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Ein Mann steht neben einem Serverschrank mit Netzwerkkabeln. (Foto: dpa/Julian Stratenschulte)
Tipps vom Profi
Wie schütze ich meine Netz-Privatsphäre?

Ruckzuck ist ein unangenehmes Foto von euch im Netz und ihr bekommt es dort nicht mehr raus. Das kann schneller passieren, als euch bewusst ist. Denn je nachdem, was ihr von euch preisgebt, was ihr postet und in welchen sozialen Netzwerken ihr unterwegs seid – desto mehr Daten von euch sind im Netz. Wie ihr euch schützen könnt, hat uns IT-Experte Ben Stock erzählt.

Wenn ihr nicht wollt, dass in zehn Jahren unangenehme Posts und Bilder von euch im Netz zu finden sind, solltet ihr euch jetzt um eure Privatsphäre im Internet kümmern. Denn wenn ihr das nicht macht, landen eure Daten im Netz und dort bekommt ihr sie nicht mehr raus. Um eure Privatsphäre auch im Netz zu schützen, solltet ihr daher ein paar kleine Tipps beherzigen – welche, verrät uns Ben Stock, IT-Experte von der Uni Saarbrücken.

Was muss ins Netz?

"Das wichtigste ist, glaube ich, Datensparsamkeit. Das heißt, jedes Mal bevor ich was im Internet poste, sollte ich mich fragen 'Ist das jetzt wirklich nötig?'", erklärt Ben. Und wenn es mal im Internet ist, dann bekommt ihr es dort nie wieder raus. Außerdem gibt der IT- und Datenexperte zu bedenken, dass ihr auch niemanden zwingen könnt, Daten von euch zu löschen, die ihr vorher freiwillig allen zur Verfügung gestellt habt.

Privatsphäre richtig einstellen

Diesen Gedanken im Kopf, erschließt sich schnell der nächste Tipp von Ben: "Checkt eure Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook und passt sie an." Denn, wenn ihr eure Daten schützen und eure Accounts – egal ob Facebook, Insta, Snapchat oder Twitter – gegen Angreifer sichern wollt, dann solltet ihr hier nachrüsten.

Um zu wissen, was Fremde überhaupt alles auf eurer Facebookseite sehen können, guckt sie euch doch mal an, wie andere Leute sie sehen. Dazu müsst ihr zunächst euer Profil aufrufen, und dann oben innerhalb eures Cover-Fotos in der rechten unteren Ecke auf die drei Punkte klicken. Dort wird euch dann im Drop Down "View As" angezeigt - hier nochmal klicken und dann seht ihr das, was andere sehen, wenn sie auf eurem Profil sind. Wenn ihr dort was entdeckt, was ihr lieber nicht der Öffentlichkeit zugänglich machen wollt, dann auf in die Privatsphäre-Einstellungen.

Screenshot von Facebook (Foto: SR)

Dort solltet ihr dieen Zugriff einschränken, sagt Ben, denn "Im Grunde genommen solltet ihr dafür sorgen, dass die Daten nicht für jedermann abrufbar sind." Das wird ganz besonders dann wichtig für euch, wenn ihr euch für einen Job, ein Praktikum oder eine Ausbildung bewerbt. Denn auch, wenn es rechtlich verboten ist, dass sich eure zukünftigen Arbeitgeber eure Social Media-Account angucken – eine Garantie, dass der Chef es nicht trotzdem checkt gibt es nicht.

Vorsicht bei Links!

Und dann gibt es einen alten – aber immer noch extrem wichtigen Tipp – von Ben. Klickt niemals auf Links, von denen ihr euch nicht sicher seid, von wem sie sind. Denn, "nicht das System ist die Schwachstelle, sondern der Mensch", erklärt der Experte. Das heißt: Wenn ihr auf den Anhang einer Mail (Bild, Video, Link usw.) öffnet, könnt ihr euch damit ganz schnell einen Virus, Malware oder einen Trojaner einhandeln. Passiert es euch auf der Arbeit, kann das weitreichende Folgen haben. Denn wenn Hacker erst einmal Zugriff auf euren Rechner haben, können sie sich ganz schnell ins Firmensystem hacken. Daher prüft immer den Absender und überlegt genau, ob ihr von dem Absender überhaupt was erwarten könnt.

Beherzigt ihr diese drei Tipps, macht euch das nicht unangreifbar, aber eure Privatsphäre ist definitiv ein Stückchen sicherer.


Über dieses Thema wurde auch in der UNSERDING Morningshow mit Thurie und Jonas berichtet.