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Cover "Bausa - Dreifarbenhaus" (Foto: Downbeat Records)

Dreifarbenhaus

Bausa

Mit "Dreifarbenhaus" ist das lang erwartetes Debütalbum von Bausa erschienen und hebt Deutsch-Rap in ganz neue Dimensionen.

Seit Bausa mit seiner tiefen Stimme vor ein paar Jahren mit der "Seelenmanöver"-EP das erste Mal auf der Bildfläche von deutschem Rap erschienen ist, lechzen Fans und Kritiker nach mehr. Jedes Feature, egal ob mit Haftbefehl, Celo & Abdi, Yasha, Sido oder Miss Platnum, hat Lust auf mehr gemacht. Jedes Lebenszeichen des talentierten Jungen aus dem Stuttgarter Umland wurde gefeiert - und spätestens als Bausa Ende 2016 jeden Abend der ausverkauften "Palmen aus Plastik"-Tour von RAF Camora und Bonez MC eröffnete und im Vorprogramm von Kontra K zu sehen war, wurde unmissverständlich klar: Jetzt muss was passieren.

Und das ist es auch. Mit "Dreifarbenhaus" erschien jetzt endlich Bausas langerwartetes Debütalbum. 14 Tracks, die beweisen, dass Bausa nicht einfach nur die nächste deutsche Rap-Hoffnung ist, die man bald schon wieder vergessen hat. Bausa ist mehr. Er hat ein Händchen für Hymnen und Hooks, ein Gespür für die richtigen Reime, er trifft die Töne und den Takt gleichermaßen. Er rappt, er singt und macht manchmal sogar beides gleichzeitig – mit einer Stimme, deren schwerer, tiefer Klang seinesgleichen sucht und Bausa auf jedem der Songs eine ungemeine Präsenz verleiht.

Cover "Bausa - Dreifarbenhaus" (Foto: Downbeat Records)

Tracklist:

  • 1. Intro
  • 2. Vermisst
  • 3. Wo bist du?
  • 4. Tropfen
  • 5. Baron (feat. Lativ)
  • 6. Stripperin
  • 7. Medusa
  • 8. Belle Etage
  • 9. Weit weg
  • 10. Bambi
  • 11. Da wo ich herkomm
  • 12. Pyramiden
  • 13. Danke
  • 14. Pyramiden (Akustik)

Schon wenn Bausa über dezente Streichermelodien und Klaviersamples die tieftraurige Geschichte seiner Kindheit und Jugend zwischen Erziehungsheim und Exzessen erzählt, hört man, dass der Junge für seinen Traum von der Karriere als Musiker durch die Scheiße gegangen ist. Auch "Weit weg" und "Warum du mich hasst" schlagen nachdenkliche Töne an, die Bausa mit samtweicher Stimme über soulige Produktionen crooned - aber das ist nur die eine Seite von "Dreifarbenhaus". Auf der anderen zeigt Bausa, dass er nicht nur Singen, sondern das mit den Sechzehnern beherrscht und brettert über einen brachialen Banger-Beat nach dem anderen. Auf "Baron" inszeniert er sich zum Beispiel als Chef im Club, der mit Lederjacke und Sonnenbrille den Turn-Up vollzieht. "Das Album erzählt davon, zwischen Gut und Böse festzuhängen", erklärt Bausa. "Denn genau das ist meine Geschichte."

Musikalisch treffen atmosphärische Synthieflächen auf soulige und jazzige Harmonien und Trap-Einflüsse. Für die Zusammenarbeit mit Gorex, Bounce Brothers, SOTT, Ben K, Roy und Alex, ist Bausa durch die ganze Republik gefahren und hat sich mit ihnen im Studio eingeschlossen, um gemeinsam an der musikalischen Untermalung für seine Texte zu arbeiten. Die verschiedenen stilistischen und musikalischen Facetten machen »Dreifarbenhaus« zu einer genialen Gratwanderung. Das Album verbindet Rap mit R&B und Pop, Spitten mit Singen, offene Hose mit ehrlichen Emotionen. So viel Facettenreichtum war im Deutsch-Rap wirklich selten.


Über diese Platte wurde auch in UNSERDING mit Christian am 27.04.2017 berichtet.