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Cover "Mando Diao - Good Times" (Foto: BMG Rights)

Good Times

Mando Diao

Mit "Good Times" haben Mando Diao gerade ihr achtes Album veröffentlicht. Und sie zeigen damit wieder, was sie so besonders macht.

Björn, Daniel, Carl-Johan, Patrik und Jens. Fünf Freunde, ein Album: "Good Times" - das nunmehr achte Album DER Band aus Schweden. Bis hierhin war es eine lange und ereignisreiche Reise. 2002 das gefeierte Debüt "Bring ‚Em In", 2006 dann der Durchbruch mit "Ode to Ochrasy" und 2009 schlussendlich internationaler Erfolg mit dem Album "Give me Fire". Es folgten mehr als 1,5 Millionen verkaufte Alben weltweit, nahezu 1500 Konzerte in über 30 Ländern, sowie unzaehlige Festivalauftritte als Headliner. Die YouTube-Klickzahlen gehen mittlerweile in den zweistelligen Millionenbereich. Keine Frage: Mando Diao gehören zu den erfolgreichsten europäischen Bands der vergangenen Jahre.

Angefangen hat "Good Times" in einer kleinen Hütte auf der Insel Gotland. Die gute Stimmung in der Band sorgte für neue Ideen. Das Quintett konnte sich von den beiden Alben davor lösen. Kein Konzept, einfach nur rauer, groovender Rock, in dem sich auch ein melancholisches Klavierstück wie "Break Us" nahtlos einfügen kann. Alles ist möglich. Nichts muss. Die Stücke klingen so ehrlich wie in der Anfangszeit. Mit jedem Riff und Beat spürt man die Dynamik einer Band, die ihren alten Sound im neuen Gewand gefunden hat. "Wir haben uns ein bisschen wie in dem Film 'Zurück in die Zukunft' gefühlt. Für uns ist das nicht wirklich ein Zurückkehren. Es ist eher so, dass wir in Richtung Zukunft gehen. Die Musik ist neu, passiert gerade jetzt und in der Zukunft", erklärt Carl-Johan. Diese Zukunft merkt man unter anderem in Stücken wie "Dancing All The Way To Hell" oder auch "One Two Three". Mando Diao sind ebenso große Fans von elektronischer Clubkultur (die Melodie von "All The Things" kam Björn auf der Tanzfläche).

Cover "Mando Diao - Good Times" (Foto: BMG Rights)

Tracklist:

  •  1. Break Us
  • 2. All The Things
  • 3. Good Times
  • 4. Shake
  • 5. Money
  • 6. Watch Me Now
  • 7. Hit Me With A Bottle
  • 8. Brother
  • 9. Dancing All The Way To Hell
  • 10. One Two Three
  • 11. Voices On The Radio
  • 12. Without Love

Der neue Zusammenhalt in der Band sorgte unter anderem für die gute Zeit, die im Albumtitel beschrieben wird: "Good Times". Aber ist es ok, in einer Zeit, voller sozialer und politischer Spannungen, sich ausschliesslich den guten Zeiten zu widmen? Party machen und nicht an das Morgen denken? Tragen wir nicht gerade in den heutigen Zeiten alle die Verantwortung in uns, die Welt zu verbessern, Probleme anzusprechen, darauf aufmerksam zu machen? Doch um eben genau diesen Konflikt geht es ebenso in den zwölf Songs: den Teufel links und Engel rechts auf der Schulter.

Mando Diao im Interview
Mando Diao im Interview

Hier ist es also. Ein Album über Verlust (Gustaf), Freundschaft (Mando Diao) und Beziehungen (Liebe). Dazu Björn: "Das Album ist wie ein Tagebuch von fünf Menschen, behandelt aber außerdem noch diese universelle Themen." Das neue Album lädt zum Tanzen, Nachdenken und Ausbrechen ein. Es ist an der Zeit, sich und die Welt ordentlich durchzuschütteln.


Über diese Platte wurde auch in UNSERDING mit Linda am 11.05.2017 berichtet.