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Logo: Die New Music Award Hotlist 2020 (Foto: Pressefoto)
New Music Hotlist 2020

Welche Bands, welche Künstlerinnen und Künstler werden 2020 groß? Die jungen Programme der ARD und Deutschlandfunk Nova wagen eine Prognose und stellen die ersten Acts vor, die dieses Jahr den Durchbruch schaffen können.


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Alli Neumann

Alli Neumann hat keinen Bock mehr auf Patriarchat - das gilt auch für die Musikindustrie. Sie will auf den Tisch hauen und Denkanstöße liefern. Der passende Soundtrack dafür? Ihr eigener Pop-Sound! Alli Neumann wusste schon früh, dass sie Musik als Beruf machen will. Oder Antiquitätenhändlerin, weil das der Papa auch macht. Aufgewachsen ist sie nach Umzügen von Solingen nach Polen in Nordfriesland in der Nähe von Flensburg. Und das unweit von Fresenhagen, der Wirkungsstätte von Ton Steine Scherben und Rio Reiser, welche Alli inspirierten, selbst Songs zu schreiben.


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wavvyboi

Seine Lyrics sind wie eine Operation am offenen Herzen: Intim, emotional, düster und ein bisschen rauschhaft. "Meine ganze Kunst beginnt im Tagebuch." Das sagt jedenfalls Simon Vogt aka wavvyboi. Dementsprechend intim und emotional sind die deutschsprachigen Düsterpop-Songs des Multi-Instrumentalisten, die bei Streamingdiensten vereinzelt bereits die Million geknackt haben.


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Elias

Es wird Zeit, dass dieser Flow mehr Aufmerksamkeit bekommt! Seinen von classic US-Rap inspirierten Style bringt der Düsseldorfer Rapper Elias mit seinen deutschsprachigen Lyrics so pointiert zum Ausdruck wie nur wenige andere. Dass Elias in Deutschrapkreisen bereits als einer der wichtigsten Newcomer gehandelt wird, liegt an seiner Einzigartigkeit: Zum einen sind der Sound, die Verweise in seinen Texten und sein Style eine perfekte Hommage an die Hip-Hop-Kultur der 2000er, zum anderen hat der im Kongo geborene Rapper einen krass amerikanischen Flow, obwohl die meisten seiner Texte deutsch sind.


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bülow

Mit "This Is Not A Lovesong" sichert sich bülow über fünf Millionen Streams auf Spotify. Mit zuckersüßem und zugleich leicht melancholischem Indiepop-Sound betrachtet sie gängige Themen von einer unkonventionellen Seite. Megan Bülow, genannt bülow, ist die ersten acht Jahre in Hamburg aufgewachsen, danach Berlin, Niederlande, dann etwas Texas und jetzt Toronto. Deutsch spricht sie eigentlich nur noch mit ihren Eltern und Großeltern.


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Badchieff

Wie ein gediegenes Wochenende: Dieses gute Gefühl hinterlässt der Sound von Badchieff. Das hat auch Cro schnell erkannt und den Newcomer schnurstracks für sein Label verpflichtet. Cro beweist ein weiteres Mal sein Gespür für Newcomer. Denn neben NEW MUSIC AWARD-Act Majan unterstützte der Stuttgarter auch Badchieff. Er nahm ihn mit auf seine „stay tru.-Tour“ und signte ihn schlussendlich auch für sein neugegründetes Label "trueworks records". Nachvollziehbar, klingen Badchieffs Tracks doch überraschend international und erinnern gerne mal an den frühen The Weeknd.


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Jamule

Jamule ist längst dabei, sich einen Namen zu machen und löst bei uns jetzt schon einen Hype auf sein kommendes Debütalbum "LSD" aus. Es brodelt ja schon eine Weile, aber mit dem Debütalbum „LSD“ kommt nun die erste wirklich große Ansage: Jamule, der eigentlich Jamal Manuel Issa Serrano heißt und aus Essen kommt, ist einer der gehyptesten Shootingstars im Deutschrap-Game.


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Nina Chuba

Ein einzigartiger Sound zwischen Soul, Indie und ein bisschen Billie Eilish, dazu ein unverwechselbares Timbre. Ende 2018 hat Nina Chuba alles auf eine Karte gesetzt: Sie hat ihren Job an den Nagel gehängt und ihre Uni-Pläne auf Eis gelegt, um ihre ganze Konzentration der Musik zu widmen. Sie ist gesegnet mit einer Stimme, die nicht nur geschult, sondern auch so beseelt ist, dass man beim Zuhören regelmäßig Gänsehaut bekommt. Und der Weg, den die Hamburgerin eingeschlagen hat, scheint der richtige zu sein: Genau ein Jahr nach der großen Entscheidung hat sie bei Universal einen Plattenvertrag unterschrieben.


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Apache 207

Wenn es um Fame geht, ist Apache 207 fast über den Newcomer-Status hinaus, obwohl er noch nicht sehr lang im Rap-Game mitmischt. Auf diese Hotlist gehört er, weil es gut sein kann, dass er 2020 Rap-Deutschland zerlegt. Sonnenbrille und lange, schwarze Haare: Er muss kaum noch vorgestellt werden, denn Apache 207 ist Deutschraps nächster, größter Superstar. In seinen Songs trifft Rap schon mal auf Eurodance und seine Texte gehen tief – mal emotional, mal ironisch. Im Streaming ist der Ludwigshafener eh schon an der Chartspitze, seine Tour im nächsten Jahr war ruckzuck ausverkauft.


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Mia Morgan

Mia Morgan kommt aus Hessen und bezeichnet sich selbst als "Kassels größter Stolz". Bei der blitzschnellen Entwicklung, die sie hingelegt hat, ist das auch gar nicht übertrieben! 2018 hatte Mia Morgan gerade mal einen Song veröffentlicht - inzwischen kann sie schon auf Support-Auftritte für die Leoniden und Drangsal, auf eigene Festival-Shows und eine gemeinsam mit Nerven-Frontmann Max Rieger produzierte Debüt-EP zurückblicken.


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ELI

ELIs bekanntester Song wird häufig mit Ed Sheeran in Verbindung gebracht. Das stimmt zwar nicht, spricht aber sehr für die Qualität von ELIs Sound. Seinen Song „Change Your Mind“ kennen viele von euch bereits – dafür hat ein großes Telekommunikationsunternehmen gesorgt. Dass der Künstler dazu ELI heißt, hat sich dagegen noch nicht überall rumgesprochen, schließlich wurde der Song fälschlicherweise immer wieder Ed Sheeran zugeschrieben - was nicht die schlechteste Referenz ist.


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OG Keemo

Dunkler Sound, smarte, drastische Texte, keine Klischees, aber viele Emotionen. Manche Leute sehen in OG Keemo aus Mannheim den deutschen Kendrick Lamar oder Tyler, the Creator - und natürlich wird das der Sache nicht gerecht. Aber vielleicht sehnt sich Hip-Hop-Deutschland einfach nach einem Rapper, der nicht nur rumprollt, sondern überragend abliefert und damit trotzdem nicht hausieren geht. Weil er gar nicht muss. Weil er allein aufgrund seiner Inhalte bereits auf Tour war mit RIN oder Dendemann, Genetikk-Features hat oder Komplimente von allen Szene-Größen inklusive Casper bekommt.


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Bruckner

Wer denkt, dass Leichtigkeit und Tiefe nicht zusammenpassen, der wird von den Bruckner-Brüdern eines Besseren belehrt: Sie haben es drauf, leichtem Deutschpop Tiefgang zu verleihen. Immer wenn man berührt ist von Bruckner-Songs wie „September“, „Zehenspitzen“, „So schön“ oder „In drei Jahren“ und gleichzeitig denkt, man wüsste, was als nächstes kommt, wird man überrascht. Textzeilen, Rhythmen, Melodien – Bruckner haben immer eine Feinheit, die uns sagt: Das hier ist echt und es kommt vom Herzen.


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102 Boyz

Schwer vorzustellen, dass der Bürgermeister der Kreisstadt Leer in Ostfriesland bei einem öffentlichen Anlass irgendwann einmal die 102 Boyz als kulturelle Botschafter seines Ortes präsentiert. Aber einer der spannendsten Hip-Hop-Acts 2020 kommt nun einmal von hier, aus dem tiefen Norden.


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Majan

2019 wurde Majan beim NEW MUSIC AWARD als "Newcomer des Jahres" ausgezeichnet - kein Wunder, dass er sich jetzt auch auf unserer Hotlist für 2020 wiederfindet. Mit ein wenig Hilfe von Cro hat es Majan im letzten Jahr weit gebracht. Dank seines Pandamasken-Kumpels konnte er mit „1975“ seinen ersten größeren Hit feiern!


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Emilio

Emilio kennt man aus Produktionen wie "4 Blocks" oder "Heilstätten". Bisher hat er uns vor allem etwas für die Augen geliefert - sein kommendes Debütalbum zeigt aber, dass er noch mehr Talente neben der Schauspielerei hat. Der Berliner Emilio ist den Jüngeren unter uns vielleicht noch als Tarik aus der Kinoreihe „Bibi & Tina“ bekannt. Oder ihr habt ihn in der ersten Staffel von „4 Blocks“ gesehen? Vielleicht habt ihr sogar schon seine erste Single „Bisschen Allein“ im Radio gehört – eine Deutschpopnummer, die sofort in Ohr geht.


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Provinz

Diese vier Jungs aus dem Ländle sind alles andere als glattpoliert - stattdessen geben sie uns mit ihrer Musik das, was uns high fühlen lässt. Bei Provinz stehen alle Zeichen auf Durchbruch: Eine erste (fast) ausverkaufte Headliner-Tour, ein bevorstehendes Debütalbum bei Warner und jede Menge Festivalgigs!

Was genau ist die Hotlist?

Noch nie gab es mehr Musik dort draußen. Alle paar Minuten legt sich ein euer Act ein Instagram-, Facebook- oder Bandcamp-Profil an. Bereit für tausende Follower und Fans. Jeden Freitag werden hunderte neue Songs veröffentlicht. Bereit für jede Menge Klicks und die ersten Plätze der Playlisten. Nur: Wer soll das alles hören? Die New Music Hotlist soll euch einen Überblick verschaffen, bei wem ihr mit dem Hören anfangen könnt. Vielleicht entdeckt ihr hier einen neuen Lieblingskünstler!

Warum ihr diese jungen Leute hören solltet

Die jungen Radiosender der ARD und Deutschlandfunk Nova veröffentlichen dafür seit 2019 die NEW MUSIC - Die Hotlist. Anfang des Jahres geben sie damit einen ersten Überblick über die folgenden Monate. Wagen eine Vorhersage, wer in diesem Jahr Aufsehen erregen könnte, weil der Act sich in seiner Szene gerade mehr als einen Namen macht. Weil immer mehr Zuschauer auf die Konzerte kommen und die Streaming-Zahlen steigen. Weil der Act heißer Anwärter auf die Kritiker-Bestenlisten am Ende des Jahres ist. Oder weil er den ganz großen Durchbruch zum Star hinlegen könnte.

Für die NEW MUSIC Hotlist voten die Musikredaktionen aller beteiligten Sender ihre Favoriten für das kommende Jahr. Darüber hinaus wurden mehr als 100 Manager, Booker, Promoter, Produzenten, Plattenfirmen-Scouts und viele andere Personen aus der Musikindustrie um ihre Tipps gebeten. Die besten 16 Acts stehen am Ende auf der Hotlist – bereit das Musikjahr 2020 nachhaltig zu bestimmen. Begleitet von den jungen ARD-Programmen und Deutschlandfunk Nova.


Mehr zum NMA und der New Music Hotlist:
newmusicaward.de