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Jadu (Foto: Pressefoto)
Jadu

Am Sonntag gab's für euch Military Pop von "Jadu". Die Sängerin aus Berlin hatte bei der Entstehung ihres Debütalbums Hilfe von ihrem Ehemann - und der weiß, wie es geht, denn es ist Marteria. Hier gibt's für euch alle Infos zum Nachhören und Nachlesen.

Geboren in Bad Essen, Landkreis Osnabrück, will Jadu von Anfang an eigentlich immer nur raus: aus der Provinz, der Schule, den Umständen. Nicht weil ihre Familie sie nervt – denn die ist für sie ein Hort der Geborgenheit – sondern weil sie raus muss. Mit gerade mal 19 Jahren nimmt sie all ihren Mut und ihre Sachen zusammen und geht auf eigene Faust nach Berlin – für sie ganz klar: "Wenn man sich für Kunst und Musik interessiert, ist Berlin der totale Sehnsuchtsort, wo alles brodelt. So habe ich mir das jedenfalls immer vorgestellt."

In Berlin ist aber erst einmal alles ein Kampf: Die Sängerin macht "Trotteljobs", arbeitet als Komparsin beim Film und in der Werbung, und schließlich einige Jahre als Immobilienmaklerin. Aber schon damals sind ihr die Bands, Musik und die Instrumente, die sie spielt wichtiger als ihr Job.

Jadu in der STARTHILFE
Jadu in der STARTHILFE

Jadus Leben war ein Kampf

Die Musik, die Jadu im Kopf hat, gibt es da draußen nicht, also muss sie sie selbst machen. Eine große Unterstützung auf diesem Weg ist ihr Ehemann, der Rapper Marteria. Das sich gegenseitig befruchtende Verhältnis der Eheleute beschreibt Jadu nicht zuletzt in dem Song "Feldzug Berlin", einem der Songs auf ihrem Debütalbum "Nachricht vom Feind". Darauf verzahnt die Berliner Sängerin Gesellschaftskritik und martialische Stilfiguren, Dream Pop und subtile Erotik.

Die Platte ist das Ergebnis einer langjährigen musikalischen und menschlichen Suche. Die Songs auf dem Album erzählen von den Kämpfen, die Jadu auf persönlicher und künstlerischer Ebene ausgefochten hat. Dabei bedient sich die Sängerin militärischer Metaphern und martialischer Stilfiguren: "Ich habe mein bisheriges Leben überwiegend als Kampf empfunden. Die Schule war ein Kampf, die Liebe sowieso, ich habe um Freundschaften gekämpft, um Anerkennung, um die Liebe meines Vaters, um Selbstakzeptanz und einiges mehr. Darüber habe ich ein Faible für militärische Ästhetik entwickelt." Das Militärische ist hier also eine Metapher für innere und äußere Kämpfe.

Genre: Pop


In der STARTHILFE gibt's immer einiges auf die Ohren. Also: Einschalten!