangsposition für ein erfolgreiches 2021 für Hava.


Luna (Foto: Calvin Müller)
Luna

Luna

Mit ihrem Song "Verlierer" verursacht die 18-jährige Luna aus Passau von heute auf morgen einen TikTok-Hype. Der Track verschafft ihr innerhalb von wenigen Tagen den Durchbruch.

Die 18-jährige Luna aus Passau hat schon früh mit dem Musikmachen angefangen. Sie spielt Klavier und Gitarre und schreibt schon länger eigenen Songs. Neben diversen Cover-Versionen hat Luna auch immer wieder mal eigene Song-Snippets im Netz hochgeladen. So auch am 3. Oktober, als sie einen 50-sekündigen Ausschnitt ihres noch gar nicht ganz fertigen Songs "Verlierer" auf TikTok teilt.

Und dann geht's ab. Innerhalb von kürzester Zeit gibt es knapp 2 Millionen Reaktionen auf das Video und selbst Stars wie Fynn Kliemann, Nico Santos und LEA werden auf Luna aufmerksam. Mit der offiziellen Veröffentlichung der mitreißenden Ballade Anfang Dezember steigt Luna dann auch prompt auf Platz 3 der deutschen Single-Charts ein. Und zwar direkt hinter den Weihnachtshits von Wham! und Mariah Carey. So gut wie 2020 für Luna aufgehört hat, kann es dann wohl in 2021 auch gerne weitergehen.


LariLuke (Foto: Sony Music)
LariLuke

Lari Luke

Larissa Rieß ist ja bestens bekannt aus Funk und Fernsehen, vor allem als 1LIVE-Moderatorin, wie auch vom Neo Magazin Royale oder der Serie Jerks. Sie macht aber auch Musik. Als Lari Luke legt sie auf und bringt jetzt auch eigene Tracks raus.

Ihre DJ-Tätigkeit wird den meisten ja bekannt sein. Zuletzt hat Lari Luke beim Parookaville 2020 bewiesen, was sie für eine wahnsinnige Energie an den Turntables  versprüht. In ihren basslastigen Sets vereint sie Dubstep, Trap und Futurebass und hat damit schon auf Festivals wie Rock am Ring, Summerjam und dem Juicy Beats abgerissen.

Der Name Lari Luke steht aber nicht mehr nur für krasse DJ-Sets auf Festivals und in ausverkauften Hallen: Die Heidelbergerin ist mittlerweile auch als Produzentin aktiv. Im Sommer veröffentlichte Lari Luke zum Beispiel ihre Single Jealousy feat. PollyAnna. Ein Gute-Laune-Song, derLust auf mehr macht. Und nach einer kleinen Pause soll es 2021 auch noch mehr Material geben – und hoffentlich auch den ein oder anderen Post-Corona-Abriss.


Sero  (Foto: Philipp Gladsome)
Sero

Sero

Wo andere auf dicke Hose machen, gibt er sich offen und verletzlich. Der Berliner Rapper Sero hat mit "Regen" vor kurzem sein zweites Album rausgebracht. Eine melancholische Platte, die sich mit den eigenen Dämonen auseinander setzt. 

Rapper Sero ist 1992 in Berlin-Schöneberg als Sohn einer deutschen Mutter und eines tunesischen Vaters geboren. Seine Jugend war schwierig, sagt er. Schon mit 11 rutscht er ab, nimmt Drogen und baut ziemlich viel Scheiße. Am Ende kriegt er aber doch die Kurve und besteht sein Abi mit 1,0. Nach diversen Studienabbrüchen landet er schließlich mit einem Demo-Tape beim renommierten Label Four Music und bringt dort 2017 sein Debütalbum "One and Only" raus.

Nach drei EPs und dem Hit "Temperamento" hat Sero im November mit "Regen" sein zweites Album veröffentlicht. Darauf setzt er sich mit den eigenen Dämonen auseinander. Es geht um Ängste, die eigenen Unzulänglichkeiten, Isolation und die Unmöglichkeit von Liebe. Sich selbst so verletzlich zu zeigen ist im stark maskulin geprägten Rap doch eher eine Seltenheit. Umso spannender zu beobachten, wo die Reise von Sero noch so hingehen mag.


Clide (Foto: Frieder Weiler)
Clide

Clide

Mit seinen 20 Jahren klingt der Berliner Musiker Clide jetzt schon wie ein internationaler Star. Seine ersten Tracks wurden bereits millionenfach im Netz angeklickt.

Er klingt total wie ein internationaler Musiker. Könnte daran liegen, dass Newcomer Clide Halb-Amerikaner ist. Geboren und aufgewachsen ist er allerdings in Berlin und macht auch dort zurzeit seine Musik. 

Vor einem Jahr hat Clide seine Single "Broken Parts" veröffentlicht, die mittlerweile schon millionenfach gestreamt wurde. Ebenso der Track "Lost". In seinem Sound kombiniert Clide reduzierten Pop mit RnB-Elementen. Seine Songs klingen oft traurig und fröhlich zugleich – dabei aber immer fresh und kreativ produziert. Kein Wunder, dass seine aktuelle Single "Blank Space" auch international viel Aufmerksamtkeit bekommt.

Neben seinen eigenen Songs schreibt Clide übrigens auch erfolgreich für andere Künstler. Er hat zum Besipiel den Radiohit "Never Let Me Down " von VIZE & Tom Gregory mitgeschrieben. Ein Singer/Songwriter von dem man also mit Sicherheit in Zukunft noch viel hören wird. Für den Anfang kann man sich seine vor kurzem veröffentlichte Debüt-EP "In My Mind" reinziehen.


Emily Roberts (Foto: SMD RCA)
Emily Roberts

Emily Roberts

Wer vor einem Jahr das Dschungelcamp geschaut hat, kennt die Stimme von Emily Roberts schon bestens. Mit "In This Together" steuerte sie den Titelsong zur 14. Staffel der Kult-Show bei.

"In This Together" wurde mittlerweile auch millionenfach im Netz angeklickt. Nicht der einzige große Erfolg von Emily Roberts bisher. 2019 leiht sie dem Produzenten-Duo Gamper & Dadoni ihre Stimme für das Cover von "Bittersweet Symphony". Die Nummer war wochenlang in den Charts und hat mittlerweile Goldstatus.

Schon mit 15 schreibt Emily Roberts ihre ersten eigenen Songs. Vier Jahre später hat die gebürtige Hamburgerin ihren ersten Plattenvertag in der Tasche. liebt die Musik und liebt es auf der Bühne zu stehen. Die hat sie sich sowohl schon mit nationalen Größen wie Lea, als auch internationalen Stars wie Sam Fender geteilt.

Eigentlich sollte es für Emily im Herbst 2020 auf ihre erste eigene große Tour gehen. Die musste sie allerdings in den kommenden Mai verschieben. Dann hat sie aber neues Material im Gepäck: Am 22. Januar erscheint nämlich ihr neues Album „Not On Love“.


Moglii (Foto: Pressefoto)
Moglii

Moglii

Mit seiner Kombi aus analogen Sounds und digitalen Elementen bringt der Kölner Produzent Moglii immer wieder freshe Tracks an den Start.

Hinter dem Künstlernamen Moglii steckt der Kölner Musiker und Produzent Simon Ebener-Holscher. Er ist ausgebildeter Jazzpianist und war eine Zeit lang Teil des Bandprojekts Moglebaum. Mittlerweile konzentriert er sich aber ausschließlich auf sein Solo-Schaffen als Moglii.

Seine Debüt-EP "Naboo" hat weltweit 30 Millionen Streams gesammelt und auch live kann der Musiker bereits internationale Auftritte verbuchen. Wie zum Beispiel beim The Great Escape Festival in Großbritannien und beim ungarischen Sziget Festival. Nach Supporttouren mit Elderbrook und San Holo durch Europa Ende 2019 hatte Moglii das Glück, vor dem Corona-Ausbruch noch eine Tour in Indien zu spielen.

In den letzten Wochen und Monaten hat Moglii schon einige neue Tracks rausgehauen und wird uns auch in 2021 mit coolem neuen Material versorgen.


Schmyt (Foto: Lea Bräuer)
Schmyt

Schmyt

Mit Schmyt ist ein spannender Newcomer am Start, der für den ein oder anderen vielleicht gar nicht so neu ist. Zumindest wenn einem die Indie-Band Rakede was sagt.

Vor gut fünf Jahren landete die Berliner Band Rakede mit "Jetzt gehst Du weg" einen kleinen Hit. Nach zwei Alben und Kollaborationen mit Stars wie Seeed oder Samy Deluxe war lange Funkstille. Letztes Jahr im Juni gab die Indie-Band dann schließlich ihre Trennung bekannt. Für die einen ein Ende, für einen anderen ein Neubeginn. Denn letztes Jahr im April veröffentlicht der frühere Rakede-Sänger Julian Schmit als Schmyt seine erste Solonummer "Niemand”. 

Sowohl bei der Debüt-Single von Schmyt als auch bei seinem zweiten Track "Taximann" schwingt eine gewisse Endzeitstimmung mit. Der Sound düster und beklemmend, die Vocals emotional. Mit seinen neuen Releases taucht Schmyt in die Deutschrap-Szene ein und zieht dort auch gleich ein Feature an Land: Gemeinsam mit Megaloh auf „Monoton“ von Majan. Was als nächstes kommt? Es bleibt spannend. Ein Instagram-Post lässt vermuten, dass Schmyt gerade was mit Tua ausheckt.


Telquist (Foto: Gerbert&Dürst)
Telquist

Telquist

Hinter Telquist steckt der Regensburger Musiker Sebastian Eggerbauer. Mit seiner entspannten Indie-Pop-Nummer "Mojo" gibt er schon mal einen frischen Vorgeschmack auf sein neues Album. Das kommt im Frühjahr.

Sebatian Eggerbauer macht nicht erst seit gestern Musik. Viele Jahre lang hat er nach eigener Angabe immer nur den Bass in diversen Bands gespielt. Dann hat er nebenbei angefangen an eigenen Songs zu basteln und weil ihm das rein instrumentell auf Dauer zu langweilig war, hat er dann irgendwann einfach selber gesungen.

2017 erschien das Debütalbum von Telquist. Das war noch von Reggae inspiriert. Mittlerweile gehen die Songs aber mehr Richtung Indie-Gitarre mit Elektro-Pop-Elementen. Mit Tracks wie "Trash Talk", "High and Low" und zuletzt "Mojo" gibt Telquist schon einmal einen Vorgeschmack auf sein neues Album, das im Frühjahr erscheinen soll.

Bei Konzerten wird Sebastian übrigens von einer Live-Band unterstützt. Corona-bedingt wurde die Tour von Telquist 2020 leider mehrfach verschoben. Bleibt zu hoffen, dass es in 2021 viele Gelegenheiten gibt die neue Soundästhetik auch live auf der Bühne zu präsentieren.


Céline (Foto: Pressefoto)
Céline

Céline

Erst im November wurde Céline beim NEW MUSIC AWARD als "Newcomerin des Jahres" ausgezeichnet - kein Wunder, dass sie sich jetzt auch auf unserer Hotlist für 2021 wiederfindet.

Erst im Februar 2020 veröffentlicht Céline mit "Was machst Du da?" ihre allererste Single. Die kommt aber direkt bei den richtigen Leuten an. Keine Geringere als Loredana nimmt die 20-Jährige aus Paderborn mit auf ihre "King-Lori"-Tour, die allerdings wegen Corona nach nur einer Show abgebrochen wird.

Auf den Rückschlag folgt ein weiterer Meilenstein auf Célines Weg zum Durchbruch: Ufo361 holt sie für die Neuauflage seines Hits "Emotions" ins Boot. „Emotions 2.0.“ landet direkt auf Platz Eins der deutschen Charts. Auch ihre eigenen Singles "Tränen aus Kajal", "Blue Jeans" und "Überall" kann die Sängerin in den deutschen Singlecharts platzieren. Zum Abschluss eines erfolgreichen Jahres veröffentlicht Céline im November ihre erste EP „Instinkt“.

Nachdem sie sich dann noch gegen die starke Konkurrenz beim New Music Award durchsetzt und im November 2020 als "Newcomerin des Jahres" ausgezeichnet wird, kann man wohl sicher sein, dass an Céline 2021 wirklich kein Weg vorbeiführt.