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Albumcover Namika - Qur Walou (Foto: Namika)

Que Walou

Namika

Mit ihrem neuen Album "Que Walou" hat die Frankfurter Rapperin, Songschreiberin und Sängerin Namika endgültig alle Genregrenzen hinter sich gelassen. Eine Platte über Selbstbehauptung, Identität und die verdammte Suche nach dem Glück.

"Que Walou" ist eine Redenwendung aus dem marokkanischen Dialekt "Tamazight" und bedeutet - übersetzt und abhängig vom Kontext - entweder "wie nichts" oder "für nichts". Genau so klingt das Album nun auch: Leicht, bouncy, scheinbar mühelos. Das wichtigste Merkmal aller großen Kunst hat Namika verinnerlicht: Man darf ihr die viele Arbeit nicht anhören, die in ihr steckt.

Que Walou

Namikas neues Album ist sehr persönlich - Vor allem mit den Songs "Que Walou", "Hände" (eine Hommage an ihre Großmutter) und "Ahmed" erzählt die Künstlerin ihr Leben. "Ahmed" ist das vielleicht ergreifendste Lied auf "Que Walou". Denn Ahmed war Namikas Vater und hat die Familie früh verlassen. Vor einigen Jahren ist er nach einer Haftstrafe verstorben, kennengelernt hat Namika ihren Vater nie.

Musik ist eine universelle Sprache, und auf diese Art von Verständnis kommt es Namika an. Da ist es dann auch nicht so schlimm, wenn sie kein Wort von dem versteht, was der nette Typ am Strand ihr in der ersten Single aus "Que Walou", "Je Ne Parles Pas français", erzählt, weil er nun mal Französisch spricht und Namika nicht. Es klingt halt so charmant und die Ausstrahlung stimmt – Gefühl ist manchmal wichtiger als Logik.

Albumcover Namika - Qur Walou (Foto: Namika)

Tracklist:

  • Qur Walou
  • Alles was zählt
  • Je ne parle pas français
  • Ok
  • Programm
  • Liebe Liebe
  • Dschungel im Kopf
  • Parkbank
  • DNA
  • Ahmed (1960-2002)
  • Hände
  • Comic
  • Roboterliebe
  • Kronleuchterlicht
  • Ich will dich vermissen
  • Zirkus

"Que Walou" ist ein Album über die Liebe und das Leben, über die Suche nach Identität und die verdammte Sehnsucht nach dem Glück. Ein Akt der Selbstbehauptung – nicht zuletzt durch die Selbstverständlichkeit, mit der Namika zu Werke geht. Sie weiß natürlich, dass sie in Deutschland als gleichermaßen gut rappende und singende Pop-Frau nahezu alleine dasteht.