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Prost! Anstoßen mit Bier (Foto: dpa)
Bier-Mythen

Macht es tatsächlich dick, hilft aber dafür bei Erkältung und ihr bekommt schöne Haare? UNSERDING räumt für euch mit einigen Bier-Mythen auf.

Bier macht dick

Mehrere Studien haben sich schon mit dem Thema befasst und herausgefunden: Bier macht nicht dick, regt aber den Appetit an. Der klassische Bierbauch kommt daher wohl eher von deftigem Essen, das gerne mit Bier kombiniert wird. Apfelsaft, Milch und vor allem Rotwein haben viel mehr Kalorien.


Bier macht einen größeren Busen

In Bier stecken pflanzliche Östrogene. Ob die aber der Oberweite zum Wachsen verhelfen können, ist wissenschaftlich nicht geklärt. In jedem Fall müssten Unmengen an Bier getrunken werden, bis sich die Körbchengröße verändert.


Ein Pils braucht sieben Minuten

Möglicherweise stammt diese Behauptung noch aus früherer Zeit. Bei den heute gängigen Zapfhähnen dauert es zirka drei Minuten, bis ein Pils fertig ist.


Bier auf Wein, das lass sein

Was die Verträglichkeit von Bier auf Wein angeht, gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Der Spruch kommt aus einer Zeit, in der Bier etwas für ärmere Leute und Wein nur den Wohlhabenden vorbehalten war. Wer also damals zuerst Bier und danach Wein getrunken hat, war/ist quasi sozial abgestiegen.


Konterbier hilft gegen Kater

Bei einem waschechten Kater wird oft geraten, einfach Bier nachzutrinken: das klassische Konterbier. Doch das hilft nur kurzweilig und zögert das Problem nur hinaus. Der Alkohol wirkt erstmal wie ein Schmerzmittel und verdrängt mögliche Kater-Kopfschmerzen. Dagegen wird Übelkeit von Alkohol nur verstärkt.


Dunkle Biere beinhalten mehr Alkohol

Ist ein Bier dunkel, hat es einen höheren Malzgehalt als andere, helle Biere. Mit der Alkoholmenge hat das aber nichts zu tun.


Sport und Bier passen nicht zusammen

Im Gegenteil, denn alkoholfreies Bier ist ein ideales Fitness-Getränk. Bier enthält viel Wasser und ist isotonisch, was bedeutet, dass es dieselbe Konzentration gelöster Stoffe beinhaltet wie menschliches Blut. Dadurch werden isotonische Getränke schneller vom Körper aufgenommen und verwertet, auch alkoholfreies Bier.


Bier hilft beim Einschlafen

Hopfen entspannt und kann die Bereitschaft zu Schlafen fördern, aber wissenschaftlich bewiesen ist das nicht.


Bier macht schön

Zwar enthält Bier Vitamin B2 und Pantothensäure, die generell gut für Haut, Haare und Nägel sind - allerdings in zu geringen Dosen, um einen Effekt zu erzielen.


Bier kann schlecht werden

Egal wie alt Bier ist, krankheitserregende Stoffe wird es nicht enthalten. Es schmeckt nach einer Weile einfach nicht mehr.


Warmes Bier hilft bei Erkältung

Jein. Die ätherischen Öle und Bitterstoffe im Bier wirken antibakteriell und Wärme verstärkt die Wirkung. Bei Fieber sollte aber nicht zu Bier gegriffen werden, da Alkohol in dem Fall das Immunsystem schwächt.


Bier sollte eiskalt serviert werden

Den perfekten Biergeschmack erreicht das Getränk bei vier bis fünf Grad Celsius. Kälteres Bier betäubt die Geschmacksnerven und lässt einen deshalb nur mehr davon trinken.


Es gibt kein Bier auf Hawaii

Quatsch! Auf Hawaii gibt es sogar eigene Bier-Brauereien. Zusätzlich werden viele ausländische Biersorten importiert.


Bier (Foto: dpa)
500 Jahre Reinheitsgebot
Im vergangenen Jahr hat das Bier-Reinheitsgebot sein 500-jähriges Jubiläum gefeiert. Anlass genug, um Tradition, Veränderung und Zukunft des Lieblingsgetränks der Deutschen zu beleuchten.


Über dieses Thema wird auch in UNSERDING mit Thurie & Jonas am 04.08.2017 berichtet.