UnserDing Scratch Logo
CSD Saarlorlux (Foto: LSVD Saar)
Christopher Street Day
08.06.2019

Paraden, Parties und Podiumsdiskussionen - von 7. bis 9. Juni geht's auf dem CSD SaarLorLux 2019 mega ab. Das Programm und die Geschichte dahinter erfahrt ihr hier.

Programm

Die Veranstaltung des Lesben- und Schwulenverbandes Saar (LSVD) steht in diesem Jahr unter dem Motto "Unsere Alternative: Liebe!".

Samstag
Die Mainzer Straße wird zur Regenbogen-Allee! Auf der Bühne des Straßenfestes mit zahlreichen Ständen treten Musik- und Comedy-Künstler auf. Zuvor steht auf der Straßenfest-Bühne ab 17.00 Uhr die traditionelle politische Podiumsdiskussion mit hochrangigen Bundes- und Landtagsabgeordneten auf dem Programm.

CSD Saarlorlux (Foto: LSVD Saar)

Die CSD Benefiz Pride Party ab 22.00 Uhr in der Saarbrücker Garage geht zugunsten des CSDs und des ehrenamtlichen Engagements, das vom Bürgerrechtsverein LSVD ausgeht. Mehrere DJs sorgen dabei auf zwei Dancefloors für beste Partylaune.

Mitmachen und gewinnen!

Ihr könnt bei uns Tickets für die Pride Party gewinnen - einfach das Formular ausfüllen. Mit ein bisschen Glück schenken wir euch freien Eintritt.

Leider ist beim Senden der Nachricht ein Fehler aufgetreten, bitte versuchen Sie es noch einmal.
Vielen Dank für deine Nachricht, sie wurde erfolgreich gesendet.
Vielen Dank! Wir drücken dir die Daumen.
Sorry! Etwas ist beim Absenden schief gegangen. Bitte versuch es später nochmal!

Teilnahmebedingungen


Sonntag
Ab 15.00 Uhr große Parade durch die Saarbrücker Innenstadt - von der Congresshalle über die Bahnhofstraße. Neu ist der Paradeweg ab der Dudweiler Straße, Stadtgraben, vorbei am Staatstheater bis in die Bleichestraße.

Eine Regenbogenfahne (Foto: Pixabay / fsHH)
Feiert mit auf dem UNSERDING-Truck!
Ihr wollt bei der Pride Parade auf dem CSD-Truck von UNSERDING mitfahren und mitfeiern? Auf geht’s! Wir haben eure Plätze für schon reserviert. Einfach ins Formular eintragen und abschicken. Mit ein bisschen Glück werdet ihr ausgelost und seid dabei! Music & free drinks inclusive!


CSD - Die Story

Ursprungsort des CSD war die Bar Stonewall Inn in der Christopher Street im New Yorker Stadtteil Greenwich Village. Hier kam es in der Nacht zum 28. Juni 1969 zu einer besonders brutalen Polizei-Razzia, in deren Folge sich tagelang Homo- und Transsexuelle mehr oder minder gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei lieferten. Rabiate Razzien und Zwangs-Outing Rabiate Razzien in schwulenfreundlichen Kneipen mit anschließenden Verhaftungen und Anzeigen waren in den USA der 60er Jahre keinesfalls unüblich. Oftmals wurden die Daten der Verhafteten in der Presse veröffentlicht und die somit Zwangsgeouteten hatten mit immensen sozialen Folgen zu kämpfen.

Der Termin der besagten Durchsuchungsaktion war allerdings kein Zufall: Am Freitagmittag war die Schwulenikone Judy Garland auf dem Ferncliff Cemetery in der Nähe New Yorks beigesetzt worden und man rechnete mit einer besonders großen Ausbeute. Warum sich ausgerechnet in dieser Nacht die Schwulen und Lesben zum ersten Mal zur Wehr gesetzt haben und nicht wie sonst üblich möglichst schnell und unerkannt abgehauen sind? Ob es vielleicht daran lag, dass die Gemüter wegen des Dahinscheidens Judy Garlands besonders erhitzt waren? Wir werden es nie erfahren!

Klar ist allerdings, dass der Stonewall-Aufstand der Befreiungsbewegung der Homosexuellen einen gewaltigen Ruck gegeben hat. Ein Jahr später organisierte die Gay Liberation Front einen Gedenkmarsch vom Greenwich Village zum Central Park. Die ersten CSD in Deutschland haben 1979 in Bremen und Berlin stattgefunden. Seitdem gibt es in immer mehr deutschen Städten Paraden zum CSD. Der CSD SaarLorLux wird seit 1998 begangen. Auch wenn die Umzüge oft fälschlicher Weise als "Schwulenfasching" bezeichnet werden, handelt es sich nach wie vor um politische Veranstaltungen. Nur können multitasking-begabte Homos eben bravourös den politischen Ernst mit einer geilen Party kombinieren.