Ein Plastikbecher vor verschwommenen Partyslichtern. (Foto: pixabay/Laura Jimenez)
Codewort: Ist Luisa hier?

Was können Frauen tun, wenn sie in Clubs oder Bars belästigt werden? Mit dem Codewort "Ist Luisa hier?" wissen Barkeeper oder Türsteher sofort Bescheid und helfen aus der Situation heraus.

Viele Mädels kennen das: Nachts im Club. Es ist dunkel, es ist laut. Da ist so ein Typ, der euch nicht von der Seite weicht. Und auf einmal spürt ihr seine Hand an eurem Po. Der Typ lässt sich einfach nicht abwimmeln. Einen großen Aufriss wollt ihr nicht machen, irgendwie fühlt ihr euch unwohl dabei. Was jetzt?

Schwarz-Weiß Aufnahme einer Bar.  (Foto: pixabay/Ichigo121212)

So hilft euch das Codewort

Mit dem Codewort "Ist Luisa hier?" weiß das Personal der Location sofort, dass ihr euch in einer beklemmenden Situation befindet und Hilfe braucht. Die Frau wird dann als erstes an einen sicheren Ort gebracht, zum Beispiel in einen Personalraum.

Dort wird dann gemeinsam überlegt, was der nächste Schritt sein soll. Entweder wird der Typ vom Personal erstmal nur zurechtgewiesen. Je nach Schwere der Belästigung und je nach dem wie sehr sich die Frau bedrängt fühlt, wird der Typ auch direkt aus dem Club oder der Bar geschmissen.

Auch die Polizei kann verständigt werden. Will die Frau einfach nur noch nach Hause, wird ein Taxi für sie gerufen und ihre Sachen werden zusammengesucht, zum Beispiel die Jacke von der Garderobe. Natürlich begleitet das Personal sie dann auch bis ans Taxi.

Mehr über die Kampagne:
luisa-ist-hier.de

Hinter der Kampagne "Ist Luisa hier?" steckt ursprünglich der Frauen-Notruf Münster. Hier wurde die Idee entwickelt und umgesetzt. Mittlerweile gibt's es "Ist Luisa hier?" deutschlandweit. Auch im Saarland beteiligen sich erste Locations.

Übrigens: Nicht nur Frauen, sondern Menschen aller Geschlechter, wird geholfen, wenn sie nach Luisa fragen.