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New Music Award (Foto: dpa)
New Music Award - die Nominierten

Der New Music Award steht zum zwölften Mal an! Wie jedes Jahr vergeben die jungen Radioprogramme der ARD ihn an Nachwachsmusiker und -bands. Für UNSERDING gehen die Mushroom People ins Rennen. Infos zu allen Bands und Künstlern findet ihr hier!

Vor zwei Jahren haben die Leoniden den Preis für das Saarland abgereäumt - dieses Jahr gehen zehn neue Musiker und Bands ins Rennen um den New Music Award. Für UNSERDING sind das die Mushroom People. Der Preis wird dieses Jahr im Norden Deutschlands vergeben, im Rahmen des Reeperbahnfestivals in Hamburg am 20. September. In zwei Kategorien können die Künstler abräumen: "Newcomer des Jahres" und "Durchstarter des Jahres". Die Gewinner werden von den Musikredaktionen der jungen ARD-Programme verliehen. In den letzten Jahren haben zum Beispiel auch Kraftklub oder OK Kid den Preis abgeräumt.


Nominiert von UNSERDING: Mushroom People

Mushroom People sind ein elektronisches Pop-Trio aus Saarbrücken. Schon in jungen Jahren zeigten die drei Interesse an Banken, Steuern und ehrlicher Arbeit, aber ihre Eltern hatten andere Pläne: Sie drängten ihre Kinder dazu sich mit experimentellem Sounddesign, makellosem Songwriting, sowie Trap und Future Bass auseinanderzusetzen. Nachdem Mushroom People ihr Schicksal akzeptiert hatten, beschlossen sie, es mit dieser ganzen Musiksache zu versuchen ... und es geht ihnen recht gut dabei.

Die drei Mitglieder der Band Mushroom People. (Foto: Sebastian Knoebber)

 

Nach dem ersten großen Labelrelease auf Kontor Records und einem Musikvideodreh in den Alpen ging es für Mushroom People sprichwörtlich bergauf. Die drei Saarländer schafften es mehrmals auf renommierte Playlisten wie den „New Music Friday“ auf Spotify, sowie „Das Beste der Woche“ von Apple Music. Außerdem konnten sie die Aufmerksamkeit von Größen wie Robin Schulz und Alle Farben auf sich ziehen, durch deren Hilfe sie den ersten Schritt ins internationale Musikgeschäft schafften. Seitdem stehen neben eigenen Songs auch Remixe, Produktionen und Songwriting Sessions für andere Künstler auf dem Terminkalender.

Beim New Music Award 2019 gehen Mushroom People für uns ins Rennen. Wir drücken die Daumen! 


Nominiert von N-Joy: Lejo

Alles auf eine Karte setzen, auch ohne Kohle Risiken in Kauf nehmen und letztlich auf sich selbst vertrauen: Nicht viele Musiker legen einen Karrierestart wie Lejo hin ohne sich zu verkalkulieren. Dem 24-jährigen Sänger und Multi-Instrumentalisten gelang das Signing bei Scoop Music und die Zusammenarbeit mit Produzent Robert Stevenson (Mighty Oaks, Von wegen Lisbeth u.a.) aus eigener Kraft, seinem eigenen kreativen Schaffensdrang.

Der Musiker Lejo auf einem Sofa (Foto: Pressefoto)

Mit Nebenjobs am Bau und als Kellner finanzierte er seine ersten Demo-Aufnahmen, spielte vor allem nachts im Studio eines Freundes sämtliche Instrumente selbst ein. Hat sich gelohnt. Jetzt ist er auf dem besten Weg die hiesige Popmusik zu entstauben und mit neuen Ideen fit für die Zukunft zu machen. Einflüsse wie John Mayer, Stevie Wonder, Marvin Gaye oder auch Frank Ocean inspirieren ihn bis heute. Das Ergebnis sind wunderbar gefühlvolle, aber eben auch groovige Songs, in denen Lejo schonungslos auf sich und seine Gegenüber blickt.


Nominiert von MDR Sputnik: KLAN

Wir leben in seltsamen Zeiten. Gott ist eine Frau (sagt Ariana Grande), Deutschland scheidet in der Vorrunde aus und Donald Trump hat in den letzten zwei Jahren mehr erreicht, als jeder amerikanische Präsident vor ihm (sagt Donald Trump). Vielleicht ist Gott auch tot. Das sagen KLAN in “Woran glaubst du?” – einem der Songs ihres Debütalbums “Wann hast du Zeit?”. Es geht um Sinnsuche, um klare Meinungen und digitale Gefühle. Stefan und Michael, zwei Brüder aus Berlin, finden Worte und Melodien für die großen Themen ihrer Generation.

Das Musiker-Duo KLAN (Foto: SR)

Die Dinge anders und besser zu machen ist ein durchgehendes Muster in KLANs Musik. Da, wo zur Zeit durchaus ein wenig irrationale Teenage Angst ausbrechen könnte, bleiben KLAN kühl und klar. Verantwortlich dafür sind das musikalische Gespür für gutes Songwriting und die Tatsache, dass sich die Brüder in ihren Fähigkeiten so gut ergänzen: aus jedem der selbst geschriebenen Tracks klingen die Persönlichkeiten der Künstler durch – Michael als Sänger und Texter mit direkter Sprache und feinem Witz und Stefan als Produzent und Gitarrist mit genreübergreifender Vielseitigkeit.


Nominiert von YOU FM: Kelvyn Colt

Laut seines Labels ist der 24-jährige Songwriter und Rapper Kelvyn Colt aus Wiesbaden überall zu Hause. Seine Musik versteht er als Soundtrack für alle, die sich nicht so ganz zugehörig fühlen,die sich nicht gerne in Schubladen stecken lassen. 2Pac, Kid Cudi und Eminem hebt er als besondere Inspirationsquellen hervor. Kelvyn Colt wuchs in Wiesbaden als Sohn einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters auf. 2014 brach Kelvyn sein Studium in Deutschland ab, um in London weiter zu studieren. Ein Alibi, wie sich herausstellte, denn er kaufte ein One-Way-Ticket in die britische Hauptstadt, um dort an seiner Musik zu feilen. Die Flugnummer LH914 von damals gab seiner ersten EP ihren Namen.

Der Musiker Kelvyn Colt (Foto: Svenja Trierscheid)

Bei seiner Musik trifft Trap auf Grime und R‘n‘B – und erzeugt dabei eine Mischung, die mal kämpferisch, mal sinnlich, und auch politisch klingt. Vor allem aber ist Kelvyn Colts Sound modern und zukunftsweisend, denn er vertont die Lebensrealität eines Künstlers, dem Grenzen aller Art zuwider sind. Obwohl er mittlerweile zwischen Berlin, München, New York und Los Angeles pendelt, hat Kelvyn Colt seine Wurzeln aber nie vergessen. So fing er bereits in Wiesbaden mit der Musik an: Erste Texte und Gedichte schrieb er als Zehnjähriger. Als Kelvyn später Tupac entdeckte, begann er seine Gedichte in Songtexte zu verwandeln.


Nominiert von 1Live: Horst Wegener

"Ich hab mit 5 Jahren Klavierunterricht bekommen und da meine musikalische Grundlage her. Auf dieser Basis hab ich irgendwann angefangen am Klavier Texte anderer Rapper zu performen und dann später auch eigene Texte geschrieben und die erstmal auch nur mit Klavier gespielt. Der Ursprung kommt also aus der Live-Musik und ich denke, das hört man auch bei meiner Musik", erklärt Horst Wegener seine ersten musikalischen Schritte. Mittlerweile hat der 21-jährige Rapper eine achtköpfige Live-Band um sich geschart und im Dezember seine erste EP "Mein Name ist Horst" veröffentlicht. Darauf thematisiert der Wuppertaler, der in Ecuador geboren wurde, unter anderem auch seine Erfahrung mit unterschwelligem Alltagsrassismus.

Der Musiker Horst Wegener (Foto: Pressefoto)

Einen prominenten Fan konnte Horst Wegener mit seiner Musik schon für sich gewinnen. Bei einem Workshop an der Wuppertaler Uni hat er Rap-Star Samy Deluxe kennengelernt, der den Newcomer seitdem unterstützt. Horst stand u.a. schon als Support für Samy auf der Bühne und ist bei seinem Label KunstWerkStadt unter Vertrag. "Irgendwie hat da so die Verbindung gepasst und alles was dann kam, war eine schöne Geschichte, die ich mir nicht besser hätte ausmalen können", sagt Wegener dazu.


Nominiert von PULS: Ami Warning

Ami braucht nicht viele Worte, um zu sagen, was sie sagen will. Ihre Texte wirken ungefiltert, unverbogen und direkt. Und diese Direktheit macht den großen Charme von Amis Songs aus. Nichts ist verklausuliert, trotzdem zeichnet die Klarheit der Sprache Bilder zu den Melodien, die im Kopf bleiben. Ami kann voll und tief singen, dann wieder klar und leicht. Ihre Stimmfarben passen perfekt zusammen. Und sie passen perfekt zu ihren neuen Songs, die sie – wie auch schon für die beiden Vorgängeralben – selbst komponiert hat.

Die Musikerin Ami Warning in schwarz-weiß (Foto: Pressefoto)

Leichte, poetische Lieder, ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Pathos, aber sehr berührend. Amis Kunst ist, durch ihre Worte eine große Nähe zu ihren Zuhörern, durch die man sich angenehm verstanden fühlt. Ihre Songs wirken entspannt und sind gleichzeitig von einer Intensität, die sofort berührt. 2019 erscheint Amis dritte CD „Momentan“ – komplett auf Deutsch. Nicht kitschig, nicht überladen – sondern einfach: Ami. Mit einfachen Worten und einzigartiger Stimme macht sie eine ganz neue Gefühlswelt auf, mit der man sich sofort verbunden fühlt. Ami singt aus dem Herzen, mehr denn je.


Nominiert von DASDING: MAJAN

Der 19-jährige MAJAN aus der Nähe Stuttgarts ist wohl eines der unscheinbarsten und bescheidensten Wunderkinder, die die deutsche Musiklandschaft derzeit zu bieten hat. MAJANs Sprache ist herrlich direkt und einfach sowie manchmal bitter ehrlich zugleich. Was wahrscheinlich einer der Gründe ist, wieso jeder, der ihn singen oder rappen hört, direkt mit voller Aufmerksamkeit bei ihm ist. Und auch deswegen findet man am Ende immer ein Stück von sich selbst in ihm wieder.

Der Musiker Majan (Foto: Pressefoto)

MAJAN hing in den letzten, ihm unendlich vorkommenden Zügen, seines Abiturs und hatte fast alle seiner Sozialstunden abgearbeitet, die er wegen Marihuana-Konsums verordnet bekommen hatte. Dann beschloss er, sich ein paar Tage Auszeit zu gönnen und den großen Bruder seines besten Freundes in Berlin zu besuchen. Dass dieser Teil des Produzenten-Duos Kilian&Jo ist, kann man Schicksal nennen. Schon die erste Jamsession der drei löst eine echte Magie im Raum aus. MAJANs Sound ist neu und vertraut zugleich. Mal klassischer Popsong, mal im Rapgewand mit jamaicanisch lässigen Vibes oder rüpelhaften Turnup Beats. Mal entstehen elektronische Nummern, dann wieder völlig nackte Balladen am Klavier. MAJANs erster Vorab-Release wird im März zusammen in Collabo mit den ,,Jugglerz“ (u.a. Bausa - Was Du Liebe Nennst ) erscheinen, was 2019 bei Weitem nicht das Einzige sein wird, was man von ihm hören wird.


Nominiert von Bremen Next: Skinnyblackboy

Trotz seines jungen Alters hat der Bremer Rapper Skinnyblackboy schon einiges von seiner Bucketlist abhaken können: Tour-Support für Haiyti spielen? Check. Als Teil des Kollektivs Erotik Toy Records vom Popkulturmagazin „Arte Tracks“ in der Bremer Heimat begleitet werden? Check. Gemeinsam mit der „Most Sensitive Crew Alive“, wie sich die ETR-Jungs auch nennen, ein ausverkauftes Konzert im Berghain spielen? Check.

Der Musiker Skinnyblackboy im Wald (Foto: Pressefoto/ETR29)

Seit 2014 macht Skinnyblackboy Musik und was damals als Mitglied in einer Indie-Rock Band begann, hat sich jetzt zu RnB mit harten Drums, Anleihen aus Chillwave und Trap, Adlibs und gradlinigen Rap-Parts weiterentwickelt. Genre-Grenzen überschreiten, Gefühle zeigen, hin und wieder auch mal eskalieren – das ist die Welt, in der sich Skinnyblackboy musikalisch bewegt. Darüber hinaus gibt es für 2019 noch viel Neues!


Nominiert von Fritz: LOVRA

Laura Lüngen ist eine junge Frau, die einen großen Traum hat: ohne Kompromisse ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen und für die Leidenschaft für Musik zu leben. Und als LOVRA (LOVe + LauRA) ist das Talent aus Berlin auf dem besten Weg, zu ihren eigenen Bedingungen Karriere zu machen. Sie ist bereits  weltweit als gefragte DJ und Producerin unterwegs.

Lovra (Foto: Pressefoto)

Ihre Musik verbindet Elemente der 80er und 90er mit Beats und Melodien der aktuell angesagten elektronischen Dance-Genres wie dem UK House. Gepaart mit auffälligen Vocals hat sie ihre eigene Nische besetzt und einen eigenen Sound kreiert. Die Krönung ihres Schaffens war ein Residency bei der BIG Party auf Ibiza im vergangenen Jahr. Hier hat sie 17 Shows im Vorprogramm von David Guetta im weltberühmten Ushuaia Beach Club absolviert.  Als Teil des angesagten englischen Ministry Of Sound Label-Rosters hat sie schon in Singapur, Bangkok, Dubai und London aufgelegt, wo sie als Support für Größen wie Armand van Helden oder Felix Da Housecat unterwegs war. 


Nominiert von Deutschlandfunk Nova: Neufundland

Wenn man Neufundland googelt, findet man eine kanadische Insel vor der Nordostküste Nordamerikas im Atlantischen Ozean. Aber man findet auch den Name einer Indie-Band aus Köln, die seit 2013 zusammen spielt. Die fünf Mitglieder Fabian, Fabian, Niklas, Matthias und Robin sind gerade auf dem Weg vom Geheimtipp zur etablierten Band der Independent Musikszene Deutschlands. Neufundland ist mit zwei Sängern bestückt, die musikalisch gesehen unterschiedliche Facetten zum Sound beisteuern.

Die Band "Neufundland" (Foto: Pressefoto / Jean Raclet)

Im November 2017 kam Debüt mit "Wir werden niemals fertig sein" und im Mai 2019 dann das zweite Album "Scham". Betrachtet man den kurzen Zeitraum von rund 1,5 Jahren zwischen Debüt und dem zweiten Album, darf man wohl davon ausgehen, dass die Jungs nicht dazu neigen, auf der faulen Haut zu liegen. Neufundland machen auf „Scham“ radiotaugliche Musik, die mit Texten daherkommen, die es wert sind, genau hinzuhören. Dadurch wird der zweite Streich der Kölner so etwas wie eine ausgefeilte Text-Provokation mit verspielt-leidenschaftlichen Melodien mit Tiefgang. Wobei die Klangarchitektur genau die Komplexität mitbringt, um interessant und nachhaltig zu sein und eingängig genug ist, um problemlos im Ohr zu bleiben.


Der New Music Award wird am 20. September verliehen.